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Panne und Schneechaos: Gut vorbereitet anstatt eiskalt erwischt

10.01.2019Köln

Autofahren im Winter

Schnee, Eis, Regen und Eisregen – mit diesen Verhältnissen sollten Autofahrer im Winter rechnen. Wer fernab in Eiseskälte mit einer Panne liegen bleibt oder stundenlang im winterlichen Verkehrschaos feststeckt, benötigt nicht nur Geduld, sondern auch im Auto die passende Ausrüstung für alle Eventualitäten. Warme Kleidung – beispielsweise Handschuhe, Mütze, Schal und Jacke – sollten im Auto genauso vorhanden sein wie Decken und warme Stiefel. Für längere Strecken empfiehlt es sich eine Thermoskanne mit einem heißen Getränk und etwas zu essen mitzunehmen. Heftiger Schneefall verändert rasant die Straßenverhältnisse, aber nicht unbedingt die Fahrweise mancher Autofahrer. Im entstandenen Chaos kann es lange dauern bis die Hilfe kommt und womöglich Stunden bis die Strecke wieder freigegeben ist. „Im Winter sollten alle Insassen des Autos warme Kleidung tragen oder dabeihaben. Wer am Steuer sitzt, sollte eine besonders dicke Jacke oder feste Stiefel stets ausziehen, damit die Bewegungsfreiheit am Lenkrad und das Gefühl für die Pedale nicht eingeschränkt werden“, rät Thorsten Rechtien, Kraftfahrt-Fachmann bei TÜV Rheinland.

Heizung und elektronische Systeme erhöhen Spritverbrauch

Ein stets gut gefüllter Tank ist im Winter ebenfalls zu empfehlen. Die Fahrzeugheizung und andere technische Helfer erhöhen den Kraftstoffverbrauch. Durch stundenlanges Stop-and-Go im beheizten Auto steigt demzufolge auch das Risiko aufgrund von Treibstoffmangel liegen zu bleiben. Bei einer Panne ist zwar das Auto nicht mehr fahrtüchtig, aber solange der Motor keinen Defekt hat, funktioniert zumindest noch die Heizung. Allerdings auch nur bis der Tank leer ist. „Dass die Heizung noch funktioniert, ist leider nur dann hilfreich, wenn das Pannenfahrzeug noch in einem geschützten Bereich abgestellt werden konnte, etwa auf einem Parkplatz“, erklärt Thorsten Rechtien. „Falls das Auto am Straßenrand steht, müssen aus Sicherheitsgründen alle Insassen aussteigen.“ Dabei ist zu beachten, dass alle Personen Warnwesten tragen und das Fahrzeug durch ein Warndreieck abgesichert ist. Zur Bordausrüstung für alle Notfälle sollten auch gelbe Warnleuchten gehören. Damit lässt sich das liegen gebliebene Fahrzeug bei Dunkelheit für andere Verkehrsteilnehmer gut sichtbar machen. Taschenlampe, Starthilfekabel, Abschleppseil sowie Handschuhe sollten sich ebenfalls in der Pannenausstattung des Fahrzeugs befinden. Eiskratzer, Frostschutzmittel, sowie für Minusgrade geeignetes Scheibenwischwasser und warme feste Schuhe sollten im Winter ebenfalls im Auto mitgeführt werden. Hingegen gehört das Enteisungsspray für das Türschloss keinesfalls ins Fahrzeug, sondern ausschließlich in die Jackentasche.

Kontakt für Journalisten: Wolfgang Partz
+49 221 806-2290
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