Arbeitnehmer sind heute besser geschützt als früher

Arbeitsunfälle in Deutschland

Die Zahl der Arbeitsunfälle ist unter die Eine-Million-Marke gesunken. Damit setzt sich der positive Trend der vergangenen zwanzig Jahre weiter fort. Zu verdanken ist er vor allem den verschärften gesetzlichen Schutzbestimmungen und weniger gefährlichen Arbeitsplätzen. In der Industrie übernehmen heute zum Beispiel immer häufiger Roboter gefährliche Arbeiten wie Schweißen oder Zerspanen. Parallel dazu ist das Sicherheitsbewusstsein vieler Unternehmer gestiegen. Nicht zuletzt auch durch das Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG), dass jeden Arbeitgeber dazu verpflichtet, sich zur Sicherheit seiner Mitarbeiter von Fachleuten beraten zu lassen – entweder durch interne Spezialisten oder externe Dienstleister. Die Sicherheitsexperten besichtigen dann zum Beispiel Baustellen und Betriebe und beraten Unternehmen sowie Beschäftigte in allen Fragen rund um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Dass sich die Unfallzahlen zum Positiven entwickelt haben, liegt auch an der Prävention. Schon in den Klassen 8, 9 und 10 von Gesamt-, Haupt- und Realschulen gibt es eine Unterrichtseinheit mit dem Titel „Arbeitssicherheit: Berufskleidung und Persönliche Schutzausrüstung“. Auch Auszubildende werden in den Berufsschulen für die Themen Sicherheit und Gesundheit sensibilisiert. Außerdem setzen sich Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften präventiv für Arbeitssicherheit ein, indem sie unter anderem Seminare anbieten. Zur Aufgabe von Berufsgenossenschaften zählt zudem, die Ursachen für Arbeitsunfälle zu untersuchen.