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TÜV Rheinland übernimmt Planung von 5G-Campusnetzen

06.11.2019Köln

Key Visual Mobilfunknetzstandard 5G (Foto: Key Visual Mobilfunknetzstandard 5G)

Der 5G-Ausbau in Deutschland beginnt. Nicht nur in verschiedenen Großstädten entstehen die ersten Zonen mit mobilem Netz der fünften Generation. Viele Unternehmen befassen sich mit dem Ausbau eines firmeninternen 5G-Campusnetzes und können dabei – unabhängig von den Netzbetreibern – Frequenzen beantragen sowie Campusnetze betreiben. „Die lokale 5G-Frequenzvergabe für Unternehmen begünstigt die industriellen Innovationen in Deutschland, stellt mit dieser neuen Möglichkeit viele Firmen aber auch vor große Herausforderungen“, sagt Gürkan Ünlü, Senior Vice President Business Development bei TÜV Rheinland Consulting.

Sorgfältige Planung beim Netzausbau

Wollen Firmen in Eigenverantwortung ein 5G-Netz aufbauen und betreiben, ist vorab eine gründliche Analyse der benötigten Infrastruktur notwendig. „Die Signalabdeckung auf einem Gelände kann virtuell simuliert und so die erforderliche Senderdichte bestimmt werden“, erklärt der TÜV Rheinland-Experte, der mit seinem Team zahlreiche Unternehmen beim Ausbau von Campusnetzen berät. Auch für das Setup der werkseigenen Cloud sowie der Software für smarte Anlagensteuerung können Firmen das Beratungsangebot von TÜV Rheinland beanspruchen. „Unternehmen sind in Deutschland nun unabhängig beim Ausbau von 5G-Netzen. Sie sind aber auch nicht auf sich allein gestellt. Die Nachfrage nach Beratung steigt“, so der Experte.

Vorausschauende Wartung

Das Update des bisherigen Standards 4G/LTE ermöglicht durch hohe Bandbreiten und Übertragung im Millisekundenbereich eine leistungsfähigere Vernetzung beispielsweise der Maschinen an einem Produktionsstandort. In einem solchen Internet of Things lassen sich die Produktionsanlagen effektiver aufeinander abstimmen, überwachen und – falls nötig – auch kontrolliert abschalten, bevor Maschinen in Problemfällen Schaden nehmen. „Die sogenannte vorausschauende Wartung ist eine der nützlichsten Funktionen eines 5G-Campusnetzes, weil Reparaturkosten und Ausfallzeiten dadurch drastisch minimiert werden können. Gerade Betreiber von Produktionsstraßen profitieren von 5G: „Die Konnektivität der Maschinen in der Produktion steigt durch eine stabile Verbindung. Damit ist beispielsweise die Warenauslieferung noch präziser vorhersagbar“, erklärt Ünlü. Gerade bei der Herstellung von Fahrzeugen würden die Vorteile eines 5G-Campus deutlich, so der Experte.

Digital Transformation & Cybersecurity bei TÜV Rheinland

Seit mehr als 20 Jahren unterstützt der Geschäftsbereich Digital Transformation & Cybersecurity von TÜV Rheinland Unternehmen aus zahlreichen Branchen sowie Behörden und öffentliche Einrichtungen dabei, innovative Technologien sicher zu nutzen. Fast 1.000 Berater weltweit kombinieren ihr Fachwissen in digitaler Transformation und Cybersecurity mit ihrem Branchen-Know-how. Sie bieten innovative Lösungen für die digitale Transformation bei intelligenten Daten, kritischen Infrastrukturen und vernetzten Anlagen. Die Kombination von Sicherheit und Datenschutz in einer Welt vernetzter Systeme und Geräte ist das Ziel. Um dies zu erreichen, führen die Fachleute unter anderem Cybersecurity-Tests von industriellen Anlagen sowie Prüfungen im Bereich Datenschutz im Internet der Dinge (IoT) und innerhalb von Cloud-Infrastrukturen durch. Dazu verfügt TÜV Rheinland über ein weltweites Netzwerk von mehr als einhundert Laboratorien, in denen Hersteller alle Tests von der Produktsicherheit über Cybersicherheit bis hin zum Datenschutz durchführen können.

Alle Informationen zu 5G und der zukünftigen Generation von drahtlosen Mobilfunknetzen finden sich im Whitepaper „5G: Die Entwicklung der Kommunikationstechnologie“ unter https://www.tuv.com/5G

Kontakt für Journalisten: Norman Hübner
+49 221 806 - 3060
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