Umwelt

Wir agieren bewusst.

Umweltschutz und Ressourceneffizienz spielen im Kontext unserer Nachhaltigkeitsstrategie gleich in zwei Dimensionen eine bedeutende Rolle. Nach innen gerichtet setzen wir uns intensiv damit auseinander, wie wir schädliche Einflüsse unserer Tätigkeit so weit wie möglich reduzieren und unsere entsprechenden Managementprozesse möglichst effizient gestalten können.

Indem wir unseren Energie- und Ressourcenverbrauch effizienter gestalten, tragen wir nicht nur zum Schutz der Umwelt bei, sondern machen den Konzern effizienter und damit profitabler. Dies drückt sich vor allem in den nachfolgenden konkreten Zielsetzungen aus:

  • Wir wollen unsere CO2-Emissionen pro Mitarbeiter bis zum Jahr 2020 konzernweit um 25 % gegenüber dem Basisjahr 2010 reduzieren.
  • Bis 2020 soll auch der Energieverbrauch je Mitarbeiter um 20 % gegenüber dem Basisjahr 2010 sinken.

Sowohl auf Konzernebene als auch im lokalen Rahmen verfolgen wir zahlreiche Maßnahmen und Projekte, mit deren Hilfe wir unsere Energieeffizienz verbessern und unsere Treibhausgasemissionen reduzieren können.

Nach außen gerichtet – und mit einem ungleich größeren »Hebel« – setzen wir unser umfassendes technologisches Wissen im engen Dialog mit Partnern aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Industrie weltweit dafür ein, Lösungen zu entwickeln , die negative Umwelteinflüsse minimieren oder einen Ansatz zu ihrer Bewältigung schaffen.

Unsere Aktivitäten im Bereich Umweltschutz sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden im Rahmen unseres HSE-Management-System (Health, Safety and Environment) gesteuert und geleitet. Das HSE-Management-System ist wesentlicher Baustein für die Integration einer konzernweiten Steuerung von Arbeits- und Umweltschutzthemen. Mit Hilfe einer über die gesamte Organisation hinweg gültigen HSE-Richtlinie werden ein gemeinsames Verständnis und einheitliche Standards für den Umgang mit Fragen des Arbeits- und Umweltschutzes definiert. Ein HSE-Manager-Netzwerk bestehend aus regionalen und Geschäftsbereichs-Vertretern ist mit der konzernweiten Umsetzung betraut. Von der fortschreitenden Harmonisierung unserer Qualitätsmanagementsysteme erwarten wir eine einfachere grenzüberschreitende Zusammenarbeit und damit letztlich eine signifikant höhere Prozesseffizienz.

Zur Erreichung unserer Ziele im Bereich Umwelt haben wir eine Reihe an Maßnahmen identifiziert. Im Fokus stehen dabei vor allem

  • der Einsatz effizienter Energietechnik in der Bewirtschaftung unserer Gebäude,
  • die Reduzierung von Dienstreisen durch eine verstärkte Nutzung von Videokonferenztechnik,
  • die Reduktion von Treibstoffverbrauch und Emissionen durch den Einsatz verbrauchsärmerer Geschäftsfahrzeuge und
  • der Einsatz modernster Technologien für den Betrieb unserer Rechenzentren, Prüflabore und Anlagen.

  • Neubau und Energiezentrale
    • Insbesondere am Standort unserer Hauptverwaltung in Köln, dem TÜV Rheinland Business Park, haben wir in den vergangenen Jahren mit mehreren Großprojekten bereits eine erhebliche Verbesserung der Energieeffizienz unserer Immobilien erzielen können.

      Nach etwa 18-monatiger Bauzeit wurde im März 2015 das nach den neuesten Erkenntnissen des nachhaltigen Bauens errichtete achtgeschossige Bürogebäude auf dem Gelände des TÜV Rheinland Business Parks in Köln fertiggestellt. Etwa 520 TÜV Rheinland Mitarbeiter finden hier auf rund 11.000 Quadratmetern Nutzfläche ein neues Domizil – Kantine, Kindertagesstätte und Blick ins Grüne inklusive. Das mit »Platin«, dem höchsten Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), ausgezeichnete Gebäude verfügt unter anderem über eine hochwirksame Außenhülle mit Dreifachverglasung und ein Dach mit Extensivbegrünung, das ebenfalls zu einer besseren Wärmedämmung beiträgt. Auch im Inneren schlummert modernste Technik: So erfolgt die komplette Deckenbeleuchtung über LEDs mit Präsenzmeldern und Tageslichtsensoren, ein »Energieboden« sorgt zu jeder Jahreszeit für angenehme Arbeitstemperaturen. Die Versorgung mit Energie, Wärme und Kälte erfolgt über die ebenfalls noch brandneue Energiezentrale des TÜV Rheinland Business Parks. Ohne jeglichen Komfortverlust unterschreitet das Seehaus so die hohen Anforderungen der Energiesparverordnung an den Primärenergieverbrauch um stolze 20 %.

