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Schadstoffarm renovieren

Renovieren verschönert die Wohnung und bringt frischen Wind in die eigenen vier Wände. Allerdings sind viele Wandfarben, Lacke oder Raufastertapeten schadstoffbelastet und sondern Dämpfe ab, die Kopfschmerzen und Atembeschwerden verursachen sowie langfristig sogar krebserregend sein können. Deshalb sollten beim Renovieren unbedingt schadstoffarme Materialien verwendet werden.


Baustoffliste von TÜV Rheinland konsultieren

Orientieren können sich Heimwerker und Profis an der Baustoffliste von TÜV Rheinland. Bei den in dieser Liste aufgeführten Farben, Lacken, Putzen, Tapetenklebern und Dämmstoffen liegen die gemessenen Schadstoffwerte deutlich unter den Grenzwerten von TÜV Rheinland für schadstoffarme Produkte. Einen Auszug aus der Baustoffliste gibt es kostenfrei unter folgendem Link. Die gesamte Liste in einfachster Ausführung als PDF-Dokument kostet ca. 40 Euro und kann unter der Rufnummer 0221-806-1578 bestellt werden.

Auf „Blauen Engel“ und TÜV Rheinland-Prüfzeichen achten

Zusätzlich sollten Verbraucher beim Kauf von Baumaterialien auf den „Blauen Engel“ achten. Dieses Umweltlabel vergibt der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) regelmäßig an Produkte, die besonders umwelt- und gesundheitsverträglich sind. So dürfen etwa Tapeten oder Wandfarben keine krebserregenden Schwermetalle wie Blei enthalten. Bei Wandfarben ist zudem der Anteil von Weichmachern auf ein Gramm pro Liter begrenzt. Besonders schadstoffarme Produkte sind zudem mit dem TOXPROOF-Zertifikat von TÜV Rheinland gekennzeichnet.

Naturfarben ohne künstliche Zusatzstoffe

Eine sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Wandfarben sind Naturfarben, die aus Bienenwachs, Ölen und Farbpigmenten hergestellt werden. Schädliche Zusatzstoffe wie Lösungsmittel oder Weichmacher sind hier in aller Regel nicht enthalten. Jedoch sollten Verbraucher auch bei Naturfarben auf die Inhaltsstoffe achten. So sollten Naturfarben beispielsweise keine Terpene enthalten, da diese Allergien auslösen können.

Schlafzimmer regelmäßig lüften

Im Schlaf- und Kinderzimmer gilt es besonders, auf eine niedrige Schadstoffkonzentration zu achten, denn in diesen Räumen halten sich die Bewohner im Laufe eines Tages am längsten auf. Deshalb: Mindestens drei bis vier Mal täglich für jeweils zehn Minuten Stoßlüften. Das sorgt für ein gutes Raumklima und hilft, die Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent zu halten. Das beugt zusätzlich Schimmelpilzen vor.