current language
Deutschland verfügbar in folgenden Sprachen:
oder wählen Sie Ihr TÜV Rheinland Land / Ihre Region aus:
BEM Verfahren

BEM-Verfahren

Das BEM-Verfahren

Ziel des BEM-Verfahrens ist es, die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters zu überwinden und frühzeitig die Weichen für die Rückkehr des Mitarbeiters an seinen Arbeitsplatz und somit in das Unternehmen zu stellen. Gleichzeitig soll einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden, um den Arbeitsplatz zu erhalten. So können qualifizierte Fachkräfte mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen lange dem Unternehmen erhalten bleiben.

Einladungsmanagement und BEM-Erstgespräch

Einladungsmanagement

Sie als Unternehmen teilen uns regelmäßig die Daten von den Mitarbeitern mit, die das Kriterium für ein BEM erfüllen. Die Beschäftigten erhalten das BEM-Angebot und ggf. ein Erinnerungsschreiben mit Ihrem Firmenbriefkopf per Post nach Hause.

In unserer elektronischen BEM-Akte legen wir die Anschreiben und Rückmeldungen für 3 Jahre sicher ab. Rechtsgültige Musteranschreiben stellen wir bereit. Voraussetzungen: Verschlüsselung des E-Mailversands sowie eine Vereinbarung Art. 28 Abs. 3 DSGVO und eine grundlegende Information im Unternehmen über die Auslagerung des Einladungsmanagements.

Reagiert der Beschäftigte auf das erste Einladungsschreiben nicht, wird er nach Ablauf von 2 Wochen mit einem zweiten Einladungsschreiben und dem Hinweis erinnert, dass nach Ablauf weiterer 3 Wochen ohne Rückmeldung der Versuch einer Kontaktaufnahme als fehlgeschlagen angesehen und dies in der BEM-Akte vermerkt wird. Der Arbeitgeber erhält einen rechtssicheren Abschlussbericht für die Personalakte.

Das BEM-Erstgespräch

Ist der berechtigte Beschäftigte mit der Durchführung des BEM-Verfahrens einverstanden wird telefonisch mit ihm Kontakt aufgenommen und ein Termin mit ihm und seinem zuständigen BEM-Berater für das Erstgespräch vereinbart. Wenn der Mitarbeiter weitere Teilnehmer, bspw. einen Vertreter der Interessensvertretung oder eine Person des Vertrauens, im Gespräch anwesend haben möchte, organisieren wir das auch über unser zentrales Team Einladungsmanagement.

Das Erstgespräch verfolgt das Ziel, den Beschäftigten über die Ziele des BEM und die Art und Weise der Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu informieren. Dabei sollen auch Fragen des Beschäftigten zu seinen Rechten und zum Ablauf des BEM-Verfahrens geklärt werden. Weiterführende Informationen zum BEM-Gespräch finden Sie hier.

BEM-Verfahren mit TÜV Rheinland: Situationsanalyse und Fallmanagement

Situationsanalyse

Stimmt der berechtigte Beschäftigte nach dem Erstgespräch einer Fortsetzung des BEM-Verfahrens zu und erscheint die Fortsetzung zur Erreichung der gesetzlichen Ziele sinnvoll, erfolgt eine Situationsanalyse.

Die Situationsanalyse dient dazu, Informationen zu erhalten über:

  • Betriebliche Ursachen und Auswirkungen der Erkrankung
  • Hauptsächliche Einschränkungen der Leistungsfähigkeit
  • Verbleibende Leistungspotenziale des Beschäftigten
  • Ziele, Lösungsideen und Perspektiven des Beschäftigten

Bei Bedarf zieht der BEM-Plus-Berater weitere interne Akteure (z. B. fachliche/disziplinarische Führungskraft, Ausbildungsleitung, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, , Betriebsarzt) und externe Akteure (z. B. Integrationsamt, Rehabilitationsträger) hinzu. Die Einwilligung des Beschäftigten zur Beiziehung interner und externer Fachkräfte ist vorab einzuholen.

Das Gesamtergebnis der Situationsanalyse wird dem Beschäftigten vorgestellt und gemeinsam mit ihm erörtert. Ziel ist die Vorbereitung von Eingliederungsmaßnahmen.

