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Die Probezeit

Prüfung bestanden – Probezeit beginnt

Seit 1986 müssen Sie als Führerscheinneuling eine Probezeit von 2 Jahren absolvieren. Fallen Sie in dieser Zeit durch Verkehrsverstöße auf, kann das teure Aufbauseminare und die Verlängerung der Probezeit zur Folge haben.

Trotzdem kein Grund zur Sorge: rund 80% aller Fahranfänger kommen problemlos durch die Probezeit.

Unterschiede mit großer Wirkung

Während der Probezeit werden drei Kategorien von Verkehrsverstößen unterschieden:

  1. Kleinere Delikte ohne Punkteintrag in Flensburg haben auf die Dauer der Probezeit keine Auswirkung. Dabei handelt es sich um Verstöße, die mit einem Verwarngeld unter 40 Euro geahndet werden.
  2. Typische B-Verstöße sind Zuwiderhandlungen gegen die Straßenverkehrsordnung, wie technische Fahrzeugmängel oder Ordnungswidrigkeiten, wie das Telefonieren ohne Freisprechanlage. Als Faustregel gilt: übersteigt das Bußgeld 40 Euro, befinden Sie sich auf dem Gebiet der B-Verstöße.
  3. Zu den A-Delikten zählen schwerwiegende Verstöße gegen die Regeln des Straßenverkehrs, wie Trunkenheit am Steuer oder Unfallflucht. Allerdings gehören auch andere Ordnungswidrigkeiten zur A-Gruppe wie z.B. : Falsches Überholen, Vorfahrtsverletzungen, Fahren bei Rotlicht, Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h oder zu geringer Sicherheitsabstand bei Geschwindigkeiten über 80 km/h.

Und was kann passieren?

Fahranfänger, die sich während der Probezeit einen A- oder zwei B-Verstöße erlauben, müssen zum Aufbauseminar antreten. Zusätzlich verlängert sich Ihre Probezeit um weitere 2 Jahre. Werden Sie in dieser Zeit erneut auffällig, wird Ihnen zusätzlich zur Verwarnung eine individuelle psychologische Schulung empfohlen. Sie ist freiwillig, entlastet aber Ihr Konto in Flensburg um zwei Punkte. Bei einer weiteren Auffälligkeit innerhalb der Probezeit ist erst einmal Schluss: Ihr Führerschein wird für mindestens drei Monate eingezogen.