TÜV Rheinland im Porträt

TÜV Rheinland

Keimzelle des weltweit tätigen Prüfunternehmens ist ein Verein, der heutige TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V. Als nicht auf Gewinn zielende Non-Profit-Organisation war und ist er Träger nahezu aller staatlichen Beleihungen. Er hat die wesentlichen operativen Prüftätigkeiten in Tochterunternehmen ausgegliedert, die er über die 1993 gegründete TÜV Rheinland Aktiengesellschaft zusammenfasst. Der Verein ist alleiniger Aktionär dieser Gesellschaft. Gemeinsam mit der TÜV Rheinland Stiftung, die sich in gesellschaftlichen Fragen engagiert, bilden Verein und Aktiengesellschaft die TÜV Rheinland Group oder vereinfacht ausgedrückt TÜV Rheinland.

Gemäß seiner Satzung ist der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V. unabhängig. Vereinszweck ist die neutrale Beratung, Begutachtung, Prüfung und Überwachung in der Sicherheits- und Verkehrstechnik, der Energietechnik und im Umweltschutz. Die Prüftätigkeit wird durch die TÜV Rheinland AG und ihre Gesellschaften durchgeführt. Da der Verein als Aktionär keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt, gibt es den Druck eines Shareholder-Value-Denkens nicht. Die Gewinne der Tochtergesellschaften kommen der Sicherung und Weiterentwicklung des Vereinszwecks in vollem Umfang zugute. Diese Organisationsform ist eine wichtige Voraussetzung für die unabhängige Prüfarbeit der TÜV Rheinland-Experten.

Prüftätigkeit im Überblick

Die TÜV Rheinland AG ist ein privatwirtschaftlich arbeitender Prüfdienstleister. In dem Konzern arbeiten über 20.000 Menschen auf allen Kontinenten. Die unabhängigen Fachleute stehen für Qualität und Sicherheit im Zusammenspiel von Mensch, Umwelt und Technik in nahezu allen Wirtschafts- und Lebensbereichen.

TÜV Rheinland prüft als sogenannter „unabhängiger Dritter“ technische Anlagen, Produkte und Dienstleistungen, führt Prüfungen im Auftrag von Unternehmen durch und begleitet Projekte und Prozesse für Unternehmen. Dies erfolgt auf Basis anerkannter Standards sowie nationaler oder internationaler rechtlicher Vorgaben; dazu zählen beispielsweise deutsche oder internationale Normen von DIN oder ISO, aber auch Gesetze und Verordnungen. Zudem schulen und qualifizieren die Fachleute des TÜV Rheinland Menschen in zahlreichen Berufen und Branchen. Dazu verfügt das Unternehmen über ein globales Netz anerkannter Labore, Prüf- und Ausbildungszentren. Die Tätigkeit der Menschen bei TÜV Rheinland ist von der Überzeugung getragen, dass gesellschaftliche und industrielle Entwicklung ohne technischen Fortschritt nicht möglich sind. Hierfür ist der sichere und verantwortungsvolle Einsatz technischer Innovationen, Produkte und Anlagen entscheidend.

Arbeit der Überwachungsvereine: Unabhängig und spezialisiert

TÜV Rheinland blickt auf eine lange Tradition zurück. In den vergangenen 145 Jahren hat sich aus einem regionalen Prüfverein ein internationaler Dienstleistungskonzern entwickelt. Erste gesetzliche Vorschriften zur technischen Sicherheit der entstehenden großen Dampfmaschinen und Industrieanlagen hatte es in Deutschland seit den 1830er Jahren gegeben. Die Rolle staatlicher Kontrollen war hierzulande größer als in England, da auch das Misstrauen gegenüber Industrieanlagen deutlich stärker ausgeprägt war. Die Aufsicht über die Kontrolle der Dampfkessel erhielten in Preußen und anderen deutschen Ländern zumeist Beamte, die hierfür jedoch nicht speziell qualifiziert waren.

Letztlich waren es die Betreiber der Dampfkessel selbst, die – ausgelöst durch immer wieder auftretende schwerwiegende Unglücke – seit 1865 Revisionsvereine schufen. Der Begriff Revision steht für Überprüfung. Als Selbsthilfeorganisation verfolgten die Vereine das Ziel, für mehr technische Sicherheit zu sorgen. Diese Vereine entstanden regional und basierten auf Grundlagen, die auch heute noch bedeutsam sind: periodische und unabhängige Überwachung durch speziell ausgebildete Ingenieure und kontinuierlicher Erfahrungsaustausch der Experten, um mit der technischen Entwicklung Schritt zu halten.