      Parallel zum Neubau des Seehauses errichteten wir eine neue, effiziente Energiezentrale, die seit April 2015 alle Gebäude des TÜV Rheinland Business Parks mit Strom, Kälte und Wärme versorgt und den Rückbau mehrerer alter, unwirtschaftlicher Anlagen in einzelnen Gebäuden ermöglicht. Etwa die Hälfte der benötigten Wärmeenergie wird durch das Blockheizkraftwerk und durch Pelletkessel gedeckt. Die Abwärme des Kraftwerks dient wiederum der Erzeugung von Absorptionskälte. Wir erwarten, mit unserer Energiezentrale den Verbrauch von Primärenergie und die Emissionen am Standort um rund ein Drittel senken zu können.

  • Mitfahrerportal für Pendler
    • Im Rahmen einer Mitarbeiterbefragung in 2011 wurde deutlich, dass im Kreise unserer Mitarbeiter ein großes Interesse an Fahrgemeinschaften besteht. Wir haben auf dieses Interesse reagiert und mit der „Roadshare Community“ eine intranetbasierte Mitfahrerbörse ins Leben gerufen, die weltweit allen Mitarbeitern zur Verfügung steht. Hier können Sie nach Mitfahrgelegenheiten suchen, Angebote und Nachfragen einstellen und sich so ganz unkompliziert vernetzten.

  • Kampagnen zur Ressourcenschonung
    • Das Bewusstsein unserer Mitarbeiter für die Umwelteinflüsse ihrer Arbeit zu schärfen und ihnen praktische Anregungen zum Ressourcenschutz im Arbeitsalltag zu vermitteln sehen wir als zentrales Handlungsfeld. Deshalb nutzen wir seit 2013 die vom Rat für Nachhaltige Entwicklung ins Leben gerufenen „Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit“, um Aktionen zur Sensibilisierung der Belegschaft umzusetzen. 2013 sorgten Plakate für eine flächendeckende Präsenz des Themas Ressourcenschutz und unser Intranet „blueye“ lieferte wertvolle Hintergrundinformationen und Tipps zur Ressourcenschonung (2013), zu „Nachhaltigem Lebensstil“ (2014) und nachhaltigem Verhalten am Arbeitsplatz (2015) . Die klare Botschaft: Jeder kann einen Beitrag leisten, und es ist in der Regel sogar viel einfacher, als man denkt.

      Aber nicht nur in Deutschland, sondern konzernweit steht das Thema Ressourcenschutz auf der Agenda. So bewiesen unsere Mitarbeiter in der Konzernregion Greater China mit der Erfindung der »Less Printing Challenge«, dass der sorgfältige Umgang mit Ressourcen auch Spaß machen kann. Teamweise forderten sie sich gegenseitig zu einem sparsameren Umgang mit Ausdrucken heraus. Dem Gewinnerteam winkte eine besondere Anerkennung seitens des Managements.

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2010 2014 2014 2015 Fortschritt* Ziel 2020*
CO2-Emissionen pro Mitarbeiter t 6,4 5,42 5,39 5,28 -17% -25%
Energieverbrauch pro Mitarbeiter MWh 26,6 22,68 22,29 22,01 -17% -20%
*Basisjahr 2010

Mit Bezug auf unser Ziel, die spezifischen CO2 Emissionen um 25 % im Vergleich zum Basisjahr 2010 bis 2020 zu reduzieren, sind wir auf dem richtigen Weg. Im Vergleich zum Jahr 2010 haben wir bisher 17 % an Reduktion erreicht.

Dass unsere Bemühungen zur stetigen Reduktion des Energieverbrauchs pro Mitarbeiter langsam Früchte tragen, wird ebenfalls sichtbar. Der Vergleich mit dem Basisjahr 2010 zeigt, dass wir bereits 17 % eingespart haben.