TÜV Rheinland Mobilitätskompass: Branchenstudie zeigt hohe Zufriedenheit beim Kauf von E-Autos
Köln | 27.01.2026
Zufriedenheit von E-Auto-Interessierten steigt / Informationsbedarf bei Kaufinteressierten hoch, besonders bei gebrauchten E-Fahrzeugen / Händlerbesuche sind die wichtigste Informationsquelle / Neues Whitepaper von TÜV Rheinland Kraftfahrt: www.tuv.com/mobilitaetskompass
Mit dem neuen Förderprogramm des Bundesumweltministeriums soll der Kauf eines Elektroautos noch attraktiver und die Elektromobilität in Deutschland weiter vorangetrieben werden. Für den Kfz-Handel wird dadurch zunehmend entscheidend, potenzielle Kundinnen und Kunden vom Kauf eines E-Fahrzeugs zu überzeugen. Der neue „Mobilitätskompass“ von TÜV Rheinland bietet mit einer umfassenden Studie Einblicke in die Erfahrungen, Zufriedenheit und Bedürfnisse von E-Auto-Interessierten und -Besitzern.
Über 2.300 Autofahrende eines rein batterieelektrisch betriebenen Pkw (BEV) wurden zu den Themen „Informationsbedarf und genutzte Quellen“, „Händlerbesuch“, „Nachkaufphase“ und „Kaufbarrieren gebrauchte E-Autos“ befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Informationsbedarf bei Kaufinteressierten weiterhin hoch ist, insbesondere beim Kauf eines gebrauchten E-Fahrzeugs. Die Zufriedenheit mit der Kauferfahrung im Autohandel ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
Hoher Informationsbedarf bei Kaufinteressenten
Der Autohandel ist offensichtlich in der Lage, das Vertrauen von Kundinnen und Kunden in neue Technologien zu stärken. Gut organisierte Probefahrten und Autohaus-Events spielen eine entscheidende Rolle. Interessierte erhoffen sich dadurch gute Austauschmöglichkeiten mit Expertinnen und Experten und ein Erleben der Technologien und Fahrzeuge. Bei der Wahl des Autohauses richten sich die Befragten in erster Linie nach Online-Bewertungen. Hier bieten sich für Autohäuser und -Händler weitere Potenziale.
Insbesondere Informationen zu den größten Hemmnissen der Kauf-Interessierten bieten die Chance, im Kundengespräch das Vertrauen in die Technologie zu stärken. Möglicherweise lange Ladezeiten eines gebrauchten E-Autos (69 %), zu wenige öffentliche Ladesäulen (68 %), der Fahrzeugpreis (67 %), die begrenzte Reichweite (65 %) und die Degradation der Antriebsbatterie (63 %) sorgen für Unsicherheiten bei denen, die sich für den Kauf eines gebrauchten E-Fahrzeugs interessieren.
Rund zwei Drittel (65 %) der befragten Käufer von gebrauchten E-Autos haben daher einen Batterie-Check vor dem Kauf durchführen lassen. Ein solches Angebot kann somit ein Ansatzpunkt für den Handel sein, um das Vertrauen der Kundinnen und Kunden zu stärken und Bedenken auszuräumen.
„Die E-Mobilität ist ein dynamisches Feld, das ständige Anpassungen und Verbesserungen erfordert. Insbesondere bei neuen Technologien ist der Informationsbedarf vor dem Kauf groß”, sagt Dr. Matthias Schubert, Executive Vice President Mobility bei TÜV Rheinland. „Im Gebrauchtwagenmarkt kommen zusätzliche Bedenken der Kaufinteressierten und teils Informationsdefizite auf Seiten der Händler hinzu. Unser Mobilitätskompass bietet wertvolle Ansätze, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und das Geschäft im Automobilhandel erfolgreich weiterzuentwickeln.“
Weitere Informationen und das Whitepaper „Mobilitätskompass“ zum Download unter: www.tuv.com/mobilitaetskompass
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