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Sicher unterwegs im Herbst – Licht, Reifen und Fahrweise

Stromfresser sinnvoll einsetzen

Darauf sollten Autofahrer im Herbst achten: schlechte Sicht durch Nebel oder Nieselregen, Wildwechsel in der Dämmerung oder nasses Laub auf den Fahrbahnen. Dabei gilt: Verkehrssicherheit hat eindeutig Priorität, auch wenn es mitunter zulasten des Kraftstoffverbrauchs geht. Energieintensive Stromverbraucher trotzdem sinnvoll einsetzen – die Heckscheibenheizung also ausschalten, wenn die Sicht wieder stimmt.


Lichttest

Defekte Beleuchtungen stehen bei den Hauptuntersuchungen auf der Mängelliste ganz oben. Deshalb bietet TÜV Rheinland zum Herbstbeginn erneut kostenlose Lichttests in allen Servicestationen an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Nebel

  • Sichtweite:
    Liegt die Sichtweite unter 50 Metern, erlaubt der Gesetzgeber maximal Tempo 50 – auch auf Autobahnen. Die Leitpfosten am Straßenrand bieten hier Hilfestellung. Sie stehen immer im Abstand von 50 Metern.
  • Abstand:
    Nie an den Rücklichtern des Vorausfahrenden orientieren. Das verleitet dazu, den Abstand in „dicker Suppe“ zu verkürzen und provoziert Auffahrunfälle.
  • Beleuchtung:
    Immer das Abblendlicht einschalten und stets bremsbereit sein. Die Nebelschlussleuchte darf nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden – nur bei Nebel und nicht bei Regen oder Schnee. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von 15 Euro. Das gilt jedoch nicht für Nebelscheinwerfer. Sie dürfen auch bei Regen oder Schneefall aktiviert werden.
  • Scheiben:
    Regelmäßiges Betätigen der Scheibenwischer entfernt Wassertropfen, die sich im Nebel auf der Windschutzscheibe bilden. Reinigungsmittel im Wischwasser verhindern Schlierenbildung. Die Frontscheibe auch von innen gründlich reinigen, denn Ablagerungen erhöhen die Blendwirkung.

Durchblick

Wenn es draußen viel regnet, steigt auch im Fahrzeug die Luftfeuchtigkeit, und die Scheiben beschlagen. Deshalb Klimaanlage einschalten und dabei die Düsen auf die Windschutzscheibe richten. Sie entzieht der Luft die Feuchtigkeit, erspart so lästiges Wischen, verhindert Verschmieren und leistet daher einen Beitrag für die Verkehrssicherheit. Sind die Scheiben wieder frei, kann die Anlage vorübergehend ausgeschaltet werden.

Wildunfälle

Die Versicherer registrieren jährlich mehr als 230.000 Wildunfälle – vor allem im Herbst. Besondere Gefahr droht im Morgengrauen und in der Abenddämmerung, wenn die Tiere besonders aktiv sind.

  • Gefahrenstellen:
    Wildwechsel-Schilder weisen auf neuralgische Straßenabschnitte hin. Hier gilt: Geschwindigkeit drosseln. Taucht ein Tier am Fahrbahnrand auf, vorsichtig bremsen, abblenden und hupen. Fernlicht blendet das Wild. Die Folge: Die Tiere bleiben wie angewurzelt stehen.
  • Sofortmaßnahmen:
    Nach einer Kollision die Gefahrenstelle sichern und sofort Polizei oder Forstdienststelle informieren. Denn nur mit einer Bestätigung der Behörde ersetzen die Versicherungen den Schaden.

Rutschgefahr

Nasses Laub, Fallobst oder feuchter Ackerschmutz erhöhen die Rutschgefahr drastisch. Sie entwickeln eine ähnliche Wirkung wie Glatteis. Daher vor allem auf Alleen oder in ländlichen Gegenden, wo Feldwege auf die Straßen münden, den Fuß vom Gas nehmen, vorausschauend fahren und – wenn nötig – sanft bremsen.

Reifen

Bei abgefahrenen Reifen tritt der gefürchtete Aquaplaning-Effekt (Wasserglätte) erheblich früher ein. Der Gesetzgeber schreibt zwar lediglich eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Auf Nummer sicher geht, wer Sommerreifen ab zwei und Winterreifen ab vier Millimetern Restprofiltiefe ersetzt.