Darauf sollten Autofahrer im Herbst achten: schlechte Sicht durch Nebel oder Nieselregen, Wildwechsel in der Dämmerung oder nasses Laub auf den Fahrbahnen. Dabei gilt: Verkehrssicherheit hat eindeutig Priorität, auch wenn es mitunter zulasten des Kraftstoffverbrauchs geht. Energieintensive Stromverbraucher trotzdem sinnvoll einsetzen – die Heckscheibenheizung also ausschalten, wenn die Sicht wieder stimmt.
Defekte Beleuchtungen stehen bei den Hauptuntersuchungen auf der Mängelliste ganz oben. Deshalb bietet TÜV Rheinland zum Herbstbeginn erneut kostenlose Lichttests in allen Servicestationen an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wenn es draußen viel regnet, steigt auch im Fahrzeug die Luftfeuchtigkeit, und die Scheiben beschlagen. Deshalb Klimaanlage einschalten und dabei die Düsen auf die Windschutzscheibe richten. Sie entzieht der Luft die Feuchtigkeit, erspart so lästiges Wischen, verhindert Verschmieren und leistet daher einen Beitrag für die Verkehrssicherheit. Sind die Scheiben wieder frei, kann die Anlage vorübergehend ausgeschaltet werden.
Die Versicherer registrieren jährlich mehr als 230.000 Wildunfälle – vor allem im Herbst. Besondere Gefahr droht im Morgengrauen und in der Abenddämmerung, wenn die Tiere besonders aktiv sind.
Nasses Laub, Fallobst oder feuchter Ackerschmutz erhöhen die Rutschgefahr drastisch. Sie entwickeln eine ähnliche Wirkung wie Glatteis. Daher vor allem auf Alleen oder in ländlichen Gegenden, wo Feldwege auf die Straßen münden, den Fuß vom Gas nehmen, vorausschauend fahren und – wenn nötig – sanft bremsen.
Bei abgefahrenen Reifen tritt der gefürchtete Aquaplaning-Effekt (Wasserglätte) erheblich früher ein. Der Gesetzgeber schreibt zwar lediglich eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern vor. Auf Nummer sicher geht, wer Sommerreifen ab zwei und Winterreifen ab vier Millimetern Restprofiltiefe ersetzt.