In den vergangenen Jahren sind Fenster mit deutlich verbesserter Wärme- und Schalldämmung auf den Markt gekommen. In vielen Fällen lohnt es sich deshalb, in neue Fenster zu investieren.
Die gründlichste Methode, um schadhafte Fenster oder Rahmen aufzuspüren, ist die Thermografie. Sie macht mit Hilfe von Infrarotkameras Temperaturverteilungen sichtbar. Auf diese Weise lässt sich genau erkennen, wo kalte Luft in den Raum strömt oder warme entweicht. Ein ergänzendes Verfahren ist der so genannte Blower-Door-Test. Hierbei wird gemessen, wie luftdicht ein Gebäude ist. TÜV Rheinland bietet beide Verfahren an.
Wärmeschutzgläser gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Bei der Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung sind Gewicht und Abmessungen mit herkömmlichem Isolierglas vergleichbar. Deshalb lassen sie sich in der Regel problemlos in vorhandene Fensterrahmen einbauen. Für die guten Isoliereigenschaften sorgen eine Edelgasfüllung im Zwischenraum und eine dünne, nicht sichtbare Metallbedampfung der raumseitigen Scheibe. Die Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung basiert auf dem gleichen Prinzip. Durch die dritte Scheibe wird der Wärmeschutz aber noch einmal deutlich verbessert. Der einzige Nachteil: Dreischeiben-Wärmeschutzglas ist schwerer und dicker als seine gläsernen Vorfahren. Deshalb passt es häufig nicht in die alten Rahmen, so dass nicht nur das Glas ausgetauscht werden muss, sondern das komplette Fenster.
Hohe Wärmeverluste treten auch bei den Rahmen auf. Darum sollten sie von Zeit zu Zeit überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht werden. Die Marktführer unter den Fensterrahmen sind zu über 80 Prozent Modelle aus Holz und Kunststoff. Holzrahmen haben meistens eine lange Lebensdauer und werden überwiegend aus einheimischen Hölzern wie Fichte, Eiche oder Kiefer gefertigt.
Kunststoffrahmen sind überwiegend aus Hart-PVC, manche besitzen zur Stabilität einen Metallkern. Die Dämmwirkung der Holz- und Kunststoffrahmen ist gut. Etwas schwächer stehen meist Modelle aus Aluminium oder Stahl da. Obwohl die Hersteller in den vergangenen Jahren die Qualität erheblich verbessert haben, erreichen viele noch nicht die Werte der Rahmen aus Holz oder Kunststoff. Besonders Energie sparend sind speziell gedämmte Rahmen oder welche mit Mehrkammerprofilen. Sie sind eine sinnvolle Ergänzung zur Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung.
Für die energetische Qualität von Scheiben und kompletten Fenstern gibt es Richtwerte. Gemessen wird der U-Wert, also der Wärmedurchgangskoeffizient. Als Faustregel gilt: