Saisongemüse – gesund und lecker
Frisches Gemüse aus heimischer Produktion hat viele Vorteile. Die Wichtigsten: Es schmeckt besser und hat mehr Vitamine als importiertes Gemüse. Zudem entlasten die kurzen Transportwege die Umwelt. Erfahren Sie hier, wann welches regionale Gemüse Saison hat und wie sie es aufbewahren und zubereiten.
Warum Saisongemüse?
Je länger Gemüse transportiert und gelagert wird, desto geringer sind die Nährstoffe später auf dem Teller. Deswegen gilt: Kaufen Sie so wenig importiertes Gemüse wie möglich, greifen Sie stattdessen zu frischem Saisongemüse aus der Region. Je kürzer Transportweg und Lagerung, desto höher der Gehalt an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Und die sind für das menschliche Wohlbefinden extrem wichtig. Aus Karotten etwa gewinnt der Körper beispielsweise Vitamin A, das unter anderem gegen vorzeitige Hautalterung wirkt.
Welche Gemüsesorten haben im Frühling Saison?
Verschiedene Gemüsesorten, die im Herbst gesät wurden, werden im Frühjahr geerntet und frisch auf dem Markt angeboten. Dazu gehören unter anderem …
- Blattspinat: Dieses sehr schmackhafte Gemüse ist nicht nur eines der ersten Frühgemüse im Jahr, sondern auch eines der mineralstoffreichsten überhaupt. Mit seinen hohen Anteilen an Kalium, Magnesium, Zink, Mangan und Eisen sowie Vitamin B6, Folsäure, Vitamin C und Provitamin A macht er den Körper fit für den Frühling. Wichtig: Spinat direkt nach dem Kochen verzehren und nicht wieder aufwärmen. Der Grund: Nach dem Erkalten wird das ungefährliche, im Spinat enthaltene Nitrat in gesundheitsschädliches Nitrit umgewandelt.
- Champignons: Champignons sind reich an Eiweiß, B-Vitaminen und Mineralstoffen (vor allem Kalium) und dabei sehr kalorienarm. Eine 100-Gramm-Portion hat nur 15 Kalorien. Zu beachten: Von wilden Champignons sollte man nicht zu viel essen, da sie häufig gesundheitsschädliche Schwermetalle wie etwa Cadmium enthalten.
- Kohlrabi: Kohlrabi schmeckt angenehm süßlich, seine Konsistenz ist fest und saftig. Der hohe Ballaststoffgehalt trägt zu einer geregelten Verdauung bei. Inhaltsstoffe wie Selen, B-Vitamine, Folsäure, Vitamin C, Phosphor, Kalium, Eisen und Kupfer machen die kalorienarme Knolle (24 kcal/100 g) zu einem wertvollen Nährstofflieferanten. Bemerkenswert: Die Blätter der gesunden Knolle sind sogar noch reicher an Nährstoffen. Sie enthalten zusätzlich Carotinoide, aus denen der Körper Vitamin A gewinnt. Klein gehackt kann man sie als Würze zu Salaten geben, unter das Gemüse mischen oder mit der Kochbrühe der Knolle als Suppe zubereiten.
- Lauch: Ob als leckere Salatzutat oder Suppeneinlage – der auch als Porree bekannte Lauch gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten. Er liefert beträchtliche Mengen an Vitamin C und E sowie verschiedene B-Vitamine. Darüber hinaus versorgt er den Körper mit Kalium und Calcium. Mit 24 Kalorien pro 100 g gehört er zu den „schlanken“ Gemüsesorten.
- Radieschen: Klein, rot und rund kommt dieses leicht scharf schmeckende Knollengemüse daher. Es liefert neben Vitamin C auch Kalium und Eisen. Radieschen werden ausschließlich roh gegessen, in Salaten, in Scheiben geschnitten auf dem Butterbrot oder als Snack zwischendurch.
- Rettich: Ob in Weiß oder Rot, Rettich genießt man am besten frisch und roh zum Salat oder als Brotbelag. Straffe, glatte Außenhaut, festes Fleisch und frisches Laub sind die wichtigsten Qualitätsmerkmale. Mit 322 mg pro 100 Gramm ist Rettich ein hervorragender Lieferant von Kalium, das unter anderem für einen ausgeglichenen Wasser- und Elektrolythaushalt sorgt.
- Spargel: Lecker und gesund, reich an wertvollen Nährstoffen darf er im Frühling auf keinem Speiseplan fehlen. Weißer Spargel dominiert den Anbau und die Speisekarten der Restaurants. Der Grund: Er ist in seinem Aroma feiner als grüner Spargel. Gesund und kalorienarm sind sie allerdings beide.
- Radicchio: Radicchio ist eng mit dem Chicorée und dem Endiviensalat verwandt. Die dunkel- bis violettrote Farbe und der angenehme Bittergeschmack machen diesen dekorativen Salat zu einem echten Erlebnis. Der Salat eignet sich vor allem zum Mischen mit anderen Salaten und Gemüsesorten.
Augen auf beim Gemüsekauf!
Beim Einkauf kommt es vor allem auf die Frische des Gemüses an. Bei braunen Stellen oder welken Blättern heißt es: Finger weg! Denn das deutet auf zu lange oder zu warme Lagerung hin, und das verdirbt nicht nur den Geschmack, sondern auch den Vitamingehalt. Das Grün an Karotten oder Kohlrabi ist ein guter Indikator für den Frischegrad des Gemüses, ähnlich wie die Schnittstellen an den Stielen. Gemüse mit vertrockneten oder gar angefaulten Schnittstellen hat zu lange gelagert.
Die richtige Aufbewahrung
Grundsätzlich gilt: Je länger die Lagerzeit, desto mehr Vitamine und Nährstoffe verliert das Gemüse. Deshalb: frisches Gemüse so schnell wie möglich zubereiten. Faustregel: Gemüse hält sich etwa zwei bis drei Tage ohne Vitamin- und Nährstoffverlust.
Wichtig dabei: Gemüse grundsätzlich getrennt von anderen Lebensmitteln im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Dort sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit optimal. Zu kalt gelagertes Gemüse wird schnell glasig und verliert an Geschmack. Liegt es zu warm, trocknet es aus und schmeckt zäh.
Die schonende Zubereitung
Wichtig ist eine behutsame Zubereitung. Denn zu langes Kochen in viel Wasser löst die wertvollen Inhaltsstoffe aus dem Gemüse heraus. Vitamine und Mineralstoffe landen später mit dem Wasser im Ausguss. Die beste Art, Gemüse zu kochen, ist daher das Garen in Wasserdampf mit Hilfe eines Siebeinsatzes. Hier bleiben die gesunden Inhaltsstoffe zum größten Teil erhalten und das Gemüse behält seine bissfeste Konsistenz. Wer keinen Siebeinsatz besitzt und die Anschaffung scheut, kann Gemüse auch in wenig Wasser (etwa 1 cm Wasser im Topf) andünsten. Dabei darauf achten, dass der Topfdeckel immer geschlossen bleibt, damit sich die wertvollen Inhaltsstoffe nicht mit dem Wasserdampf verflüchtigen.