Geburtsjahr: 1872

1872 war das Geburtsjahr des „Vereins zur Überwachung der Dampfkessel in den Kreisen Elberfeld und Barmen“, aus dem TÜV Rheinland hervorgegangen ist. 1872 wurde im jungen deutschen Kaiserreich aber auch die Regelung eingeführt, dass Dampfkesselbetreiber von einer staatlichen Überwachung und Kontrolle der Anlagen befreit werden konnten, wenn sie Mitglied in einem der vom Staat beliehenen Überwachungsvereine waren und ihre Anlagen von diesem kontrollieren ließen. Beleihung durch den Staat bedeutet: Bei der Erfüllung staatlicher Aufgaben kann es sinnvoll sein, speziellen Sachverstand oder bereits vorhandene private Organisationen zu nutzen und mit der Durchführung staatlicher Aufgaben zu beleihen. In dem entsprechenden Gesetz von 1872 heißt es: „Dampfkessel, deren Besitzer Vereinen angehören, welche eine regelmäßige und sorgfältige Überwachung der Kessel vornehmen lassen, können von der amtlichen Revision befreit werden.“ Das gab der Idee der Dampfkessel-Revisionsvereine und der späteren technischen Überwachungsvereine in Deutschland einen entscheidenden Anschub.

Das System, das entstand, beruht auf der sehr hohen persönlichen Qualifikation des jeweiligen Prüfers und seiner Unabhängigkeit. Die unabhängigen Vereine übernahmen die Aufgabe der Überprüfung von Dampf- und Druckanlagen erfolgreich. Die Sicherheit der Anlagen wurde auf diesem Weg erhöht, ohne dass eine staatliche Behörde dies sicherstellen musste.1879 gab es in Deutschland 78 Verunglückte bei Kesselexplosionen, zwanzig Jahre später noch 35, obwohl sich die Zahl der Anlagen mehr als verdoppelt hatte.

Neben dem Ziel der technischen Sicherheit ist ein weiterer Vorteil der Organisation mit technischen Überwachungsvereinen, dass Behörden entlastet werden. Für die Prüfungen müssen keine Steuergelder eingesetzt werden, sondern die Wirtschaft trägt die Kosten der Tätigkeit von TÜV Rheinland selbst. Die Unabhängigkeit der Prüfung wird wiederum unter anderem durch die Organisationsform und die staatliche Aufsicht über die Prüfer sichergestellt.

Grundlagen und staatliche Kontrollen der Arbeit des TÜV Rheinland

Seit Gründung des TÜV Rheinland haben Industrialisierung, Mobilität, Internationalisierung und Digitalisierung das Wirtschaftsleben und den Alltag der Menschen vollständig verändert. Die Ziele im Leitbild der TÜV Rheinland Group sind aber gleich geblieben. Auch die wesentlichen Grundlagen der Prüfungen, die TÜV Rheinland vornimmt, sind bis heute gleich: die hohe Kompetenz und gute Ausbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Unabhängigkeit in ihrer Tätigkeit. Menschen oder Unternehmen bezahlen für die Prüfleistung des TÜV Rheinland, das Ergebnis der Prüfung ist jedoch offen und nicht käuflich – bei der Führerschein- oder Fahrzeugprüfung ebenso wenig wie bei der Produktprüfung oder der Kontrolle einer Industrieanlage.

Neben der wirtschaftlichen Unabhängigkeit ist aus Sicht staatlicher Behörden auch die fachliche Unabhängigkeit extrem wichtig. Beides wird durch ein Kontrollsystem sichergestellt, das in Deutschland und darüber hinaus für die technische Überwachung etabliert ist. So wird TÜV Rheinland auf vielfache Weise durch staatliche Behörden und durch andere Organisationen überwacht, damit die gleichbleibende Qualität und Unabhängigkeit der Arbeit garantiert sind. Um anerkannte Prüfungen durchführen zu dürfen, muss TÜV Rheinland zunächst selbst von den zuständigen Behörden anerkannt werden (Akkreditierung). Je nach Art der Prüfung wird TÜV Rheinland beispielsweise in Deutschland von Landes- und Bundesbehörden kontrolliert, gleiches gilt entsprechend in allen Ländern. Insgesamt besitzt TÜV Rheinland weltweit über 350 Akkreditierungen, also verschiedene staatliche Anerkennungen zum Prüfen.

Entwicklung der TÜV in Deutschland

Die Entwicklung zum heutigen TÜV Rheinland vollzog sich schrittweise: Nach der Gründung des Vereins 1872 folgte 1877 der Zusammenschluss von 80 Dampfkesselbetreibern zum „Rheinischen Dampfkessel-Überwachungsverein (DÜV) Cöln-Düsseldorf“. Die fortschreitende Industrialisierung brachte im 20. Jahrhundert eine rasante technische Entwicklung mit sich. Dadurch weitete sich das Spektrum der Anlagen, Produkte und technischen Geräte, die nach Einschätzung und Ansicht staatlicher Behörden überprüft werden mussten, erheblich aus. Die Überwachungsvereine übernahmen in unterschiedlichem Umfang somit neben der Überprüfung von Dampfkesseln beispielsweise auch die technische Kontrolle von Aufzügen, Druckbehältern, Kraftwerken, Tankanlagen, Maschinen und – seit Anfang des 20. Jahrhunderts – natürlich von Kraftfahrzeugen.

