Irgendwie abartig

Der Polo 6N ist kaum wieder zu erkennen

Wenn das metallicgrüne Irgendwas in Sichtweite kommt, staunt der Tuning-Fachmann und der Laie wundert sich: Mit seinem Outfit gibt der Wagen allemal einen Kandidaten für ein Was-bin-ich-Rätselraten ab. Angesichts der bis zur Unkenntlichkeit vollzogenen Modifikation könnte die Frage, der sich das Auto stellen muss, allerdings auch "Warum macht man denn so etwas?" lauten. Die Antwort darauf wäre dann: "Aus Liebe zum Automobil!"

Der Wunsch einen einzigartigen VW zu pilotieren, war der Ursprung für einen Umbau, welcher zweifelsohne den Rahmen des Üblichen sprengt. Indem das Resultat völlig von der gewohnten Power-Polo-Sportoptik abweicht, mag der VW auf den ersten Blick bizarr anmuten. Insofern das Auge des Automobilisten an dem Fuhrwerk überhaupt ein bekanntes Muster erkennen kann, so kommt ihm ein Vergleich zu den Clio-V6-Boliden in den Sinn. In der Tat hat der Polo mit den französischen Kraftpakten die bulligen Flanken (Kotflügel, Türaufsätze, hintere Seitenteile mit Lufteinlässen vor den Radhäusern) gemein.

Das Alleinstellungsmerkmal dieses Polo ist offensichtlich. Wer opulentes Design-Zubehör mag, wird seinen Anblick vermutlich lieben. Über jeden Zweifel erhaben ist die Qualität der Renovierung der VW-Fassade. Die umfangreichen Umbauarbeiten sind handwerklich perfekt ausgeführt wurden. Das Lob für die sorgfältige Herangehensweise an die Außenhaut des VW bezieht sich übrigens nicht nur auf die Transformation der Renault-Performance-Parts, sondern auch auf die Styling-Zutaten aus dem Hause MJ Tuning, welche in Form von Alu-Dachflügel, dynamischen Spoilerstoßstangen und Spiegeln mit Blinkern am Polo anliegen. Gefallen kann ferner die gecleante Kofferraumklappe.

Dass der kleine Polo, obwohl er mit einem Spax-Fahrwerk um 40 mm gesenkt worden ist, recht groß rauskommt, liegt nicht zuletzt an einer Spurverbreiterung um gewaltige 80 mm und an verchromten 18zölligen Focal-Felgen, welche rundum mit 215/35er Pneus gefahren werden. So großspurig der Polo aufgelegt ist, so lautstark trumpft sein 1,4-Liter-TDI-Motor auf. Keine Frage: Die beiden brummenden Edelstahl-Endtöpfe, die in links/rechts-Optik verbaut wurden, machen extrem hörig.

Außen ist der Polo hui – innen auch. Denn Bestuhlung, Armaturenbrett, Lenkrad und Seitenverkleidung verdanken ihr edles Ansehen einem Mix aus beigefarbenem Nappa- und braunem Veloursleder. Alu-Pedale und Zusatzinstrumente an der A-Säule mussten hier ebenfalls drin sein. Natürlich ging auch der Kofferraum nicht leer aus. Die Installation aus Glas, Leder, GfK, Dyconid-Endstufen, Power-Caps und zentralem 350-Watt-Subwoofer von Audiobahn ist Hingucker und Hinhörer zugleich. Fazit: Der Polo ist durch und durch außergewöhnlich.


Technik-Facts (Halter- bzw. Herstellerangaben)

Typ: VW Polo 6N, Baujahr 2001

Motor: 1,4-Liter TDI

Fahrwerk: Spax-Gewindefahrwerk, minus 40 mm vo/hi, 80-mm-Spurverbreiterung vo/hi

Felgen: Verchromte Focal-Räder, 9 x 18 rundum Reifen:215/35er Pneus rundum

Karosserie: Lackierung in Grünmetallic, Clio-Trophy-Karosserie-Kit an den Seiten, Spoilerstoßstangen und Spiegel sowie Dachflügel von MJ Tuning, Xenon-Scheinwerfer, Klarglasrückleuchten, Heckklappe gecleant

Interieur: Interieur komplett mit beigefarbenem Nappaleder und braunem Veloursleder bezogen, Alu-Pedale, Zusatzinstrumente an A-Säule HiFi: Alpine-Headunit, je zwei 17,5-cm-Speaker in Doorboards, Gepäckfachausbau aus GFK, Leder und Plexiglas mit zwei Dyconid-Endstufen, zwei Power-Caps und einem 350-Watt-Subwoofer von Audiobahn

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