Energiesparhäuser lassen sich unterteilen in:
Niedrigenergiehäuser gelten heute beim Neubau als Standard. Sie zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf für Heizwärme und Warmwasser aus, sind hochwertig gebaut und verursachen so in den Folgejahren niedrige Instandhaltungs- und Nachrüstungskosten.
Damit sich ein neues oder saniertes Gebäude Niedrigenergiehaus nennen darf, muss es die zulässigen Höchstgrenzen für den Energieverbrauch nach der Wärmeschutzverordnung um mehr als 30 Prozent unterschreiten. In Zahlen: Der Jahresheiz-Energiebedarf sollte bei etwa 50 kWh bis 70 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Das bedeutet bei 100 Quadratmetern Wohnfläche einen jährlichen Heizenergiebedarf von 500 bis 700 Litern Heizöl oder 500 bis 700 Kubikmetern Erdgas. Für das Äußere des Energiehauses existieren keine Vorschriften. Es kann in Massiv- oder Leichtbauweise realisiert werden, mit jedem beliebigen Baumaterial und mit verschiedenen Heiz- und Lüftungssystemen.
Das so genannte Drei-Liter-Haus setzt die Technik des Niedrigenergiehauses konsequent fort. Es verbraucht nur so viel Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr, wie in drei Litern Heizöl enthalten sind, also etwa 30 kWh.
Das Passivhaus ist ein Gebäude, bei dem sich der Heizbedarf über passive Eigenschaften, wie gute Dämmung, Südausrichtung und Sonnenwärme, extrem reduziert. Geheizt wird mit Frischluft: Sie wird außerhalb des Hauses angesaugt, dann über ein Erdrohr und einen Wärmetauscher vorgewärmt und ins Haus geleitet. Dort wärmt sie die Räume. Anschließend wird sie als Abluft wieder nach draußen geführt. Der Vorteil: Gute Passivhäuser kommen ohne jede Heizungsanlage aus.
Die Entwicklung geht in Zukunft noch weiter. Zum Beispiel gibt es Versuche mit so genannten Plusenergiehäusern, die über eine Photovoltaikanlage und eine konsequente Südlage im Sommer mehr Energie produzieren, als sie selbst benötigen. Diesen Überschuss leiten sie ins Versorgungsnetz der Stadtwerke weiter. Im Winter beziehen sie gegebenenfalls Energie.