1936 erfolgte die Umbenennung der Dampfkessel-Überwachungsvereine in die Technischen Überwachungsvereine, kurz TÜV. Aus dem Rheinischen DÜV wurde der TÜV Köln und 1962 der TÜV Rheinland e.V. mit damals 600 Beschäftigten an sechs Standorten.

Ein weiterer bedeutender Schritt in der Entwicklung des Vereins war der Aufbau der deutschlandweiten Präsenz. Meilensteine auf diesem Weg waren 1997 die Fusion des TÜV Berlin-Brandenburg und des TÜV Rheinland sowie 2003 des TÜV Pfalz auf den TÜV Rheinland. 2005 folgte mit dem Kauf der bayerischen Landesgewerbeanstalt LGA ein weiterer großer Schritt zur Konsolidierung des Prüfmarktes in Deutschland, der 2013 durch die Eingliederung der in der Fahrzeugprüfung tätigen FSP-Gruppe seinen vorläufigen Endpunkt erreichte.

1970 begann mit der Gründung der ersten ausländischen Tochtergesellschaft zudem die schrittweise Internationalisierung. 1993 erzielte TÜV Rheinland rund 12 Prozent des gesamten Umsatzes mit etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ausland. Inzwischen sind 60 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TÜV Rheinland außerhalb Deutschlands tätig. Sie erzielen etwa 50 Prozent des gesamten Umsatzes.

1993 erfolgte auch die Umsetzung einer neuen Unternehmensstruktur: Während der damalige TÜV Rheinland e.V. weiterhin im wesentlichen staatsentlastende Aufgaben wie die Prüfung von Autos und anderen Kraftfahrzeugen, aber auch von Dampfkesseln und Aufzügen erfüllte, wurde das sonstige Geschäft – auch im Ausland – von der neu gegründeten Aktiengesellschaft gesteuert, deren Aktien vollständig der Verein hielt und heute noch hält.

Das Prüfgeschäft hat sich in diesen Jahren auch in Deutschland weiter verändert. Neben der beschriebenen Konsolidierung der Prüfvereine erfolgte eine schrittweise Liberalisierung des Prüfmarktes durch die Politik. Zunächst betraf dies die Hauptuntersuchung bei Kraftfahrzeugen. Ein weiterer großer Schritt war 2002 das Inkrafttreten der Betriebssicherheitsverordnung unter anderem für sogenannte überwachungsbedürftige Anlagen. Seitdem werden beispielsweise Dampfkesselanlagen oder Druckbehälter, Tankstellen- oder Aufzugsanlagen von zugelassenen Überwachungsstellen in einem für ganz Deutschland liberalisierten Markt überprüft, aber nicht mehr nur von den TÜV.

Der Verein: TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V.

Der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V. wird überwiegend von Industrie- und Wirtschaftsunternehmen getragen. Der Verein ist alleiniger Aktionär der TÜV Rheinland AG, die das Prüfgeschäft des Konzerns führt. Mitglieder des Vereins, zu denen kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie Großunternehmen gehören, tragen ideell den Grundgedanken der Verbesserung technischer Sicherheit von Anlagen und Produkten durch eine unabhängige zusätzliche Kontrolle, wie sie die Prüfgesellschaften von TÜV Rheinland vornehmen.

Eine wichtige Rolle spielt der Verein aus Sicht der staatlichen Behörden insbesondere in der Kraftfahrzeug- und der Führerscheinprüfung, denn der Verein ist mit der Durchführung der Prüfungen vom Staat beliehen worden. Der Verein wiederum hat verschiedene Gesellschaften mit der Wahrnehmung dieser Aufgaben beauftragt.

Die Mitglieder des Vereins haben keinerlei Einfluss auf das tägliche Prüfgeschäft der TÜV Rheinland AG, sie haben keine finanziellen Beteiligungen oder Gewinnbeteiligungen oder andere unmittelbare finanzielle Vorteile durch ihre Mitgliedschaft.

In nahezu allen Lebensbereichen und Branchen tätig

Als eines der führenden internationalen Prüfunternehmen für Qualität und Sicherheit beobachten die Prüfer des TÜV Rheinland technische und wirtschaftliche Trends und gestalten diese mit. Deshalb ist TÜV Rheinland in zahlreichen Normungsgremien vertreten. Die Ziele: Sicherheit steigern, Risiken reduzieren. Technik – so der Anspruch – muss Menschen, Unternehmen und Umwelt dienen und darf nicht schaden.

