- Hauptnavigation
- Produkte + Leistungen
- Zertifikate + IDs
- Branchen + Lösungen
Sichere Gartenarbeit: gut vorbereitet in die heißen Tage
Schwere Säcke voller Blumenerde herumtragen, in der prallen Julisonne mit der Gießkanne übers Beet jagen oder ohne Mütze frische Erdbeeren ernten: Da läuten bei Sicherheitsexperten die Alarmglocken, denn: Trotz +30 °C im Schatten darf die Sicherheit bei der Gartenarbeit nicht zu kurz kommen. Einige Hinweise:
Schutzkleidung
Gerade im Juli und August, wenn die Sonne vom Himmel niederbrennt, verzichtet so mancher Hobbygärtner gerne auf Schutzkleidung und werkelt stattdessen in Hemd, kurzer Hose und Badelatschen. Bequemlichkeit sollte bei der Arbeit jedoch nicht im Vordergrund stehen.
- Handschuhe: Sie schützen vor Schnitt- und Stichverletzungen, aber auch vor Krankheitserregern, Schmutz oder giftigen Pflanzenstoffen, wie zum Beispiel Chemikalien.
- Feste Schuhe: So werden die Füße beim Umgraben und Mähen nicht verletzt. Außerdem sorgt festes Schuhwerk für einen festen Stand. Wichtig: nie in Badelatschen auf eine Leiter steigen!
- Schutzbrille: unverzichtbar bei Baum- und Heckenschnitt sowie bei Sägearbeiten. Sie bietet Schutz gegen Staub, fliegende Späne oder zurückschlagende Äste und Zweige.
- Mütze: nie ohne! Wenn Sie bei 30 °C im Schatten die Erdbeeren ernten oder sich in der wohlverdienten Pause in den Garten legen, ist ein Sonnenstich oder -Brand vorprogrammiert. Deshalb: eine Mütze aufsetzen und gegebenenfalls etwas Sonnenmilch auftragen.
Sicherheitsmaßnahmen
Die meisten Unfälle passieren bekanntlich im Haushalt oder im eigenen Garten. Deshalb gilt bei der Arbeit auf Beet wie Terrasse – keine Experimente. Sicherheit geht immer vor!
- Leitern: Wer auf Leitern arbeitet, sollte auf jeden Fall festes, sicheres Schuhwerk tragen. Allgemein gilt: keine Akrobatik mit zu kleinen Leitern! Beschädigte Leitern sollte man sofort austauschen. Grundsätzlich sollten die verwendeten Leitern ein GS- oder BG-Zeichen für geprüfte Sicherheit tragen.
- Elektrogeräte: Vor der Arbeit mit Elektrogeräten wie Rasenmäher, Häcksler oder Heckenschere darauf achten, dass die Stromkabel bei der Arbeit nicht beschädigt oder gar zerschnitten werden können. Außerdem sollte man sich immer vergewissern, ob sich Kabel, Kabeltrommeln und Co. für den Einsatz im Freien eignen. Außensteckdosen sollten zudem vor Nässe geschützt sein. Optimal: ein Fehlerstrom-Schutzschalter zwischen Steckdose und Gerätestecker. Der FI-Schutzschalter schaltet das Gerät im Fall eines defekten Kabels automatisch ab.
- Pflanzenschutz: Vor dem Einsatz chemischer Schädlingsbekämpfer sollte man immer prüfen, ob sich stattdessen nicht auch ökologisch unbedenkliche Ersatzstoffe verwenden lassen. Wenn die „Chemiekeule“ denn unbedingt sein muss, dann nur mit Schutzbrille und Atemmaske. Oberstes Gebot: Nach der Arbeit sollten Sie die Chemikalien kindersicher einlagern.
- Transport: Kübel, schwere Geräte oder Blumenerde nicht einfach hochheben und wegtragen, sondern für solche Arbeiten lieber Schubkarren zur Hilfe nehmen. So kann sich der Hobbygärtner nach getaner Arbeit an seinem Garten erfreuen und wird beim Blick auf die prachtvollen Beete nicht von Rückenschmerzen gequält.
Die passenden Gartengeräte
Der erste Check von Spaten, Gartenkralle und Heckenschere liegt bereits einige Wochen zurück. Trotzdem benötigt so mancher Hobbygärtner während der Sommermonate noch das ein oder andere neue Gerät. Einige Tipps zum Kauf:
- Ergonomie: Spaten, Hacke oder Gartenschere sollten aus ergonomischer Sicht gut zu einem passen und fest in der Hand liegen. Das beugt einer gebückten Arbeitsweise – zum Beispiel bedingt durch eine falsche Stiellänge – vor. Wer im Geschäft bereits das Gewicht der Geräte prüft und entsprechend auswählt, erspart sich bei der Arbeit hinterher unnötige Anstrengungen.
- Verarbeitung: Bei den zahlreichen Billigangeboten, die heutzutage den Markt überschwemmen, ist die Verlockung groß, bei der Anschaffung der Gartengeräte zu sparen. Allerdings sollen diese die Arbeit erleichtern und mehrere Jahre lang halten. Deshalb empfiehlt es sich, im Vorfeld genau zu überprüfen, ob das Gerät gut verarbeitet ist und die gängigen Sicherheitsbestimmungen (GS-Zeichen) erfüllt. Also: Hände weg von Geräten mit losen Schrauben und wackelnden Stielen!
- GS-Zeichen: GS steht für „Geprüfte Sicherheit“. Spaten, Hacken oder Vertikutierer mit diesem Zeichen wurden von einem unabhängigen Dritten, wie zum Beispiel TÜV Rheinland, gründlich in die Mangel genommen.
