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TÜV Rheinland Kunstsommer 2015

„Kunst trifft Nachhaltigkeit“

Ausstellung
22.05.2015 - 10.10.2015 Nürnberg

Urban Hüter, Christina Jüttner, Hannelore und Herbert Liedel, Günter Paule, Marlies Schabacker-Bock, Katja Wunderling sowie Studierende der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm sind zur Eröffnung anwesend.

Kunst ist ein Seismograph für gesellschaftliche Entwicklungen und thematisiert Fragen der Zeit.

Zum Schutz des Menschen und der Umwelt versteht unsere Gesellschaft unter dem Begriff Nachhaltigkeit die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz.

Die Kunst widmet sich dem Thema, indem sie sich mit der Umwelt und deren Erhaltung und nachhaltigen Entwicklung auseinandersetzt, aber auch mit der Entwicklung unserer Städte und unserer persönlichen Lebensumgebung. Kunst weist auf die Abfallprodukte unserer Gesellschaft hin und verschafft ihnen als Recyclingkunst eine neue, hohe Wertigkeit.

In die Kunst fließen Themen ein, wie zum Beispiel:

  • Erhalt unserer Umwelt, der Wälder, der Wasserressourcen und Meere
  • Abfallprodukte werden zu Recyclingkunst
  • Verwendung von natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen für Kunst

Allgemeine Informationen

Ausstellung
22. Mai bis 10 Oktober 2015

Öffnungszeiten (Eintritt frei):
Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr
Sonntag von 11 bis 15 Uhr

Künstlergespräche:

  • Donnerstag, 11. Juni 2015, 19 Uhr, Gespräch mit Christina Jüttner
  • Sonntag, 21. Juni 2015, 11 Uhr, Gespräch mit Urban Hüter
  • Donnerstag, 2. Juli 2ß015, 19 Uhr, Gespräch mit Marlies Schabacker-Bock
  • Donnerstag, 23. Juli 2015, 19 Uhr, Gespräch mit Studierenden der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm zum Projekt „Nürnberg Stadt der Zukunft“
  • Sonntag, 9. August 2015, 11 Uhr, Gespräch mit Hannelore und Herbert Liedel
  • Donnerstag, 20. August 2015, 19 Uhr, Gespräch mit Günter Paule
  • Sonntag, 30. August 2015, 11 Uhr Gespräch mit Katja Wunderling

Führungen
Sonntag, 30. Mai 2015, 11 Uhr
Donnerstag, 10. September 2015, 19 Uhr
Donnerstag, 10. September 2015, 19 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Statements zu den künstlerischen Arbeiten

Hannelore und Herbert Liedel: „Wir halten es in Zeiten anhaltender Umweltzerstörungen für dringend notwendig, mit Mitteln der Fotografie für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu kämpfen.“

Urban Hüter: „Kabelkanäle, Fußbodenheizungsrohre, Öltanks, Hohlraumdosen oder Trängematten, alles Dinge die in Etwas oder unter Etwas verschwinden, treten gepaart mit Mülleimern oder Barbie-booten aus ihrem verborgenen und verbinden sich zu einem neuen wesenhaften Objekt. Aus Alltagsgegenständen entwickeln sich neue Lebensformen. Inspiriert sind meine Objekte von Naturformen, Mikrobenkörpern und der Welt amorpher Organismen. Frühere Kulturen und Mythen spielen eine wichtige Rolle. Meine Arbeit symbolisiert die Verschmelzung von Glaube und Wissenschaft, von Natur und Technik, ebenso wie den Fortschritt. Sie bilden ein Gedächtnis der Welt.“

Christina Jüttner: „Meine Malerei schöpft Motive aus der Natur und stellt sie in neues Licht durch Isolation und extreme Vergrößerung, sowie ungewöhnliche Perspektiven und Lichtverhältnisse. Dadurch werden Phänomene sichtbar, die eigentlich geläufig, aber in dieser Form nicht erlebbar sind. Wasserspiegelungen bringen die überraschenden und faszinierenden Eigenschaften dieses Elements zum Ausdruck.“

Günter Paule: „Mein Thema ist es, die Urgewalt der Natur sichtbar zu machen.“

Katja Wunderling: „Seit langem ist die Künstlerin bekannt als Natur-Sammlerin, welche die auf ihren Wanderungen zusammengetragene Pflanzen-Fundstücke, wie zum Beispiel Samen der Wilden Waldrebe, Senfsaat oder Mistelzweige meisterhaft in die Strukturen ihrer Zeichnungen und Gemälde einwebt. Das menschengeschaffene Kunstwerk tritt neben die Natur - nicht als Gegensatz, sondern als neue Einheit.“ Günter Braunsberg

Marlies Schabacker-Bock: „TetraArt oder Milchtütenkunst - begrenzte Grenzenlosigkeit. Das Bemalen von Milchtüten ist für mich pure Lust am Spielen mit Formen und Farben. Die Herausforderung besteht darin, trotz form- und materialbedingt vorgegebenen enger Grenzen die Unendlichkeit kreativer Gestaltungsräume zu erfahren bzw. erfahrbar zu machen.“

Technische Hochschule Georg-Simon-Ohm „Stadt der Zukunft 2050“

In welcher Stadt sollen und wollen wir in Zukunft leben? Und wie stehen die Chancen für ressourcenschonendes und generationenübergreifendes Wohnen in einem urbanen und lebenswerten Umfeld? Studierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Georg-Simon-Ohm-Hochschule (OHM) haben gemeinsam in interdisziplinären Teams Konzepte für eine Stadt der Zukunft im Jahr 2050 erarbeitet. Das Besondere: Die Arbeiten fanden am realen Objekt statt.

Im April 2012 wurde der interdisziplinäre Studentenwettbewerb vom Verband beratender Ingenieure (VBI) ausgelobt. Studierende des Instituts für Geographie der FAU und der Fakultäten Sozialwissenschaften, Architektur, Bauingenieurwesen sowie Maschinenbau- und Versorgungstechnik des OHM entwarfen ein Konzept für die Nutzung des Geländes rund um den ehemaligen Nürnberger Südbahnhof, der größten zusammenhängenden und noch zu entwickelnden Fläche innerhalb der Nürnberger Stadtgrenzen.

Bei Diskussionen mit Anwohnern, Stadtplanungsämtern und Grundstückseignern über die Perspektiven des Geländes, als auch Exkursionen nach Kopenhagen und Malmo, Metropolen mit vorbildlichen Stadterweiterungsprojekten wurden prinzipielle Fragestellungen und Erkenntnisse zum Projektthema erörtert. Es entstanden hoch innovative und gut durchdachte Ideen zu einer Stadt der Zukunft in Nürnbergs Süden, so Professor Florian Fischer, der Leiter des Projektes, die folgende Themen berücksichtigten:

  • die gesamtgesellschaftliche Entwicklung
  • Konzeptionen einer „sozialen Stadt“
  • die Identität des Ortes oder
  • post-fossile Mobilität, also Mobilität, die ohne fossile Brennstoffe auskommt
  • eine nachhaltige Stadtplanung
  • autarke Energieversorgung,
  • energieeffizientes Bauen
  • Integration in das städtische und regionale Gefüge

Künstler und Links

Veranstaltungsort: TÜV Rheinland Group
Tillystraße 2
90431 Nürnberg
Veranstaltungsdaten: 22.05.2015 - 10.10.2015
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