Joggen, Walken, Skaten: Raus an die frische Luft!

Fitness, Gesundheit, Ausgeglichenheit – Bewegung bedeutet Lebensqualität. Besonders beliebte Fitmacher: Jogging, Nordic Walking und Inline-Skaten. Wichtig: Bei allen drei Sportarten kommt es auf die richtige Ausrüstung an – sonst drohen Blasen, Muskelkater oder Schürfwunden. Einige Tipps für das richtige Sportzeug.


Jogging

Das A und O für jeden Jogger ist das passende Schuhwerk, denn Füße und Gelenke müssen beim Laufen überdurchschnittliche Belastungen aushalten. Die Aufprallkräfte steigern sich dabei auf das Dreifache des Körpergewichts. Welcher Schuh der passende ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Die Wahl hängt vom individuellen Laufstil ab. Dieser lässt sich in Fachgeschäften auf dem Laufband testen. So lassen sich Fehlstellungen der Füße leicht aufdecken und durch das richtige Schuhwerk ausgleichen.

Moderne Laufschuhe bieten zudem ein hohes Maß an Dämpfung, Unterstützung und Führung. Doch Vorsicht: Das Motto „Viel hilft viel“ gilt dabei nicht. Denn jede Unterstützung durch den Schuh vermindert den Trainingsreiz für den Körper. Muskeln, Bänder und Sehnen werden durch Beanspruchung leistungsfähiger und kräftiger. Größere Dämpfung empfiehlt sich daher nur bei Fuß- und Gelenkproblemen sowie bei höherem Körpergewicht. Besonders gute Trainingseffekte lassen sich mit Schuhen mit „Barfuß-Effekt“ und geringer Unterstützung erzielen. Hier gilt aber: Die Füße langsam an die Belastung gewöhnen und nicht sofort das volle Trainingsprogramm damit absolvieren.

Grundsätzlich sollte der Schuh an Ferse und im Mittelteil festsitzen, an der Spitze sollte er etwas Freiraum zur Bewegung lassen. Tipp: Schuhe niemals vormittags anprobieren, sondern gegen Abend, wenn die Füße belastet und leicht angeschwollen sind – wie beim Sport. Übrigens: Nach etwa 1.000 Trainingskilometern hat der Laufschuh gewöhnlich ausgedient – und ein neues Paar ist nötig.

Inline-Skaten

Beim Inline-Skaten gilt das Augenmerk besonders dem Schuh und den Rollen. Bei den Schuhen unterscheidet man Soft- und Hardboots sowie Hybridskates.

Softboots bestehen aus Nylon und Leder und bieten hohen Tragekomfort. Allerdings geben sie weniger Halt als feste Schuhe und sind für Anfänger und Menschen mit schwachen Sprunggelenken eher ungeeignet.

Hardboots bestehen aus festem Kunststoff und haben den Vorteil, dass sie mehr Halt verleihen als Softboots, dafür allerdings auch schwerer sind. Durch das starre Material bilden sich eventuell Blasen oder Druckstellen. Herausnehmbare, gepolsterte Innenschuhe bilden das Innenleben der Hardboots. Diese sind leicht zu trocknen und gut zu belüften.

Bei den Hybridskates paaren sich ausgeprägter Tragekomfort, angenehme Passform und geringes Gewicht der Softboots mit der stabilisierenden Wirkung der Hardboots – allerdings ohne Innenschuh.

Bei den Rollen gilt: Weiche Rollen bieten mehr Griffigkeit und überwinden Unebenheiten leichter, kosten allerdings mehr Kraftaufwand. Harte Rollen kommen auf ein höheres Tempo, haben aber Nachteile bei Griffigkeit und Dämpfung. Für Anfänger eignen sich daher eher weiche Rollen. Für alle Skater gilt: Helm tragen und niemals ohne Protektoren für Handgelenke, Ellenbogen und Knie losrollen.

Nordic Walking

Besonders wichtig beim Nordic Walking: die Stöcke. Um die richtige Länge zu errechnen, gilt die einfache Formel: Körpergröße x 0,66 = Stocklänge. Für eine Person mit 1,75 Meter Körpergröße ergibt sich danach zum Beispiel eine Stocklänge von 1,15 Metern. Grundsätzlich gilt: Hält man die Stockgriffe fest in der Hand, sollte die Armbeuge im rechten Winkel stehen.

Dem Griff und der Schlaufe kommt besondere Bedeutung zu. Lässt sich der Stock nicht richtig halten und sauber führen, vermindert das den Trainingseffekt. Deshalb unbedingt bei der Auswahl im Fachhandel beraten lassen, ob sich individuell eher Kork- oder Plastikmaterialien eignen. Die Schlaufen sollten atmungsaktiv sein und am Stock auf die jeweilige Handgröße eingestellt werden.

Der Stock selbst besteht zumeist aus Aluminium, Glasfaser oder Karbon. Im Vergleich zu Aluminium und Glasfaser ist Karbon relativ teuer, bietet dafür aber Vorteile im Handling. Die Stockspitzen müssen hohen Belastungen trotzen und bestehen daher aus gehärtetem Stahl. Auf Asphalt empfiehlt es sich, zusätzlich Gummipads zu verwenden – diese schonen die Spitzen und reduzieren den Geräuschpegel.

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