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Mobilität (Dienstreisen und Dienstfahrzeuge)

Dienstreisen sind angesichts unserer Vertriebsaktivitäten, zahlreicher Auftragsabwicklungen beim Kunden vor Ort und der immer internationaleren Struktur unseres Konzerns ein unverzichtbares Erfordernis unserer Geschäftstätigkeit. Allerdings versuchen wir – wo immer möglich –, unser Reiseaufkommen zu reduzieren oder möglichst umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Entsprechende ökologische Kriterien sind fester Bestandteil unserer Dienstreiseordnung. Insbesondere in Fällen, die Fernflüge erfordern würden, versuchen wir immer häufiger, Präsenzveranstaltungen durch Telefon- und Videokonferenzen zu ersetzen. Der Ausbau von Videokonferenzsystemen ist 2013 stark vorangeschritten und auch die Verbindungsqualität konnte optimiert werden.

Unsere Mitarbeiter in Deutschland legten im Jahr 2013 hochgerechnet ca. 60 (Vorjahr: 59) Millionen dienstlich veranlasste Kilometer mit Kraftfahrzeugen (Dienstwagen, Mietwagen, Privat-PKW) zurück. Unverändert sind wir bei dieser Berechnung davon ausgegangen, dass die Nutzer unserer Leasingfahrzeuge ihr Dienstfahrzeug zu 70 % dienstlich nutzten. Auf unsere etwa 1.180 (Vorjahr: 1.130) Leasingfahrzeuge in Deutschland entfielen dabei hochgerechnet rund 28,5 (Vorjahr: 26,8) Millionen Kilometer. Für diese Dienstreisen tankten unsere Mitarbeiter hochgerechnet knapp 1,82 (Vorjahr: 1,77) Millionen Liter Treibstoff.

Mit der Einführung der neuen Dienstfahrzeugordnung, die erstmals ein CO2-Emissionskriterium für die Fahrzeugklassen enthielt, hatten wir uns seit 2011 zum Ziel gesetzt, den spezifischen Treibstoffverbrauch unserer Firmenfahrzeugflotte in Deutschland jedes Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 3 % zu senken. Unter Nutzung der 2011 erstmals vollständig zur Anwendung gekommenen Flottenmanagement-Datenbank »Speedfleet« ist für 2013 die Zielerreichung in diesem Punkt nachweisbar. Betrug der durchschnittliche Flottenverbrauch 2011 noch knapp 7 Liter pro 100 km (entsprechend 182 g CO2 pro Kilometer), konnte der Flottenverbrauch in 2012 auf 6,6 Liter pro 100 km (entsprechend 173 g CO2 pro Kilometer) reduziert werden, also um knapp 5 %. Diese Reduktion konnte 2013 weitergeführt werden auf einen Durchschnittsverbrauch von knapp 6,4 Liter pro 100 km (entsprechend 167 g CO2 pro Kilometer).

Im Rahmen des Projektes »colognE-mobil II« stehen seit dem Jahresbeginn 2014 allen interessierten Mitarbeitern am Standort Köln zwei Elektroautos kostenlos für Probefahrten zur Verfügung. Mit zusätzlicher Messtechnologie ausgerüstet, sollen sie wertvolle Praxisdaten für das Forschungsprojekt sammeln – und im Idealfall darüber hinaus das eine oder andere noch bestehende Vorurteil gegenüber Elektroautos beseitigen.

Auf ihren Dienstreisen mit dem Flugzeug legten unsere deutschen Mitarbeiter rund 27,5 (Vorjahr: 26,8) Millionen Kilometer zurück. Dieser Wert enthält sowohl Inlandsflüge als auch Flüge ins Ausland. Unter Berücksichtigung unserer internationalen Gesellschaften verzeichneten wir im Berichtsjahr 92,1 (Vorjahr: 88,6) Millionen Flugkilometer. Unverändert kalkulieren Fluggesellschaften hinsichtlich des Kerosinverbrauchs pro Flugkilometer mit sehr unterschiedlichen Werten. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, setzten wir 2013 wie in 2012 als realistischen Mittelwert für den Pro-Kopf-Kerosinverbrauch pro Flugkilometer 0,05 Liter an. Demnach verbrauchten wir auf dienstlichen Flugreisen konzernweit im Jahr 2013 etwa 4,5 (Vorjahr: 4,4) Millionen Liter Kerosin.

Mit der Deutschen Bahn legten unsere Mitarbeiter im Fernverkehr rund 6,3 (Vorjahr: 5,9) Millionen Kilometer zurück. Dabei verbrauchten sie 384 (Vorjahr: 388) MWh Strom.

Bitte recht (umwelt-)freundlich!

Schlechte Isolierungen und Wärmelecks an Gebäuden sorgen weltweit für Energieverschwendung und unnötige Emissionen. Mit Wärmebildkameras lassen sich derartige Schwachstellen bereits seit geraumer Zeit treffsicher identifizieren. Das Problem dabei: Insbesondere in Ballungsräumen sind viele Gebäude bzw. Gebäudeteile wie Dächer nur schwer zugänglich. Die Lösung dieses Problems liegt im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft.

In einem deutschlandweit einzigartigen Projekt – initiiert und finanziert vom Energiekonzern RWE – erstellt die belgische Fluggesellschaft Eurosense aus rund 1.400 Meter Höhe Thermofotografien ganzer Städte. Mehrere hunderttausend Bilder werden geschossen, mit Koordinaten versehen, auf eine Landkarte übertragen und mit den Gebäudedaten der jeweiligen Stadt zusammengeführt. Ist dies geschehen, schlägt die Stunde eines Teams von TÜV Rheinland: Jeder Hausbesitzer, der zuvor sein Einverständnis erklärt hatte, erhält ein Informationsschreiben mit dem Bild seines Grundstücks. Somit liefern wir Stadtverwaltung und Bürgern den Ist-Zustand und sogleich Möglichkeiten, Kosten und Emissionen zu reduzieren.