Prüfen, untersuchen, zertifizieren, schulen und beraten: Alle zentralen Tätigkeitsfelder des TÜV Rheinland ergeben sich aus dem Anspruch zum sicheren und effizienten Betrieb technischer Anlagen oder Produkte, sei es in der Industrie, im Verkehr oder bei Konsumgütern. Organisiert ist TÜV Rheinland in seinen sechs Geschäftsbereichen Industrie Service, Mobilität, Produkte, Academy & Life Care, Digital Transformation & Cybersecurity sowie Systeme. Der Konzern ist in allen bedeutenden Wirtschafts- und Lebensbereichen tätig. Das beginnt bei der Energiewirtschaft und Konsumgüterindustrie, geht über die Automobilbranche, die Grundstoff- und Investitionsgüterindustrie, Umwelttechnik, Handel, Bau, Nahrungsmittelindustrie, Luftfahrt, Bahntechnik, IT-Branche, den Bereich Informations-sicherheit mit Datensicherheit und Datenschutz, Logistik, Banken und Finanzdienstleister, Landwirtschaft, Tourismus bis hin zum Bildungssektor und der Gesundheitsbranche.

Prüftätigkeit und Prüfzeichen

TÜV Rheinland prüft meist für Unternehmen oder Behörden und Organisationen. Für Verbraucher wird in solchen Fällen eine bestandene Prüfung bei TÜV Rheinland erst erkennbar, wenn eine Prüfplakette oder ein Prüfzeichen vergeben wird. Prüfzeichen werden in der Produktprüfung, bei einigen Prüfungen technischer Anlagen – wie Aufzügen, Rolltreppen oder Fahrgeschäften – sowie bei der Zertifizierung von Managementsystemen vergeben. Hierzu verfügt TÜV Rheinland über ein einheitliches Prüfzeichen. Zusätzlich vergibt TÜV Rheinland in der Produktprüfung das Prüfzeichen der 150 Jahre alten Traditionsmarke LGA, die seit 2005 zu TÜV Rheinland gehört. Darüber hinaus besitzt TÜV Rheinland die Anerkennung, Prüfzeichen zu vergeben, die gesetzlich verankert sind oder von anderen Organisationen entwickelt wurden. Dazu zählt beispielsweise das GS-Zeichen für die geprüfte Sicherheit von Produkten, das in Deutschland gesetzlich geregelt ist.

Das eigene Prüfzeichen des TÜV Rheinland hat eine einheitliche Gestaltung und klar geregelte Inhalte, die für größtmögliche Verständlichkeit und Transparenz bei Verbrauchern sorgen sollen: Über einheitliche Schlüsselbegriffe im Prüfzeichen wie „Sicherheit“ oder „Managementsystem ISO 9001:2015“ wird deutlich, was geprüft wurde. Dazu kommt ein so genannter QR-Code, der mit einer Online-Datenbank verknüpft ist, auf der weitergehende Informationen zum Prüfumfang hinterlegt sind. Drittens verfügt das Prüfzeichen über eine Ident-Nummer, über die der Prüfinhalt ebenfalls im Internet frei zugänglich für Jedermann unter www.certipedia.com abgerufen werden kann.

Heute: Von der Einzelprüfung zur Projektbegleitung

Oftmals führt TÜV Rheinland nicht nur einzelne Prüfungen durch, sondern begleitet für Unternehmen Projekte über einen längeren Zeitraum. Dies gilt beispielsweise für die Überwachung bei Infrastruktur- und Industrieprojekten. Sei es bei der Schaffung von Telekommunikations- oder Energieinfrastruktur, bei industriellen Anlagen und Kraftwerken, Bahnstrecken oder Häfen, Wohnsiedlungen, Autobahnen oder Krankenhäusern: In solchen Projekten arbeiten die Fachleute von TÜV Rheinland begleitend in den verschiedenen Prozessschritten mit und über Fachgebiete hinweg.

Weitere Beispiele für den Wandel in der Tätigkeit des TÜV Rheinland weg von einzelnen Prüfungen hin zur Mitarbeit in größeren Projekten sind die Arbeitsmedizin und die berufliche Qualifikation: In der Arbeitsmedizin geht der Trend inzwischen über die einzelne medizinische Untersuchung hinaus in Richtung der gesunden Gestaltung von Arbeitsplatz und Arbeitsabläufen (betriebliches Gesundheitsmanagement). Bei den Angeboten der Akademie, die in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig ist, bietet TÜV Rheinland nicht nur die einzelne Fortbildungsmaßnahme für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, sondern begleitet auch die erforderliche Personalentwicklung eines Unternehmens umfassend.

Weltweites Netzwerk von Menschen, Standorten und Laboratorien

Grundlage der breiten Kompetenz des TÜV Rheinland sind eine hohe Qualifikation und große Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu denen Ingenieure, Naturwissenschaftlicher oder Ärzte ebenso gehören wie Psychologen, Wirtschaftswissenschaftler, Geologen, Geisteswissenschaftler und Geographen. Durch sein breites Aufgaben- und Kompetenzspektrum ist TÜV Rheinland in vielen Bereichen auch bei der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien tätig, arbeitet selbst an der Entwicklung neuer Standards und Sicherheitsnormen mit und führt im Auftrag Dritter Forschungsvorhaben durch.

