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Gesunder Schlaf und Wohlfühltipps

Fast ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Da sollte eigentlich das Schlafzimmer besonders gemütlich eingerichtet sein. Wir zeigen Ihnen deshalb, wie Sie Ihr Schlafzimmer zu einer einladenden Ruheoase umgestalten und welche Matratzen Sie am besten durch die Nacht bringen. Denn: Ein gesunder Schlaf ist Gold wert.


Schlafzimmer wohnlich einrichten

  • Lage: Damit Sie nachts gut durchschlafen, sollte das Schlafzimmer möglichst der ruhigste Raum der Wohnung sein und nicht zu einer lärmenden Hauptstraße liegen. Ideal: ein nach Osten gerichtetes Zimmer, da es sich tagsüber nicht so stark aufheizt wie ein nach Süden liegendes.
  • Licht: Eine indirekte Lichtquelle, zum Beispiel durch Wandleuchter oder Strahler, sorgt für eine behagliche Atmosphäre. Aufpassen: Beim Lesen im Bett ist eine ausreichende Beleuchtung Pflicht, die wenig Schatten wirft.
  • Farbe: Der Wandanstrich ist in erster Linie eine Frage des Geschmacks. Bei einem kleinen, eher dunklen Raum empfiehlt sich ein sonniges Gelb. Das wirkt aufhellend und lässt das Schlafzimmer größer erscheinen. Hellblau eignet sich besser für größere Räume. Es wirkt kühlend und beruhigend. Ebenfalls geeignet: entspannendes und erfrischendes Grün oder Türkis.
  • Bodenbelag: Ein Teppich macht den Boden warm, behaglich und eignet sich gut für Barfußläufer. Die Alternative: pflegeleichtere Materialen mit einer glatten Oberfläche wie Parkett, Laminat, Holzpflaster, Linoleum, Hobeldielen oder Korkplatten.
  • Schadstoffe: Generell sollte das Zimmer frei von Schadstoffen und Schimmelpilzbefall sein.
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  • Elektrische Geräte: Computer und Fernseher immer ganz ausschalten (Stand-by reicht hier nicht aus!) oder das Schlafzimmer nachts am besten per Netzschalter komplett vom Strom trennen.

Tipps für die passende Matratze

Generell gilt: Die richtige Matratze sollte den Körper entlasten und Taille sowie Hohlkreuz deutlich stützen. Bei einer punktelastischen Matratze geben nur die Bereiche nach, in denen der Körper einsinken soll. Beispiel Seitenlage: Die Hüfte sinkt ein, die Matratze gibt aber nur im Hüftenbereich nach und stützt gleichzeitig die Taille. Bei flächenelastischen Matratzen werden dagegen auch die umliegenden Bereiche beeinflusst. So sinkt der Körper an den schwersten Stellen großflächig ein.

  • Federkern: Klassisch, mit Stahlfedern unter der Polsterung. Stützt den Körper großflächig und verfügt über eine große Elastizität. Bei optimaler Überpolsterung darf der Federkern nicht zu spüren sein.
  • Taschenfederkern: Ähnlich wie Federkern, aber aufwändiger aufgebaut. Jede Feder wird in ein Stoffsäckchen eingenäht. Gibt eher punktelastisch nach.
  • Schaumstoff: Sie sind mehrschichtig aufgebaut, elastisch und gut geeignet für verstellbare Lattenroste. Gibt eher punktuell als großflächig nach. Wichtig: Da der Schaumstoffkern nur wenig Feuchtigkeit aufnimmt, ist eine Polsterauflage ratsam.
  • Latex: Ähnlich biegsam wie Schaumstoff mit einem Kern aus Millionen mikrofeiner Luftzellen. Sie bestehen meist aus Naturlatex oder synthetisch hergestelltem Latex. Auch hier ist eine Polsterauflage anzuraten. Achtung: Naturlatex ruft bei manchen Menschen Allergien hervor.
  • Im Geschäft: Vorsicht: Manche Verkäufer versuchen, mit der Matratze gleich einen neuen Lattenrost an den Mann zu bringen. Doch Lattenroste halten bedeutend länger als Matratzen. Wichtig: Der Verkäufer sollte kompetent auf die Bedürfnisse und Fragen des Kunden eingehen und kontrollieren, auf welche Art er Probe liegt. Denn: Der Laie empfindet eine optimale Liegeposition oft gar nicht als angenehm. Schon gar nicht, wenn sich sein Körper über Jahre hinweg an eine falsche Liegeposition gewöhnt hat. Hier ist er auf den Berater angewiesen, der die Vor- und Nachteile der einzelnen Produkte genau kennt.

