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Unterwegs mit dem Auto: pannenfrei in die Ferien
Die Koffer sind verstaut, die Fahrräder festgezurrt: Jetzt kann der wohlverdiente Urlaub beginnen. Ärgerlich nur, wenn das Auto es gar nicht erst bis ans Ziel schafft, sondern schon vorher liegen bleibt. Im Folgenden ein paar Tipps, wie Sie Ihr Gefährt fit für die Ferien machen.
Sicher ankommen mit dem Auto
Oft führt die Urlaubsstrecke über unebene Straßen und Berge oder wird zeitweise durch Staus unterbrochen. Damit Ihnen nicht auch noch platte Reifen oder fehlende Scheibenwischerflüssigkeit einen Strich durch die Urlaubsrechnung macht, überprüfen Sie Ihren Wagen lieber vor der Abfahrt auf eventuelle Mängel.
- Ölwechsel: Gerade bei älteren Pkw sollte vor dem nächsten großen Trip ein Ölwechsel inklusive Filter auf dem Programm stehen. Denn auf langen Urlaubsstrecken spulen viele leicht mehrere tausend Kilometer ab und die Schmierfähigkeit alter Motorenöle lässt schnell nach. Im Extremfall kann das zu kapitalen Maschinenschäden führen.
- Reifenprofil: Zwar erlaubt der Gesetzgeber eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern, aber solch abgefahrene Reifen sind nicht mehr langstreckentauglich. Gerade auf nassen Straßen erhöht sich die Aquaplaning-Gefahr rapide. Mit weniger als drei Millimetern sollte daher niemand in den Urlaub starten. Laufflächen und Flanken zudem gründlich auf Beulen, Scheuerstellen oder Risse checken. Defekte Pneus unbedingt austauschen, ansonsten drohen lebensgefährliche Reifenplatzer während der Fahrt.
- Luftdruck: Ist der Luftdruck zu niedrig, können Reifen heißlaufen und schlagartig Luft verlieren. Die Folge: Das schwer beladene Fahrzeug bricht aus. Das geschieht vor allem dann, wenn der Luftdruck auf dem Vorderreifen plötzlich nachlässt. Deshalb den Reifendruck unbedingt vor Reiseantritt bei kalten Reifen kontrollieren und dabei die vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Werte einhalten. Diese stehen entweder in der Betriebsanleitung, finden sich an der Tankklappe oder an den vorderen Türholmen. Übrigens: Schon ein um 0,4 bar zu geringer Luftdruck verkürzt nicht nur die Lebensdauer der Pneus um 25 Prozent, sondern erhöht gleichzeitig den Spritverbrauch um zwei Prozent.
- Reserverad: Bei der Luftdruckkontrolle das Reserverad nicht vergessen. Für Noträder gelten besondere Bestimmungen, die ebenfalls in der Betriebsanleitung stehen.
- Batterie: Ladezustand der Autobatterie überprüfen und die Batterie, wenn nötig, aufladen. Außerdem sollte sie sachgemäß installiert und befestigt sein.
- Beleuchtung: Vor der Abfahrt unbedingt kontrollieren, ob Lampen, Blinker und Bremslichter einwandfrei funktionieren. Achtung: Ist das Auto stark beladen, müssen meist die Scheinwerfereinstellungen angepasst werden.
- Scheiben: Für freie Sicht auf der Urlaubsfahrt am besten vorher gut die Scheiben reinigen und sich vergewissern, dass der Wischer einwandfrei funktioniert. Eventuell auch die Scheibenwischerflüssigkeit auffüllen.
- Kopfstütze: Beim Einstellen darauf achten, dass die Oberkante bis zum Scheitel reicht. Zu niedrig positionierte Stützen – etwa in Ohrhöhe – bieten bei einem Crash keinen wirklichen Schutz und können Halswirbelverletzungen noch verstärken.
- Expertenprüfung: Gerade bei vollbepackten Wagen leisten Dämpfer und Stopper Schwerstarbeit. Deshalb vor der Reise die Stoßdämpfer, Bremsbeläge und Bremsflüssigkeit von einem Experten entweder in einer TÜV Rheinland-Prüfstelle (Prüfstellensuche) oder in der Fachwerkstatt checken lassen. Der Fachmann kann dort auch gleich die Keilriemen und das Kühlsystem überprüfen sowie einen Blick auf Lenkung und Radlager werfen.
- Auf Nummer sicher gehen: Vor dem Packen auch daran denken, das Warndreieck und den zugelassenen Verbandskasten so zu deponieren, dass sie im Notfall gut erreichbar sind. Achtung: In vielen europäischen Ländern ist mittlerweile das Tragen einer Warnweste bei Pannen vorgeschrieben. Wer sie nicht bei sich führt, muss beispielsweise in Italien mindestens 36 Euro Strafe zahlen.
- Weitere Pannenhelfer im Notfall: Ersatzglühbirnen und ‑sicherungen, Überbrückungskabel, Reservekanister und ein Abschleppseil.
