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Aufstiegs-BAföG

Die Meisterausbildung ist gerade für Handwerker interessant, um beruflich voran zu kommen oder sich gar selbständig zu machen. Doch viele Interessenten sind berufstätig und können sich eine Auszeit finanziell nicht leisten. Auch eine berufsbegleitende Weiterbildung kostet Geld, welches erst einmal für die Karriere vorgestreckt werden muss.
Eine der bekanntesten staatlichen Fördervarianten, nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), ist das altbekannte Meister-BAföG, das umfassend überarbeitet wurde und unter dem neuen Namen Aufstiegs-BAföG zum 01. August 2016 in Kraft getreten ist.

Das moderne Konzept des Aufstiegs-BAföGs zielt darauf ab, dass Teilnehmer beruflicher Aufstiegsfortbildungen altersunabhängig finanziell unterstützt werden. Die Förderung erfolgt in Form eines Beitrags zu den Fortbildungskosten, der einkommensunabhängig gezahlt wird.

Was wird gefördert?

  • Die Maßnahme muss gezielt auf eine öffentlich-rechtlich geregelte Fortbildungsprüfung für die Prüfung eines IHK-/HWK-Abschlusses als Meister, Techniker, Betriebswirt oder Fachwirt vorbereiten.
  • Weitere Voraussetzungen für eine Förderung nach dem AFBG:
      • Der zeitliche Aufwand der Aufstiegsfortbildung liegt bei mind. 400 Unterrichtsstunden (UE).
      • Zeitumfang:
        • Vollzeitmaßnahme: mind. 25 UE/Woche an 4 Werktagen, max. Maßnahmendauer 3 Jahre
        • Teilzeitmaßnahme: durchschnittlich mind. 18 UE/Monat, max. Maßnahmendauer 4 Jahre

Wer wird gefördert?

  • Antragsstellende bereiten sich auf den Abschluss einer Aufstiegsfortbildung nach dem BBiG vor und erfüllen die Prüfungszulassungsvoraussetzungen der jeweiligen Weiterbildung
  • Auch Bachelorabsolventen können das Aufstiegs-BAföG erhalten, wenn Sie zusätzlich einen Meister-, Fachwirtkurs oder eine vergleichbare Fortbildung absolvieren wollen.
  • Ist es in der jeweiligen Prüfungsordnung der angestrebten Aufstiegsfortbildung zugelassen, können auch Studienabbrecher, Abiturienten ohne Erstausbildungsabschluss, aber mit der von der Fortbildungsordnung geforderten Berufspraxis für Ihre Fortbildung eine AFBG-Förderung erhalten.

Förderung

Der Beitrag erfolgt als Zuschuss (40 % der Lehrgangsgebühr), der nicht zurückgezahlt werden muss. Über die restlichen 60 % erhalten die Teilnehmer ein zinsgünstiges Darlehen, ausgegeben durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Bei erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfung, werden dem Absolventen von dem noch bestehenden Restdarlehen 40 % von der Rückzahlung erlassen (Erfolgsbonus).

Antragsverfahren

Sprechen Sie mit Ihrem zuständigen BAföG-Amt.

Weitere Informationen zum Antragsverfahren erhalten Sie unter: https://www.aufstiegs-bafoeg.de/

Wir beraten Sie gern

Wie beraten Sie gern zu den Möglichkeiten der Förderung und informieren Sie über die Adressen der zuständigen Behörden, die Ihren Förderantrag entgegennehmen und für eine Einzelfallberatung zur Verfügung stehen.