Lufthoheit für Überflieger

Flugsicherheit - Lufthoheit für Überflieger

Der gefährlichste Teil der Flugreise? Die Anreise mit dem Auto zum Flughafen. Rein statistisch betrachtet, können sich Passagiere relativ sorgenfrei der Freiheit über den Wolken hingeben. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, wählt für die Anfahrt die Bahn.

Pro 100 Millionen Personenkilometer sterben in der Europäischen Union 0,7 Menschen bei Autounfällen. Das Risiko auf Fähren ist mit einem Wert von 0,25 bereits deutlich kleiner und den Ruf des sichersten Verkehrsmittels teilen sich das Flugzeug und die Bahn mit einem Anteil von 0,035. Bezogen auf die absolvierten Kilometer ist das Risiko eines Verkehrsunfalls somit 20 Mal höher, als bei einem Flugzeugunglück ums Leben zu kommen. In absoluten Zahlen zeigt sich der Unterschied noch weitaus deutlicher: Für das Jahr 2016 zählte der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft 325 Todesopfer in der zivilen Luftfahrt – weltweit.

Unfallrisiko sinkt

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass im gleichen Zeitraum 1,2 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt wurden. Während die Zahl der Flugpassagiere immer weiter ansteigt, sinkt parallel das Risiko eines Unfalls. Im vergangenen Jahr beförderten die Fluggesellschaften rund 3,7 Milliarden Passagiere und damit fast zwölf Mal mehr als im Jahr 1970. Dennoch lag damals die statistische Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfalls 50 Mal höher als heute. Aktuell sind die Lufträume in Europa und Nordamerika am sichersten, die meisten Unfälle ereignen sich in Afrika, Teilen Asiens und der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

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