TÜV Rheinland Methode zur Bewertung des Gefahrenpotentials von Anlagen

Allgemeines

Es handelt sich um eine Methode, die die Anforderungen der TRGS 300 erfüllt. Im Unterschied zu anderen Methoden (Methodenübersicht) wie z.B. der Hoechst-Gefahrenanalyse, eignet sie sich besonders für Anlagen mit rein physikalischen Umwandlungen und Lagereinrichtungen.

Information zur Programmentwicklung
Das Programm wurde im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Dortmund, im Rahmen eines Forschungsvorhabens Projekt F 1471 von 1994-1996 entwickelt.

Ziel des Programms
Mit diesem Programm soll den Aufsichtsbehörden und den Betreibern von Anlagen und Lagereinrichtungen, in denen gefährliche Stoffe gehandhabt werden, ein Instrument an die Hand gegeben werden, mit dem das Gefahrenpotential für Beschäftigte in Abhängigkeit von den gehandhabten Stoffen, den technischen Einrichtungen und den organisatorischen Maßnahmen ermittelt werden kann. Wegen der häufig gegebenen Kopplung von Arbeitsschutz- und Umweltschutzaspekten deckt die Gefahrenpotentialermittlung auch einige Aspekte des Umweltschutzes mit ab. Diese werden getrennt von der Bewertung des Arbeitsschutzes dargestellt.
Die in dem Programm umgesetzte Methode ist geeignet, in überschaubarem Zeitraum und mit begrenztem Aufwand eine Vielzahl von Einrichtungen zu erfassen, zu bewerten und Prioritäten für weitere Maßnahmen zu setzen. Für prioritär zu betrachtende Einrichtungen werden Handlungsschwerpunkte erkennbar. Dies kann auch bedeuten, dass detailliertere Untersuchungen, z.B. Systemanalysen, gefordert werden müssen.

Handhabung der Methode
Dateneingabe
Die Dateneingabe erfolgt in mehreren Schritten. (Beispielhafte Bilder) Es werden die gehandhabten Gefahrstoffe und die zu bewertende Sicherheitstechnik programmgeführt abgefragt. Dabei wird zwischen der Stoffauswahl, dem anzuwendenden Fragenkatalog und der Handhabung der Stoffe unterschieden.

Datenkontrolle

Die Datenkontrolle erfolgt z.B. über den Stoffcode und/oder die S-Sätze.

Bewertung eines "neuen" Stoffes

Für die Eingabe bzw. Bewertung eines in dem Programm nicht enthaltenen Stoffes werden sieben Kriterien angezogen, von denen drei (Brand, Explosion, Umweltgefährdung) beispielhaft nachfolgend aufgeführt sind.

Auswertung

Die Programmauswertung liefert im Wesentlichen Aussagen zum Beantwortungsgrad relevanter Fragen, zum Gefahrenpotential der Stoffe Z(S), zur Technik Z(T) und zum Gefahrenpotential der Anlage Z(S+T).


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ROGA - Gefahrenanalyse

Risikoorientierte
Gefahrenanalyse (pdf, 136 KB)

Quellenhinweis:
ROGA-Artikel Teil 1: TÜ Bd. 47 (2006) Nr. 10, S. 39-44
ROGA-Artikel Teil 2: TÜ Bd. 47 (2006) Nr. 11/12, S. 27-32
www.technische-ueberwachung.de

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