Deutschland
Suche und link zur erweiterten Suche

Schutz vor Einbrechern: Maßnahmen für ein sicheres Zuhause.

Alle zwei bis drei Minuten wird in Deutschland ein Wohnungs- oder Hauseinbruch verübt. Grund genug für Verbraucher, ihre vier Wände gründlich gegen ungebetenen Besuch abzusichern. TÜV Rheinland erklärt, wie sie Einbrechern das Leben schwermachen.


Fenster

  • Die meisten Einbrecher dringen durch die Fenster ein. Deswegen sollten vor allem die leicht erreichbaren Fenster mit abschließbaren Fenstergriffen und -riegeln ausgestattet sein. Sind die Fenster nicht zu alt, ist in der Regel eine Nachrüstung möglich.
  • Noch besseren Schutz versprechen stabile Fenstergitter, etwa aus Stahl oder Gusseisen. Kellerfenster und Lichtschächte sollten zudem durch massive, engmaschige Gitterroste gesichert werden, die fest im Boden verankert sind und somit nicht aufgehebelt werden können.
  • Fenster bei Abwesenheit grundsätzlich schließen. Selbst für den kurzen Einkauf um die Ecke die Fenster nicht auf Kipp stehen lassen.
  • Leitern, Gartenmöbel oder Mülleimer, die Einbrechern als Einstiegshilfen dienen können, in abschließbaren Räumen lagern oder mit Ketten sichern. Auch dichte Bepflanzung an der Hauswand vermeiden, da sie Einbrechern ebenfalls die „Arbeit“ erleichtert.

Rolläden

  • Guten Schutz gegen Eindringlinge bieten einbruchshemmende Rollläden mit massiven Lamellen aus Metall, die in fest verankerten seitlichen Führungsschienen verlaufen.
  • Zusätzlich sollten Rollläden über Riegel- und Klemmkonstruktionen verfügen, die das Hochschieben verhindern.
  • Darauf achten, dass der Rollladenkasten außen keine Schrauben aufweist.
  • Rollläden aus Kunststoff sind lediglich als Licht- und Sichtschutz geeignet. Die Einbruchsicherheit erhöhen sie nicht.
  • Rollläden tagsüber grundsätzlich hochziehen. Ganztägig heruntergelassene Rollläden signalisieren Einbrechern Abwesenheit.

Türen und Schlösser

  • Bei Abwesenheit Türen grundsätzlich abschließen, nicht zuziehen.
  • Zusätzliche Sicherheit bieten Panzerriegel, Ketten oder Tür-Zusatzschlösser. Diese lassen sich meist ohne großen Aufwand nachrüsten.
  • Bei Türen mit Glaselementen gilt: Den Schlüssel niemals von innen stecken lassen.
  • Beim Schloss darauf achten, dass der Schließzylinder nicht übersteht und abgeschlagen werden kann. Außerdem sollte der Zylinder nur von innen verschraubt sein und einem Bohrer standhalten.
  • Wichtig ist außerdem ein stabiles Schließblech – viele halten noch nicht einmal einem kräftigen Tritt stand. Sichere Bleche sind mindestens 15 Zentimeter tief im Mauerwerk verankert.
  • Einbrecher stehen nicht gerne im Rampenlicht. Helles Licht im Eingangsbereich, das durch einen Bewegungsmelder aktiviert wird, schreckt Übeltäter ab.
  • Den Haustürschlüssel weder unter der Fußmatte noch unter einen Blumentopf am Eingang verstecken – professionelle Einbrecher kennen alle gängigen Verstecke.
  • Ist ein Schlüssel abhanden gekommen, Schlösser austauschen.

Alarmanlagen

  • Alarmanlagen entfalten die gewünschte abschreckende Wirkung, wenn sie von außen gut sichtbar sind. Bewährt haben sich Blink-, Blitz- oder Drehlichter, die hoch oben am Haus angebracht sind.
  • Vor dem Kauf mit Hilfe eines Fachberaters die für das Gebäude geeignete Überwachungsart auswählen: Bei der Außenüberwachung werden alle Türen und Fenster per Bewegungsmelder überwacht. Bei der Fallenüberwachung werden im Gebäude alle Bereiche überwacht, die ein Täter mit großer Wahrscheinlichkeit betreten wird. Gegebenenfalls empfiehlt sich eine Kombination verschiedener Überwachungsarten.
  • Beim Kauf einer Anlage darauf achten, dass diese von einer nach der EU-Norm DIN EN 45011 zertifizierten Prüfungsstelle gecheckt worden ist.
  • Sicherstellen, dass alle Hausbewohner die Anlage problemlos bedienen können.
  • Für den Fall eines Stromausfalls, sollten Alarmanlagen über ein Notstromaggregat (Akku) verfügen.
  • Die Anlage einmal im Jahr von einem Experten warten lassen.

Sicherheit bei längerer Abwesenheit

  • Bei längeren Urlaubsreisen die Nachbarn bitten, die Jalousien morgens zu öffnen und abends wieder zu schließen. So macht das Haus einen bewohnten Eindruck.
  • Zeitungen für die Zeit der Abwesenheit abbestellen oder von den Nachbarn aus dem Briefkasten nehmen lassen. Überquellende Briefkästen signalisieren Verbrechern deutlich, dass ein Gebäude verlassen ist.
  • Den Anrufbeantworter vor dem Urlaub ausschalten – so können sich Diebe nie sicher sein, dass Sie tatsächlich verreist sind.
  • Die Beleuchtung mit Zeitschaltuhren ausstatten, die das Licht zu bestimmten Uhrzeiten automatisch einschalten. Bessere Systeme schalten die Lichter nach dem Zufallsprinzip an. Das verstärkt den Eindruck eines bewohnten Hauses.