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TÜV Rheinland: Weniger Mängel bei Aufzugsprüfungen

10.07.2019Köln

Aufzugsprüfung

„Aufzüge sind sichere Transportmittel“, sagt Guido Kehmer, bei TÜV Rheinland Geschäftsfeldleiter in Deutschland für Aufzugstechnik. Das liegt an dem gewissenhaften Umgang mit der Technik durch den Benutzer und den Betreiber, aber auch an der jährlichen Prüfung durch Sachverständige. Aufzugsanlagen werden jährlich abwechselnd einer Haupt- und Zwischenprüfung durch eine unabhängige Prüforganisation wie TÜV Rheinland unterzogen.

2018 wurden in Deutschland, so der TÜV-Verband im neuen Anlagensicherheitsreport, rund 600.000 Aufzüge geprüft. 43,6 Prozent der Anlagen waren mängelfrei. Im Umkehrschluss stellten die Prüfexperten an 56,4 Prozent der Aufzügen Mängel fest. Im Vergleich zum letzten Jahr sank die Anzahl der Aufzüge mit Mängeln um rund 5 Prozentpunkte. 3.063 Anlagen mussten bundesweit wegen gefährlicher Mängel sofort stillgelegt werden. Das sind 925 Aufzüge weniger als noch 2017. „In Köln mussten unsere Experten von TÜV Rheinland 42 Anlagen stilllegen. In Düsseldorf waren es 84 und in Berlin 210“, berichtet Kehmer.

Deutschlandweit weist jeder achte Aufzug erhebliche bis gefährliche Mängel auf, so der Anlagensicherheitsreport. TÜV Rheinland stellt für die Städte Köln, Düsseldorf und Berlin eine leicht bessere Bilanz aus. „In Köln beispielsweise ist es jeder neunte Aufzug“, so der Experte.

Aufzugsprüfung

Im Notfall kommunizieren

Zu jeder Aufzugsanlage gehört seit Mitte 2016 ein Notfallplan. Das heißt beispielsweise: Organisatorische Maßnahmen und Kontaktpersonen müssen benannt werden. Das gilt sowohl für diejenigen, die Zugang zur Anlage haben, als auch für die, die erste Hilfe leisten können. „Bis Ende 2020 muss in jedem Fahrkorb ein wirksames Zweiwege-Kommunikationssystem installiert sein, über das rund um die Uhr ein Notdienst erreicht werden kann“, erklärt der Fachmann. Falls ein Aufzug stecken bleibt, können Fahrgäste mit der Notrufzentrale sprechen. Jeder sechste Aufzug besitzt noch kein ausreichendes Notrufsystem“, fasst Guido Kehmer zusammen. Hochgerechnet sind bis Ende nächsten Jahres demnach mehr als 100.000 Anlagen in Deutschland nachzurüsten. Seit 2015 weist TÜV Rheinland seine Kunden regelmäßig auf diese Nachrüstverpflichtung hin. Nach dem 31. Dezember 2020 wird das Fehlen eines Zweiwege-Kommunikationssystems als Mangel in die Prüfbescheinigung aufgenommen. „Natürlich unterstützen wir unsere Kunden bei Fragen zur technischen oder organisatorischen Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen an Notrufsysteme“ erklärt Kehmer.

Kontakt für Journalisten: Nicole Krzemien
+49 0221 806-4099
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