Maßnahmenplanung und Fallmanagement als Teil des BEM-Verfahrens

  • Die Maßnahmenplanung beginnt mit der Maßnahmenfindung. Sie gestaltet sich als ergebnisoffener Suchprozess, bei dem alle am BEM-Verfahren Beteiligten Vorschläge unterbreiten können.
  • Erfolgversprechende Maßnahmen werden mit dem Betroffenen besprochen. Danach wird ein verbindlicher schriftlicher Maßnahmenplan im Konsens zwischen Betroffenen und den beteiligten Personen des BEM-Teams festgelegt.
  • Der Maßnahmenplan mit den umzusetzenden Schritten (ausschließlich den Arbeitsplatz betreffenden Maßnahmen) wird dem Arbeitgeber zur Entscheidung vorgelegt. Dieser hat seine Entscheidung innerhalb einer vorher vereinbarten Frist mitzuteilen.
  • Stimmt der Arbeitgeber den Maßnahmen nicht zu, kann das Verfahren vorerst nicht weitergeführt werden.
  • Die am BEM-Verfahren beteiligten Parteien sorgen für eine faire und konstruktive Umsetzung der, im Maßnahmenplan vereinbarten, Maßnahmen. Alle Beteiligten sorgen im Rahmen ihrer Zuständigkeit (z. B. Mitbestimmungsverfahren) für die entsprechende Umsetzbarkeit.
  • Der BEM-Plus-Berater koordiniert und kontrolliert die Umsetzung der Maßnahmen und informiert die Beteiligten über die weitere Planung.
  • Die Umsetzung der Maßnahmen wird in der BEM-Akte dokumentiert.
  • Nach Ablauf der letzten Maßnahme führen der BEM-Plus-Berater und der Beschäftigte ein Abschlussgespräch. Sie erörtern die Wirkung der Eingliederungsmaßnahmen und der Maßnahmen zur Sicherung des Eingliederungserfolges.
  • Nach Beendigung des BEM-Verfahrens übersendet der BEM-Berater an den Arbeitgeber einen Abschlussbericht, welcher der Personalakte hinzugefügt wird.

Was unsere BEM-Plus Berater innerhalb des BEM-Verfahrens übernehmen

  • Frühzeitige Unterstützung des Mitarbeiters bereits in der Behandlungsphase, sofern es medizinisch möglich ist
  • Koordination und Terminierung des Erstgesprächs, ggf. auch Hausbesuche, Besuche im Krankenhaus oder in der Rehaklinik
  • Gesprächsführung und Moderation von Fallkonferenzen
    Der Vorteil gegenüber einem Gespräch mit Vertretern der Personalabteilung oder des direkten Vorgesetzten: Das Gespräch ist frei von Zielkonflikten. Dies wirkt vertrauensbildend und erhöht die Chancen, dass der Mitarbeiter dem BEM-Verfahren zustimmt und sich auch öffnet.
  • Einbeziehung erforderlicher Leistungen und Hilfen von Dritten (je nach Fall)
  • Unterstützung bei der emotionalen Verarbeitung und Bewältigung der Erkrankung und ihrer Auswirkungen
  • Beratung bezüglich sozialversicherungsrechtlicher Zusammenhänge
  • Überprüfung zusätzlicher Belastungen im privaten Umfeld des Mitarbeiters, ggf. Organisation von Unterstützungs- und Entlastungsmöglichkeiten
  • Zugriff auf Netzwerk an internen und externen Experten
  • Vertrauensvolle Besprechung von Leistungseinschränkungen mit Betroffenen
  • Entscheidung über Notwendigkeit einer betriebsärztlichen Stellungnahme, falls notwendig, Abstimmung mit den behandelnden Ärzten
  • Telefonische Erreichbarkeit, auch außerhalb der persönlichen Beratungsgespräche/ Beratertagen
  • Dokumentation in einer eigenen digitalen BEM-Akte

Weitere Themen rund um das Eingliederungsmanagement

BEM-Gespräch

BEM-Gespräch

Fragen und Antworten rund um das BEM-Gespräch

Unsere Dienstleistungen rund um BEM

Unsere Dienstleistungen rund um BEM

Wir sind Ihr kompetenter Partner für das Betriebliche Eingliederungsmanagement

BEM Case Studies

BEM Case Studies

Unsere Referenzen zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement

Kontakt

Kontaktieren Sie uns jetzt für weitere Informationen!

Kontaktieren Sie uns jetzt für weitere Informationen!