Zu den Unternehmenskunden von TÜV Rheinland zählen regional verankerte kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie weltweit tätige Konzerne. Entsprechend stark ist heute die internationale Ausrichtung bei TÜV Rheinland, um alle Unternehmen als Kunden global begleiten zu können. Weltweit geht das nur mit spezialisierten Expertennetzwerken, einheitlichen Prozessen, einem globalen Netz von Prüf- und Laborzentren sowie den nationalen und internationalen Anerkennungen für Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen. Die Labore des TÜV Rheinland verfügen ihrerseits über die unabhängige Anerkennung durch die staatlichen Aufsichtsbehörden nach der weltweit gültigen ISO 17025. Auch dieser Nachweis der korrekten Arbeitsweise eines Labors wird regelmäßig überwacht.

Vorteilhaft ist die internationale Präsenz von TÜV Rheinland mit einer Vielzahl von Akkreditierungen für Kunden auch bei der Produktprüfung im globalen Markt: TÜV Rheinland darf aufgrund der weltweiten Anerkennungen als Prüfdienstleiter arbeiten und kann damit die Kontrolle und Zertifizierung von Produkten aus einer Hand sicherstellen – und somit den Marktzugang in allen relevanten Hersteller- und Absatzmärkten.

Das Netzwerk von Prüflaboratorien des TÜV Rheinland umfasst unter anderem Labore zur Umweltanalytik und für Werkstofftechnik, für physikalische und chemische Produkt- und Komponentenprüfungen sowie für die Analyse von Lebensmitteln. Speziell für Fahrzeuguntersuchungen unterhält TÜV Rheinland fast 1.200 Prüfstationen in Chile, Deutschland, Frankreich, Lettland und Spanien sowie Testzentren für passive Sicherheit, Abgas- und Motorentechnik. Jährlich kontrolliert TÜV Rheinland die Sicherheit von 9,4 Millionen Fahrzeugen.

Deutschland ist für TÜV Rheinland der Heimatmarkt und bleibt auch künftig bedeutend für das Unternehmen. Aber im Gegensatz zu früher ist Deutschland heute „nur“ eine von insgesamt acht Regionen weltweit, in denen die Tätigkeit des TÜV Rheinland organisiert ist. Neben Deutschland sind diese Regionen Westeuropa, Osteuropa, China, Südamerika, Nordamerika, der asiatisch-pazifische Raum sowie Indien mit dem Nahen Osten und Afrika.

TÜV Rheinland Stiftung und Engagement im Global Compact der UN

Um die nachhaltige Entwicklung von Sicherheit und Qualität weltweit zu fördern, unterstützt TÜV Rheinland seit 2006 den Global Compact der Vereinten Nationen. Die Initiative zur Gründung des Global Compact hat auf dem Weltwirtschaftsforum 1999 in Davos der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan ergriffen. Er forderte die Spitzenvertreter der führenden Wirtschaftsunternehmen auf, ein internationales Bündnis (Global Compact) einzugehen, um Grundsätze aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards und Umweltschutz als Mindeststandards in ihren Unternehmen zu verankern und weltweit voranzutreiben. 2004 kam der Bereich Antikorruption dazu.

Ein wichtiger Baustein des Engagements der TÜV Rheinland Group im Global Compact ist neben der Arbeit im Lenkungskreis des deutschen Netzwerks die Verleihung des Internationalen TÜV Rheinland Global Compact Awards. Dieser wird seit 2008 von der TÜV Rheinland Stiftung vergeben, deren Stifter der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V. ist. Der Preis ehrt herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrer Arbeit die Ziele des Global Compact der Vereinten Nationen unterstützen. Zu den Preisträgern zählen die Politikwissenschaftlerin Professor Dr. Edda Müller, der ehemalige Bundesminister Dr. Volker Hauff und der Unternehmer Dr. Michael Otto sowie 2017 die kenianische Germanistin, Soziologin und Autorin Dr. Auma Obama.

Darüber hinaus verfolgt die TÜV Rheinland Stiftung eigene soziale Projekte mit dem Zweck, Aktivitäten auf dem Gebiet der Sicherheits- und Energietechnik, des Verkehrswesens und des Umweltschutzes zu fördern und die Entwicklungszusammenarbeit, Bildung und Ausbildung zu verbessern.

Entwicklung der TÜV in Deutschland

Hauptuntersuchung in der Vergangenheit

Die Entwicklung zum heutigen TÜV Rheinland vollzog sich schrittweise: Nach der Gründung des Vereins 1872 folgte 1877 der Zusammenschluss von 80 Dampfkesselbetreibern zum „Rheinischen Dampfkessel-Überwachungsverein (DÜV) Cöln-Düsseldorf“. Die fortschreitende Industrialisierung brachte im 20. Jahrhundert eine rasante technische Entwicklung mit sich. Dadurch weitete sich das Spektrum der Anlagen, Produkte und technischen Geräte, die nach Einschätzung und Ansicht staatlicher Behörden überprüft werden mussten, erheblich aus. Die Überwachungsvereine übernahmen in unterschiedlichem Umfang somit neben der Überprüfung von Dampfkesseln beispielsweise auch die technische Kontrolle von Aufzügen, Druckbehältern, Kraftwerken, Tankanlagen, Maschinen und – seit Anfang des 20. Jahrhunderts – natürlich von Kraftfahrzeugen.

