Während Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas) hauptsächlich bei Neuwagen zum Einsatz kommt, erfreut sich Flüssig- oder Autogas (LPG = Liquefied Petroleum Gas) gerade beim Nachrüstgeschäft zunehmender Beliebtheit.
Im Rahmen der von TÜV Rheinland unterstützten, 45.000 Kilometer langen EcoFuel World Tour schaffte es ein VW Caddy, in 180 Tagen die Erde zu umrunden – ausschließlich mit CNG im Tank.
Fahrzeugbestand:
Rund 150.000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge sind in Deutschland mit Flüssiggas-Antrieb unterwegs.
Nachrüstung:
Wegen der vergleichsweise geringeren Kosten – je nach Pkw-Typ zwischen 1800 bis 2700 Euro – lohnt sich für viele Autofahrer die Nachrüstung. Der Gastank wird meist in der Ersatzrad-Mulde installiert.
Umweltbilanz:
Auch Flüssiggas- oder LPG-Aggregate (LPG = Liquefied Petroleum Gas) stoßen weniger CO2 aus: rund 18 Prozent. Der Deutsche Verband Flüssiggas rechnet zum Jahresende mit 190.000 LPG-Autos. Das bedeutet eine Einsparung von 235.000 Tonnen CO2.
Kosten:
Der Liter LPG ist rund 70 Cent billiger als Superbenzin.
Tankstellennetz: Das Tankstellennetz umfasst etwa 2800 öffentliche Stationen und weitere 1200 firmeneigene Zapfsäulen.
Hauptuntersuchung
Bei der Hauptuntersuchung kontrollieren die TÜV Rheinland-Fachleute alle zwei Jahre die Dichtheit der Gasanlage (CNG und LPG). Außerdem checken sie nach Umrüstungen das komplette System für die Eintragung in die Kfz-Papiere.
Umrüstung
In Deutschland dürfen nur von den Handwerkskammern zertifizierte Betriebe Umrüstungen auf Gasbetrieb vornehmen.
Crashtests
Gasfahrzeuge sind genauso sicher wie Benzin-Pkw. Das belegen Crashtests der TÜV Rheinland-Experten.
Keine Brandgefahr
Die Frankfurter Feuerwehr setzt bei offenen Brandherden Erdgasfahrzeuge ein. Werden die Tankbehälter stark erhitzt, lässt ein Überdruckventil Gas ab, das dann gefahrlos abbrennt. Ein Benzintank hingegen würde in einer solchen Situation bersten.