Weihnachtsbeleuchtung: Sicherheitshinweise und Installationstipps

Vorweihnachtszeit: Jetzt leuchten sie wieder, illuminieren Bäume, Vorgärten, Fenster und sogar ganze Häuserfassaden oder Straßenzüge. Lichterketten etwa in Gestalt von Rentieren, Nikoläusen oder Engeln strahlen fröhlich um die Wette.


Doch Vorsicht: Hinter den bunten Lämpchen lauern mitunter Gefahren. Immer wieder tauchen auf dem Markt zweifelhafte Produkte auf, die im Dauerbetrieb in Brand geraten oder wegen zu dünner Drähte und minimaler Isolierung lebensgefährliche Stromschläge verursachen können.

Auf GS-Zeichen achten

Wer auf Nummer sicher gehen will, achtet deshalb beim Kauf von Weihnachtsschmuck oder Christbaumbeleuchtung auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Das GS-Zeichen dokumentiert, dass elektrische Erzeugnisse von einem unabhängigen Prüfinstitut hinsichtlich verschiedener Sicherheitsaspekte gecheckt werden und die Fertigung einer regelmäßigen Überwachung unterliegt. Weitere Indizien für Qualität sind außerdem eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache und eine deutlich auf der Verpackung angebrachte Herstelleradresse.

CE-Zeichen ist kein Sicherheitsnachweis

Das freiwillige GS-Zeichen ist nicht mit der vorgeschriebenen CE-Kennzeichnung zu verwechseln. Mit dem CE-Zeichen bestätigen Hersteller oder Importeure lediglich, dass ihre Produkte im Rahmen der EU-Richtlinien die Mindest-Sicherheitsanforderungen erfüllen. Es ist kein Nachweis für unabhängige Prüfungen.

Lichterketten nur mit Trafo sicher

Vom Kauf von Lichterketten, die direkt an die Steckdose (230 Volt) angeschlossen werden, ist wegen der erhöhten Gefahr eines gefährlichen Stromschlages abzuraten. Besser sind Lichterketten mit Transformator, der die Stromspannung auf höchstens 50 Volt reduziert. Das schließt eine Gefährdung des Menschen nahezu aus, selbst wenn stromführende Teile wie die Lampenfassung berührt werden.

Innenbeleuchtung nicht draußen verwenden

Fensterschmuck oder elektrische Kerzen für den Innenbereich dürfen nicht draußen angebracht werden. Wer seinen Vorgarten oder Balkon festlich beleuchten will, sollte unbedingt Produkte verwenden, die das Kürzel IP 44 oder einen Wassertropfen im Dreieck auf Lichterkette und Trafo tragen. Das signalisiert den gefahrlosen Außenbetrieb. Dabei entsprechende, vor Spritzwasser geschützte Verlängerungskabel benutzen. Außerdem sinnvoll: die Installation eines Fehlerstrom-Schutzschalters (FI-Schalter), der bei Defekten die Stromzufuhr unterbricht.

Lichtschläuche nicht zuschneiden

Bastler sollten beleuchtete Kunststoffschläuche nicht auf das passende Maß zurechtschneiden. Ein Laie kann unmöglich beurteilen, ob die einzelnen Bauteile sicher sind. Mögliche Kurzschlüsse können Brände auslösen. Zudem entpuppen sich diese Lichtschläuche mitunter als wahre Energiefresser. Wie Untersuchungen ergaben, verbrauchen einige dieser Schläuche vom ersten Advent bis zum Dreikönigstag am 6. Januar so viel Strom wie ein Kühlschrank im ganzen Jahr – nämlich rund 130 Kilowattstunden. Empfehlenswerter aus Energiesparsicht sind dagegen Lichterketten mit Leuchtdioden (LED). Sie kommen im besten Falle mit einem Zehntel der Energie aus, die herkömmliche Glühlämpchen an Lichterketten benötigen.

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