Das richtige Oberbett

  • Daunenbett: Ein klassisches Daunen- oder Federbett eignet sich für diejenigen am besten, die es nachts gerne warm und weich haben. Hierbei besonders auf das Mischverhältnis von Daunen und Federn achten. Eine Faustregel: Je mehr Federn, desto robuster und schwerer die Decke. Ein höherer Anteil an Daunen macht die Decke wärmer und weicher.
  • Synthetik: Oberbetten mit Synthetikfüllung liegen preislich gesehen günstiger als Federbetten. Sie enthalten Hohl- oder Mikrofasern, die die Decke flauschig machen. Nachteil: Feuchtigkeitstransport sowie -speicherung funktionieren etwas schlechter als bei Daunendecken.

Wie Allergiker gut schlafen

Juckreiz, Husten, Atemnot oder eine verstopfte Nase beim Aufwachen können Anzeichen für eine Hausstaubmilbenallergie sein. Ausgelöst wird die Allergie vom Kot der Milbe, den sie in Matratze und Bettzeug hinterlässt. Er zerfällt und wird im Schlaf eingeatmet. Einige Tipps, die die Beschwerden lindern:

  • Gut lüften: Jeden Tag am besten bei offenem Fenster das Bett ausschütteln und anschließend aufgeschlagen liegen lassen. So kann die Matratze gut auskühlen. Circa alle drei Wochen die Bezüge wechseln.
  • Neukauf: Die Matratze viermal im Jahr wenden und spätestens nach acht Jahren eine neue anschaffen.
  • Bettdecke: Synthetikfasern eignen sich besser als Daunen und Federn, da sich von ihnen keine kleinen Flusen ablösen, die bei Allergikern oft zu Atemproblemen führen. Außerdem lässt sich eine Bettdecke aus Synthetik beliebig oft waschen.
  • Putzen: Beim Saugen einen Hepa-Filter verwenden, dessen Filter Allergene zurückhalten. Achtung: Allergiker lassen von dieser Arbeit lieber die Finger.
  • Bezug: Ein Matratzenbezug schirmt von den Milben ab. Dazu muss er die Matratze aber vollständig umschließen. Oberbetten, Kissen und Bettwäsche sollten bei 60 Grad waschbar sein, um die Hausstaubmilbe abzutöten.
  • Kinder: Bei Kindern das Bett nicht mit Kuscheltieren überfrachten. Auch dort setzt sich Milbenkot fest. Tipp: Stofftiere ab und an über Nacht ins Gefrierfach legen oder bei mindestens 60 Grad waschen.
  • Kosten: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für Neuanschaffungen rund ums Bett. Wichtig: Besser vor dem Kauf erkundigen, da viele nur erstatten, wenn der Antrag bereits vor der Anschaffung erfolgt ist.
  • Bodenbelag: Teppich bindet den Staub nachhaltig und reduziert somit den Staubgehalt in der Luft. Die Allergie auslösenden Staubpartikel bleiben am Boden und können nicht mehr eingeatmet werden. Glatte Bodenbeläge, wie zum Beispiel Laminat, sind nur besser, wenn diese mindestens jeden zweiten Tag feucht gewischt werden. Denn: Anfallender Staub wird hier stärker aufgewirbelt, wodurch eine direkte Belastung für den Hausstaub-Allergiker entsteht.