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Verhaltensregeln: Was tun, wenn der Lift stecken bleibt?

Plötzlich ruckt und rüttelt es, dann bewegt sich nichts mehr. Die Türen bleiben geschlossen und die Insassen eingezwängt in der kleinen Kabine. Der Aufzug steckt fest. Fehlt nur noch, dass jetzt der Akku des Handys leer ist. Besonders die Nerven derjenigen, die unter Klaustrophobie leiden, werden auf eine harte Probe gestellt.


Erste Schritte

  • Die Aufzugsverordnung regelt, dass seit 1999 jeder neue Personenaufzug über ein elektronisches Notrufsystem mit Gegensprechanlage zu einer ständig besetzten Zentrale verfügen muss. In ältere Aufzüge muss bei einer Renovierung ein entsprechendes System installiert werden.
  • Das System wird per Druck auf den Alarmknopf aktiviert. Den Knopf dabei mehrere Sekunden lang drücken, damit der Notruf auch rausgeschickt wird.
  • Egal wie lange die Wartezeit ist: vor allem Ruhe bewahren und auf keinen Fall eigene Befreiungsversuche starten! Vermeiden Sie auf alle Fälle Ausstiegsversuche zwischen den Etagen. Hierbei ist die Absturzgefahr zu groß. Solch ein Ausflug kann tödlich enden!
  • Keine Angst – es ist nicht möglich, im Fahrkorb zu ersticken. In der Fahrkorbdecke und an den Fahrkorbtüren befinden sich – oft unsichtbar – Lüftungsöffnungen zum Fahrschacht, der wiederum eine Lüftungsöffnung ins Freie besitzt.
  • Befreiung: Bei der Evakuierungsaktion auf jeden Fall den Anweisungen des Notdienstteams Folge leisten! Dieses wird den Fahrkorb in eine Position bringen, von der aus es möglich ist, die Aufzugtüren von außen zu öffnen. Meistens führen entweder der Monteur der Wartungsfirma, ein Aufzugwärter oder in seltenen Fällen die Feuerwehr diesen Einsatz durch.

Aufzug ohne Gegensprechanlage

  • Nach Drücken der Notruftaste wird eine beauftragte Person (zum Beispiel Hausmeister, Pförtner oder Aufzugwärter) versuchen, mit den Eingeschlossenen in Kontakt zu treten und die Befreiung einzuleiten.
  • Bis die Notdienstmonteure vor Ort ankommen, kann es zwischen 15 und 30 Minuten dauern.

Tipps zur Vorbeugung

  • Wer bestimmte Aufzüge häufig benutzt, kann sich beim Eigentümer oder der Hausverwaltung Informationen über die Sicherheitsmaßnahmen im Notfall geben lassen.
  • Aufzüge müssen regelmäßig durch einen Sachverständigen wie zum Beispiel Experten von TÜV Rheinland geprüft werden, damit sie Personen sicher befördern können. Dies lässt sich durch eine entsprechende Plakette im Aufzug nachprüfen.