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Wohin mit den Altgeräten?

Ob MP3-Player, Computer, Staubsauger oder Kühlschrank – Elektrogeräte enthalten in der Regel umweltbelastende Schwermetalle. Deshalb gehören sie nicht in den Haus-Müll. Verbraucher können Altgeräte an öffentlichen Sammelstellen abliefern. Hersteller sind dafür verantwortlich, sich zu registrieren und eine ihrem Marktanteil entsprechende Anzahl an Geräten zurückzunehmen. Pro Jahr fallen dabei allein bei der Unterhaltungselektronik rund 400.000 Tonnen Müll an; Tendenz steigend, denn ein Vielfaches davon wird jährlich an neuen Geräten verkauft.


Kostenlose Rückgabe

Die gute Nachricht für Verbraucher: Für Elektroschrott müssen Konsumenten nichts zahlen. Die Kosten tragen die Gerätehersteller. Sie sind laut dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz dazu verpflichtet, alte Handys, Waschmaschinen und Co. bei den Sammelstellen abzuholen und fachgerecht zu entsorgen. Zudem sieht das Gesetz vor, dass ein möglichst hoher Anteil des Schrotts verwertet wird – je nach Gerätetyp können zwischen 50 und 80 Prozent wieder genutzt werden. Kunststoffe, Glas und vor allem Edelmetalle sind wertvolle Rohstoffe für die Neuproduktion. Guterhaltene Einzelbauteile werden aufgearbeitet und dienen als Second-Hand-Ersatzteile. So bietet etwa das von Recycling-Unternehmen neugegründete Elektroteile-Netzwerk (ETB) Verbrauchern über ein Online-Portal gebrauchte Ersatzteile für eine kostengünstige Reparatur an.

Giftige Lampen

Auch Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren müssen getrennt gesammelt werden. Denn sie enthalten Quecksilber. Wer die Altröhren dennoch im Hausmüll entsorgt, verstößt nicht nur gegen das Gesetz, sondern riskiert, dass hochgiftige Quecksilberdämpfe in die Umwelt gelangen.

Weniger Schadstoffe

Grundsätzlich dürfen Hersteller von Elektrogeräten seit Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes gesundheitsgefährdende Stoffe wie Cadmium, Blei oder sechswertiges Chrom nur noch in geringem Maß einsetzen. Doch auch diese geringen Mengen gehören nicht auf die Mülldeponie. Auf neuen Geräten findet sich deshalb das Symbol einer durchgestrichenen Abfalltonne auf Rädern. Das weist Verbraucher darauf hin, dass diese Geräte nicht in graue, gelbe oder Biotonnen gehören, sondern gesondert entsorgt werden müssen. Wer auf besonders umweltgerechte Elektrogeräte Wert legt, sollte auf Prüfzeichen wie den TÜV Rheinland-ECO-Kreis oder den Blauen Engel achten.