Pools und Planschbecken: sicher ins kühle Nass

Groß oder klein, tief oder flach, aufgestellt oder in den Boden eingelassen: Heute gibt es für jeden Swimmingpool-Liebhaber das passende Modell. Durch die große Auswahl sind auch die Preise erschwinglich geworden. Die Zeiten, in denen ein eigenes Schwimmbecken im Garten purer Luxus war, sind endgültig vorbei. Erfahren Sie mehr über die unterschiedlichen Varianten.


Planschbecken

Ein Planschbecken gehört für viele zur Kindheit dazu wie das Dreirad oder das erste Fahrrad. Es besitzt meistens eine Wassertiefe um die dreißig Zentimeter, ist häufig rund und oft leuchtend bunt. Allerdings sind die Mini-Pools nicht ganz ungefährlich: Beim Toben können kleine Kinder leicht ausrutschen, ins Wasser fallen – und schlimmstenfalls sogar ertrinken. Deshalb gilt: die Sprösslinge beim Badespaß grundsätzlich beobachten. Außerdem sollte das Planschbecken auf ebenem und weichem Boden stehen. Am besten vor dem Aufstellen alle großen und spitzen Steine im Umkreis sorgsam entfernen. Aus hygienischen Gründen sollte das Wasser alle zwei bis drei Tage gewechselt werden. Spülen Sie das Becken dabei von innen gründlich aus. Bei hochsommerlichen Temperaturen und vielen badefreudigen Besuchern empfiehlt sich sogar der tägliche Austausch.

Aufstellbecken

Aufstellbecken liegen im Trend. Je nach Durchmesser und Höhe bieten sie Badespaß für die ganze Familie. In der Regel werden sie einfach auf den Boden gestellt und mit Wasser befüllt. Es gibt Modelle mit einer festen Kunststoffwand, die auf- und abbaubar ist, und Varianten mit einem aufblasbaren Ring. Diese stellen sich alleine durch das Befüllen mit Wasser auf. Je nach Höhe der Außenwände und der Füllmenge gehören eine Leiter und eine Filterpumpe dazu. Empfehlenswert ist zudem eine Abdeckplane: Sie schützt vor Laub, Insekten und Schmutz. Damit sich keine Krankheitskeime einnisten, sollte auch hier das Wasser regelmäßig gewechselt werden. Bei einem größeren Volumen ist möglicherweise zusätzlich die Beigabe von Chlor notwendig. Achten Sie auf die Anweisungen des Herstellers.

Schwimmbäder

Ein eigenes Schwimmbad im Garten ist fast wie ein Badeurlaub daheim. Da es mehrere Jahre halten soll, ist vor Baubeginn eine gründliche Planung wichtig. Beachten Sie vor allem die Lage:

  • Ideal ist eine maximale Sonneneinstrahlung. Denn je stärker die Sonne das Wasser aufwärmt, desto weniger muss man heizen.
  • An einem windgeschützten Platz hält das Wasser die Wärme länger.
  • Wahren Sie einen möglichst großen Abstand zu Bäumen, Sträuchern und Hecken.
  • Planen Sie Rasenflächen, Sandwege und Blumenbeete nicht unmittelbar bis zum Beckenrand ein. Besser ist eine Umrandung aus beispielsweise rutschfesten Steinplatten.
  • Legen Sie das Becken in der Nähe des Hauses an, damit der Zugang zu Wasser oder Strom nicht zu weit entfernt liegt.

Die nächste Entscheidung ist, ob Sie das Schwimmbecken auf der Erde aufstellen oder im Boden versenken. Aufstellbecken sind in der Anschaffung häufig günstiger, doch im Unterhalt meistens teurer, weil sie schlechter die Wärme halten.

Abdeckung

Ob ebenerdig oder eingegraben: Ein unbedingtes Muss ist eine stabile und leicht zu bedienende Abdeckung. Sie schützt das Becken nachts und an kühlen Tagen. Zudem verringert sie den Energieverlust. Als Faustregel gilt: Eine undurchsichtige Abdeckung senkt den Heizwärmeverbrauch um rund 50 Prozent, eine lichtdurchlässige sogar um 70 Prozent, da das Badewasser durch die Abdeckung hindurch Sonnenwärme aufnimmt. Wenn die Sonnenkraft nicht ausreicht, sorgen Durchlauferhitzer oder Wärmetauscher für die richtige Temperatur.

Größe

Für die Größe des Schwimmbades sind Etat, laufende Kosten sowie der Platz im Garten entscheidend. Gängige Maße sind 6 x 3 Meter bis 10 x 5 Meter und eine Tiefe von 1,3 bis 1,5 Meter.

Pflege

  • Wasseraustausch: Mindestens einmal im Jahr sollten Pool-Besitzer ihr Schwimmbad leeren und gründlich reinigen. Auch wenn man die Kalk- und Schmutzbeläge nicht unbedingt sieht: Selbst scheinbar glatte Oberflächen bieten Bakterien, Viren und Pilzen reichlich Schlupfwinkel.
  • Wasserzusätze: Zwischendurch verhindern Zusätze auf Chlor- und Aktivsauerstoffbasis die Vermehrung der unerwünschten Badegäste. Damit die Chemikalien optimal wirken, muss der pH-Wert des Wassers bei 7,2 bis 7,6 liegen. Der Wert sollte wöchentlich kontrolliert werden.
  • Wasserfilter: Schmutzteilchen fischt die Filteranlage heraus. Dazu schleust die Umwälzpumpe das Wasser täglich drei bis sieben Stunden lang durch die Anlage. Feiner Schmutz bleibt hängen, grobe Partikel sinken jedoch oft zu Boden, bevor die Umwälzpumpe sie ansaugt. Sie werden mit einem Bodenabsauggerät entfernt.

Schwimmteiche

Eine Alternative zum klassischen Pool bietet der Schwimmteich. Er besteht aus zwei voneinander getrennten Bereichen: einer Badezone und einem bepflanzten Flachwassergebiet. Dadurch pflegt und reinigt sich das Becken fast von selbst – ganz ohne Chemikalien. Um sein biologisches Gleichgewicht zu halten, benötigt der Teich eine Bepflanzung aus Sumpf- und Wasserpflanzen sowie eine ausreichende Sauerstoffzufuhr. Ideal ist eine Umwälzpumpe, die Wasser aus dem Teich abpumpt und über einen Quellstein oder Springbrunnen wieder zuführt. Der Nachteil des natürlichen Badespaßes: Ein Schwimmteich braucht relativ viel Platz – mindestens 50 bis 60 Quadratmeter. 

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