1936 erfolgte die Umbenennung der Dampfkessel-Überwachungsvereine in die Technischen Überwachungsvereine, kurz TÜV. Aus dem Rheinischen DÜV wurde der TÜV Köln und 1962 der TÜV Rheinland e.V. mit damals 600 Beschäftigten an sechs Standorten.

Auch im Ausland aktiv

Ein weiterer bedeutender Schritt in der Entwicklung des Vereins war der Aufbau der deutschlandweiten Präsenz. Meilensteine auf diesem Weg waren 1997 die Fusion des TÜV Berlin-Brandenburg und des TÜV Rheinland sowie 2003 des TÜV Pfalz auf den TÜV Rheinland. 2005 folgte mit dem Kauf der bayerischen Landesgewerbeanstalt LGA ein weiterer großer Schritt zur Konsolidierung des Prüfmarktes in Deutschland, der 2013 durch die Eingliederung der in der Fahrzeugprüfung tätigen FSP-Gruppe seinen vorläufigen Endpunkt erreichte.

1970 begann mit der Gründung der ersten ausländischen Tochtergesellschaft zudem die schrittweise Internationalisierung. 1993 erzielte TÜV Rheinland rund 12 Prozent des gesamten Umsatzes mit etwa 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ausland. Inzwischen sind 60 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TÜV Rheinland tätig. Sie erzielen etwa 50 Prozent des gesamten Umsatzes.

1993 erfolgte auch die Umsetzung einer neuen Unternehmensstruktur: Während der damalige TÜV Rheinland e.V. weiterhin im wesentlichen staatsentlastende Aufgaben wie die Prüfung von Autos und anderen Kraftfahrzeugen, aber auch von Dampfkesseln und Aufzügen erfüllte, wurde das sonstige Geschäft – auch im Ausland – von der neu gegründeten Aktiengesellschaft gesteuert, deren Aktien vollständig der Verein hielt und heute noch hält.

Das Prüfgeschäft hat sich in diesen Jahren auch in Deutschland weiter verändert. Neben der beschriebenen Konsolidierung der Prüfvereine erfolgte eine schrittweise Liberalisierung des Prüfmarktes durch die Politik. Zunächst betraf dies die Hauptuntersuchung bei Kraftfahrzeugen. Ein weiterer großer Schritt war 2002 das Inkrafttreten der Betriebssicherheitsverordnung unter anderem für so genannte überwachungsbedürftige Anlagen. Seitdem werden beispielsweise Dampfkesselanlagen oder Druckbehälter, Tankstellen- oder Aufzugsanlagen von zugelassenen Überwachungsstellen in einem für ganz Deutschland liberalisierten Markt überprüft, aber nicht mehr nur von den TÜV.

Zum Zeitstrahl

TÜV Rheinland Chronik

140 Jahre Geschichte in Fakten und Bildern

TÜV Rheinland entwickelte sich in den zurückliegenden 140 Jahren von einem regionalen zu einem international führenden Prüfdienstleister. Viele Ereignisse der Geschichte sind bis heute aktuell und spiegeln sich in der Gegenwart wider.

Prüftätigkeit und Prüfzeichen

Prüfzeichen

TÜV Rheinland prüft meist für Unternehmen oder Behörden und Organisationen. Für Verbraucher wird in solchen Fällen eine bestandene Prüfung bei TÜV Rheinland erst erkennbar, wenn eine Prüfplakette oder ein Prüfzeichen vergeben wird. Prüfzeichen werden in der Produktprüfung, bei einigen Prüfungen technischer Anlagen – wie Aufzügen, Rolltreppen oder Fahrgeschäften – sowie bei der Zertifizierung von Managementsystemen vergeben. Hierzu verfügt TÜV Rheinland über ein einheitliches Prüfzeichen. Zusätzlich vergibt TÜV Rheinland in der Produktprüfung das Prüfzeichen der 150 Jahre alten Traditionsmarke LGA, die seit 2005 zu TÜV Rheinland gehört. Darüber hinaus besitzt TÜV Rheinland die Anerkennung, Prüfzeichen zu vergeben, die gesetzlich verankert sind oder von anderen Organisationen entwickelt wurden. Dazu zählt beispielsweise das GS-Zeichen für die geprüfte Sicherheit von Produkten, das in Deutschland gesetzlich geregelt ist.

Das eigene Prüfzeichen des TÜV Rheinland hat eine einheitliche Gestaltung und klar geregelte Inhalte, die für größtmögliche Verständlichkeit und Transparenz bei Verbrauchern sorgen sollen: Über einheitliche Schlüsselbegriffe im Prüfzeichen wie „Sicherheit“ oder „Managementsystem ISO 9001:2015“ wird deutlich, was geprüft wurde. Dazu kommt ein so genannter QR-Code, der mit einer Online-Datenbank verknüpft ist, auf der weitergehende Informationen zum Prüfumfang hinterlegt sind. Drittens verfügt das Prüfzeichen über eine Ident-Nummer, über die der Prüfinhalt ebenfalls im Internet frei zugänglich für Jedermann unter www.certipedia.com abgerufen werden kann.

