Internationales Gas-Pipeline-Projekt „Nabucco“: TÜV Rheinland erhält Zuschlag für weitere Projektschritte

01-31-12Köln

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Der international tätige Prüfdienstleister TÜV Rheinland hat den Auftrag zur Auditierung von so genannten Engineering-, Procurement- and Construction-Kontraktoren (EPC-Kontraktoren für Planung, Beschaffung und Bau) erhalten, die sich für die Errichtung der rund 3.900 Kilometer langen „Nabucco“-Pipeline präqualifizieren wollen. Die neue Pipeline der Nabucco Gas Pipeline International GmbH verbindet Mitteleuropa mit den weltweit größten Gasreserven der Region am Kaspischen Meer sowie dem Mittleren Osten. Die Experten von TÜV Rheinland werden Nabucco im Rahmen des jetzigen Auftrags auch während der Erstellung der Präqualifikationsunterlagen beratend unterstützen.

Bereits 2010 konnte sich der TÜV Rheinland gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen und auditierte innerhalb kürzester Zeit weltweit verschiedene Zulieferer im Auftrag der Nabucco Gas Pipeline International. Für Nabucco ist die weltweite Präqualifizierung der EPC-Kontraktoren ein weiterer wichtiger Schritt in der Projektrealisierung. Insgesamt wird eine 3.900 Kilometer lange, 56-Zoll-Pipeline (Durchmesser 1.420 Millimeter) von den Ostgrenzen der Türkei über Bulgarien, Rumänien, Ungarn bis nach Österreich verlaufen. Über die internationale Gasdrehscheibe Baumgarten nahe Wien werden dann auch Kunden in Deutschland und Westeuropa Nabucco-Gas beziehen können. Die maximale Kapazität beträgt 31 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr. Für den Bau werden zwei Millionen Tonnen Stahl verarbeitet. Ende 2017 soll das erste Erdgas durch die neue Pipeline fließen. Nabucco wird durch die Eröffnung eines neuen Gaskorridors über die Türkei nach Südosteuropa und durch die Erschließung neuer Gasquellen wesentlich zur europäischen zur Versorgungssicherheit beitragen.

An der Trägergesellschaft des internationalen Projektes sind neben RWE auch die OMV Gas & Power GmbH, Botas AS, FGSZ, Transgaz S.A. und die Bulgarian Energy Holding EAD beteiligt. Bei der Auftragsvergabe konnte sich TÜV Rheinland gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Das Projekt stellt aufgrund seiner komplexen Technologie und des Umweltschutzes hohe Anforderungen an die Qualitätssicherung, für die TÜV Rheinland weiterhin die Verantwortung trägt.

Hartmut Müller-Gerbes
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