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Heilfasten: den Körper reinigen und entgiften
Beim Heilfasten verzichtet der Mensch bewusst für einen festgesetzten Zeitraum auf bestimmte Nahrungsmittel. Wird die Kur richtig durchgeführt, entsteht hierbei, im Gegensatz zu Diäten, kein Hungergefühl. Denn: Beim freiwilligen Fasten schöpft der Mensch aus den Überschüssen seines Körpers und befreit ihn so von schädlichem Ballast.
Warum Heilfasten?
Wer eine Fastenkur beginnen möchte, sollte sich vorher überlegen, warum er fasten will. Übergewicht abbauen zu wollen ist dabei sicherlich das falsche Motiv. Wer fastet, gönnt seinem Körper eine Auszeit – mit entgiftender und reinigender Wirkung. Denn: Viele Gifte und Schadstoffe sind gut fettlöslich und können dadurch im Fettgewebe deponiert werden. Während des Fastens greift der Körper auf diese „Reserven“ wieder zurück. Die Wirkung:
- Fasten steigert Lebensfreude und -qualität, stärkt die Abwehrkräfte und verbessert das Allgemeinbefinden.
- Fasten schärft die Geschmackssinne und hilft, Verdauungsbeschwerden zu mindern.
- Fasten strafft Muskeln und Gewebe.
Wer darf fasten?
Vitale, gesunde, erwachsene Menschen können normalerweise eine Fastenkur zu Hause durchführen.
Wann ist eine Fastenkur nicht ratsam?
- Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme
- Während einer Schwangerschaft
- Bei frisch operierten Personen oder Personen, die gerade eine schwere Infektionskrankheit hinter sich haben
- Bei Herz-Kreislauf-Problemen, Bluthochdruck, Herz-Gefäß-Erkrankungen: Hier empfiehlt es sich, zunächst mit einem Hausarzt oder Heiltherapeuten über eine geeignete Form von Fasten zu sprechen, eventuell auch über den Aufenthalt in einer Fastenklinik.
In jedem Fall gilt: Wer noch zweifelt oder bei wem gesundheitliche Beschwerden vorliegen, sollte unbedingt vor dem Fasten einen Arzt konsultieren.
Welche Fastenmethoden gibt es?
- Buchinger-Heilfasten: Methode nach den Fasten-Ärzten Buchinger und Lützner. Sie besteht aus Tee, Wasser, Säften, Gemüsebrühen und Honig. Diese Nahrungsmittel führen dem Körper in geringen Mengen Kalorien, Mineralien und Vitamine zu, wodurch sich die Belastung für den Stoffwechsel deutlich verringert. Zusätzliche Einläufe dienen dabei der Darmreinigung.
- Fasten nach Mayr: Dr. F. X. Mayr, ein österreichischer Arzt, entwickelte ein ganzheitliches Ernährungskonzept, das den Darm von Grund auf regeneriert und dem Menschen den Weg zu einer natürlichen und bewussten Lebensweise zeigt. Täglich frische Brötchen und Milch sind bei dieser Fastenvariante unverzichtbar.
- Saft-Kur: Gut geeignet, um das Körpergewicht zu reduzieren, ohne dabei die Gesundheit zu gefährden. Auf feste Nahrung wird hierbei weitgehend verzichtet und stattdessen auf Getränke umgestellt. Zur Wahl stehen: entwässernde wie entschlackende, naturtrübe Obst- und salzarme Gemüsesäfte oder nur mit Honig gesüßte Kräutertees. Ein Tipp: Diese einwöchige Kur am besten mit einem Obsttag einleiten und auch damit beenden.
- Teefasten: Bei dieser Variante wird nicht nur auf feste Nahrung, sondern auch auf das Trinken von Säften verzichtet. Man trinkt ausschließlich Tee und (kohlensäurearmes oder -loses) Wasser. Achtung: Diese extreme Form des Fastens sollten nur vollkommen gesunde Menschen durchführen.
- Molke-Kur: Eine Molkekur wirkt stark entgiftend auf die Stoffwechselfunktionen des Körpers. Zum Fasten werden dem Körper eiweißangereicherte Diätkurmolke, Kräutertees, Frischpflanzensäfte, Gemüsebrühen und natriumarmes Mineralwasser zugeführt. Diese Kur sollte als Heimanwendung sieben Tage dauern. Wichtig: Nach Beendigung der Molkekur den Körper langsam wieder an „normale“ Kost heranführen.
Der richtige Zeitpunkt
- In der Ruhe liegt die Kraft. Deshalb gilt: Unbedingt einen Fastenzeitpunkt wählen, der nicht durch Ablenkungen oder soziale und familiäre Verpflichtung beeinträchtigt wird. Am besten eignet sich eine Fastenkur im Urlaub oder auch gemeinsam mit dem Partner oder Freunden.
- Der Einstimmungstag sollte an einem Freitag liegen, damit die ersten beiden Fastentage auf das Wochenende fallen und sich der Körper in dieser Zeit auf die Kur umstellen kann.
Wie lange darf gefastet werden?
- Dauer: Die Länge der Kur hängt unter anderem von der allgemeinen Konstitution, dem persönlichen Gesundheitszustand und dem eigenen Körpergewicht ab. Wichtig: Jeder, der eine Fastenkur unternimmt, sollte sich während der Kur wohlfühlen.
- Einstimmung: Am Anfang unbedingt einen Tag zur Einstimmung auf die Kur einplanen und hinterher langsam mit drei bis vier Aufbautagen die Kur beenden.
- Längere Kur: Bei einer Fastendauer von über einer Woche sollte die Kur unbedingt unter ärztlicher Beaufsichtigung fortgesetzt werden.
- Auf keinen Fall: Nach den reinen Fastentagen nicht gleich wieder wahllos in den Kühlschrank greifen und alles, was der Appetit verlangt, essen. Das kann Magen- und Darmkrämpfe und eventuell sogar Kreislaufzusammenbruch zur Folge haben.