In nahezu allen Lebensbereichen und Branchen tätig

Als eines der führenden internationalen Prüfunternehmen für Qualität und Sicherheit beobachten die Prüfer des TÜV Rheinland technische und wirtschaftliche Trends und gestalten diese mit. Deshalb ist TÜV Rheinland in zahlreichen Normungsgremien vertreten. Die Ziele: Sicherheit steigern, Risiken reduzieren. Technik – so der Anspruch – muss Menschen, Unternehmen und Umwelt dienen und darf nicht schaden.

Prüfen, untersuchen, zertifizieren, schulen und beraten: Alle zentralen Tätigkeitsfelder des TÜV Rheinland ergeben sich aus dem Anspruch zum sicheren und effizienten Betrieb technischer Anlagen oder sicherer Produkte, sei es in der Industrie, im Verkehr oder bei Konsumgütern. Organisiert ist TÜV Rheinland in seinen sechs Geschäftsbereichen Industrie Service, Mobilität, Produkte, Academy & Life Care, Systeme sowie ICT & Business Solutions. Der Konzern ist in allen bedeutenden Wirtschafts- und Lebensbereichen tätig. Das beginnt bei der Energiewirtschaft und Konsumgüterindustrie, geht über die Automobilbranche, die Grundstoff- und Investitionsgüterindustrie, Umwelttechnik, Handel, Bau, Nahrungsmittelindustrie, Luftfahrt, Bahntechnik, IT-Branche, den Bereich Informations-sicherheit mit Datensicherheit und Datenschutz, Logistik, Banken und Finanzdienstleister, Landwirtschaft, Tourismus bis hin zum Bildungssektor und der Gesundheitsbranche.

Heute: Von der Einzelprüfung zur Projektbegleitung

Oftmals führt TÜV Rheinland nicht nur einzelne Prüfungen durch, sondern begleitet für Unternehmen Projekte über einen längeren Zeitraum. Dies gilt beispielsweise für die Überwachung bei Infrastruktur- und Industrieprojekten. Sei es bei der Schaffung von Telekommunikations- oder Energieinfrastruktur, bei industriellen Anlagen und Kraftwerken, Bahnstrecken oder Häfen, Wohnsiedlungen, Autobahnen oder Krankenhäusern: In solchen Projekten arbeiten die Fachleute von TÜV Rheinland begleitend in den verschiedenen Prozessschritten mit und über Fachgebiete hinweg.

Weitere Beispiele für den Wandel in der Tätigkeit des TÜV Rheinland weg von einzelnen Prüfungen hin zur Mitarbeit in größeren Projekten sind die Arbeitsmedizin und die berufliche Qualifikation: In der Arbeitsmedizin geht der Trend inzwischen über die einzelne medizinische Untersuchung hinaus in Richtung der gesunden Gestaltung von Arbeitsplatz, Arbeitsabläufen und Arbeitsgestaltung (betriebliches Gesundheitsmanagement). Bei den Angeboten der Akademie, die in der beruflichen Aus- und Weiterbildung tätig ist, bietet TÜV Rheinland nicht nur die einzelne Fortbildungsmaßnahme für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, sondern begleitet auch die erforderliche Personalentwicklung eines Unternehmens umfassend.

Der Verein: TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V.

Der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V.wird überwiegend von Industrie- und Wirtschaftsunternehmen getragen. Der Verein ist alleiniger Aktionär der TÜV Rheinland AG, die das Prüfgeschäft des Konzerns führt. Mitglieder des Vereins, zu denen kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie Großunternehmen gehören, tragen ideell den Grundgedanken der Verbesserung technischer Sicherheit von Anlagen und Produkten durch eine unabhängige zusätzliche Kontrolle, wie sie die Prüfgesellschaften von TÜV Rheinland vornehmen.

Eine wichtige Rolle spielt der Verein aus Sicht der staatlichen Behörden insbesondere in der Kraftfahrzeug- und der Führerscheinprüfung, denn der Verein ist mit der Durchführung der Prüfungen vom Staat beliehen worden. Der Verein wiederum hat verschiedene Gesellschaften mit der Wahrnehmung dieser Aufgaben beauftragt.

Die Mitglieder des Vereins haben keinerlei Einfluss auf das tägliche Prüfgeschäft der TÜV Rheinland AG, sie haben keine finanziellen Beteiligungen oder Gewinnbeteiligungen oder andere unmittelbare finanzielle Vorteile durch ihre Mitgliedschaft.

Weltweites Netzwerk von Menschen, Standorten und Laboratorien

Weltweit TÜV Rheinland

Grundlage der breiten Kompetenz des TÜV Rheinland sind eine hohe Qualifikation und große Erfahrung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zu denen Ingenieure, Naturwissenschaftlicher oder Ärzte ebenso gehören wie Psychologen, Wirtschaftswissenschaftler, Geologen, Geisteswissenschaftler und Geographen. Durch sein breites Aufgaben- und Kompetenzspektrum ist TÜV Rheinland in vielen Bereichen auch bei der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien tätig, arbeitet selbst an der Entwicklung neuer Standards und Sicherheitsnormen mit und führt im Auftrag Dritter Forschungsvorhaben durch.

Zu den Unternehmenskunden von TÜV Rheinland zählen regional verankerte kleine und mittelständische Unternehmen ebenso wie weltweit tätige Konzerne. Entsprechend stark ist heute die internationale Ausrichtung bei TÜV Rheinland, um alle Unternehmen als Kunden global begleiten zu können. Weltweit geht das nur mit spezialisierten Expertennetzwerken, einheitlichen Prozessen, einem globalen Netz von Prüf- und Laborzentren sowie den nationalen und internationalen Anerkennungen für Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen. Die Labore des TÜV Rheinland verfügen ihrerseits über die unabhängige Anerkennung durch die staatlichen Aufsichtsbehörden nach der weltweit gültigen ISO 17025. Auch dieser Nachweis der korrekten Arbeitsweise eines Labors wird regelmäßig überwacht.

Vorteilhaft ist die internationale Präsenz von TÜV Rheinland mit einer Vielzahl von über 350 Akkreditierungen für Kunden auch bei der Produktprüfung im globalen Markt: TÜV Rheinland darf aufgrund der weltweiten Anerkennungen als Prüfdienstleiter arbeiten und kann damit die Kontrolle und Zertifizierung von Produkten aus einer Hand sicherstellen – und somit den Marktzugang in allen relevanten Hersteller- und Absatzmärkten.

Das Netzwerk von Prüflaboratorien des TÜV Rheinland umfasst unter anderem Labore zur Umweltanalytik und für Werkstofftechnik, für physikalische und chemische Produkt- und Komponentenprüfungen sowie für die Analyse von Lebensmitteln. Speziell für Fahrzeuguntersuchungen unterhält TÜV Rheinland fast 1.200 Prüfstationen in Chile, Deutschland, Frankreich, Lettland und Spanien sowie Testzentren für passive Sicherheit, Abgas- und Motorentechnik. Jährlich kontrolliert TÜV Rheinland die Sicherheit von 8,6 Millionen Fahrzeugen.

Deutschland ist für TÜV Rheinland der Heimatmarkt und bleibt auch künftig bedeutend für das Unternehmen. Aber im Gegensatz zu früher ist Deutschland heute „nur“ eine von insgesamt acht Regionen weltweit, in denen die Tätigkeit des TÜV Rheinland organisiert ist. Neben Deutschland sind diese Regionen Westeuropa, Osteuropa, China, Südamerika, Nordamerika, der asiatisch-pazifische Raum sowie Indien mit dem Nahen Osten und Afrika.

TÜV Rheinland Stiftung und Engagement im Global Compact der UN

Global Compact TÜV Rheinland

Um die nachhaltige Entwicklung von Sicherheit und Qualität weltweit zu fördern, unterstützt TÜV Rheinland seit 2006 den Global Compact der Vereinten Nationen. Die Initiative zur Gründung des Global Compact hat auf dem Weltwirtschaftsforum 1999 in Davos der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan ergriffen. Er forderte die Spitzenvertreter der führenden Wirtschaftsunternehmen auf, ein internationales Bündnis (Global Compact) einzugehen, um Grundsätze aus den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsstandards und Umweltschutz als Mindeststandards in ihren Unternehmen zu verankern und weltweit voranzutreiben. 2004 kam der Bereich Antikorruption dazu.

Ein wichtiger Baustein des Engagements der TÜV Rheinland Group im Global Compact ist neben der Arbeit im Lenkungskreis des deutschen Netzwerks die Verleihung des Internationalen TÜV Rheinland Global Compact Awards. Dieser wird seit 2008 von der TÜV Rheinland Stiftung vergeben, deren Stifter der TÜV Rheinland Berlin Brandenburg Pfalz e.V. ist. Der Internationale TÜV Rheinland Global Compact Award findet Unterstützung durch das Generalsekretariat der Vereinten Nationen. Der Preis ehrt herausragende Persönlichkeiten, die mit ihrer Arbeit die Ziele des Global Compact der Vereinten Nationen unterstützen. Zu den Preisträgern zählen unter anderem der ehemalige Bundesminister Dr. Volker Hauff und der Unternehmer Dr. Michael Otto.

Darüber hinaus verfolgt die TÜV Rheinland Stiftung eigene soziale Projekte mit dem Zweck, Aktivitäten auf dem Gebiet der Sicherheits- und Energietechnik, des Verkehrswesens und des Umweltschutzes zu fördern und die Entwicklungszusammenarbeit, Bildung und Ausbildung zu verbessern.

35.74 MB  

Internationaler TÜV Rheinland Global Compact Award für Dr. Michael Otto

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