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Energiesparhäuser: Fortschritt für das Klima


Energiesparhäuser lassen sich unterteilen in:

  • Niedrigenergiehäuser
  • Drei-Liter-Häuser
  • Passivhäuser

Niedrigenergiehäuser

Niedrigenergiehäuser gelten heute beim Neubau als Standard. Sie zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf für Heizwärme und Warmwasser aus, sind hochwertig gebaut und verursachen so in den Folgejahren niedrige Instandhaltungs- und Nachrüstungskosten.

Geringer Energieverbrauch pro Jahr

Damit sich ein neues oder saniertes Gebäude Niedrigenergiehaus nennen darf, muss es die zulässigen Höchstgrenzen für den Energieverbrauch nach der Wärmeschutzverordnung um mehr als 30 Prozent unterschreiten. In Zahlen: Der Jahresheiz-Energiebedarf sollte bei etwa 50 kWh bis 70 kWh pro Quadratmeter Wohnfläche liegen. Das bedeutet bei 100 Quadratmetern Wohnfläche einen jährlichen Heizenergiebedarf von 500 bis 700 Litern Heizöl oder 500 bis 700 Kubikmetern Erdgas. Für das Äußere des Energiehauses existieren keine Vorschriften. Es kann in Massiv- oder Leichtbauweise realisiert werden, mit jedem beliebigen Baumaterial und mit verschiedenen Heiz- und Lüftungssystemen.

Wichtig beim Bau eines Niedrigenergiehauses

  • Lage des Hauses und örtliches Klima
  • Ausrichten der Hauptfensterflächen nach Süden
  • Lage der Zimmer nach dem Verwendungszweck: Beispielsweise sollte sich das Wohnzimmer im südlichen Teil befinden und das Schlafzimmer im Norden des Hauses.
  • Kompakte Gebäudeform: Vorsprünge, spitze Winkel oder Einschübe wirken sich negativ auf die Energiebilanz aus.
  • Dämmung: außen 20 bis 40 Zentimeter dick. Außerdem sollten Dach, Keller- und Geschossdecken gut gedämmt sein.
  • Eine luft- und winddichte Gebäudehülle: Mögliche Schwachstellen sind Balkone, Fugen zwischen Fenster und Mauer oder Rolllädenkästen. 
  • Vermeiden von Wärmebrücken, also von Bauteilen, die Wärme nach außen transportieren.
  • Fenster aus Zwei- oder Dreischeiben-Wärmeschutzglas
  • Moderne Lüftungstechnik: Der Lüftung kommt bei Niedrigenergiehäusern eine große Bedeutung zu. Da die Gebäudehülle immer dichter wird, kann die Feuchtigkeit nicht mehr natürlich entweichen. Be- und Entlüftungsanlagen tauschen gerade so viel Luft aus, wie notwenig ist, um frische Luft zuzuführen und Feuchtigkeit abzuleiten.
  • Energieeffiziente Heizungsanlage: Im Trend liegen Heizsysteme, die nicht nur Wärme erzeugen, sondern erzeugte Wärme auch zurückgewinnen oder die sich die notwendige Energie von der Sonne, aus dem Grundwasser oder aus dem Erdreich holen.
  • Strom sparende Haustechnik und Haushaltsgeräte

Drei-Liter-Haus

Das so genannte Drei-Liter-Haus setzt die Technik des Niedrigenergiehauses konsequent fort. Es verbraucht nur so viel Primärenergie pro Quadratmeter und Jahr, wie in drei Litern Heizöl enthalten sind, also etwa 30 kWh.

Passivhaus

Das Passivhaus ist ein Gebäude, bei dem sich der Heizbedarf über passive Eigenschaften, wie gute Dämmung, Südausrichtung und Sonnenwärme, extrem reduziert. Geheizt wird mit Frischluft: Sie wird außerhalb des Hauses angesaugt, dann über ein Erdrohr und einen Wärmetauscher vorgewärmt und ins Haus geleitet. Dort wärmt sie die Räume. Anschließend wird sie als Abluft wieder nach draußen geführt. Der Vorteil: Gute Passivhäuser kommen ohne jede Heizungsanlage aus.
Die Entwicklung geht in Zukunft noch weiter. Zum Beispiel gibt es Versuche mit so genannten Plusenergiehäusern, die über eine Photovoltaikanlage und eine konsequente Südlage im Sommer mehr Energie produzieren, als sie selbst benötigen. Diesen Überschuss leiten sie ins Versorgungsnetz der Stadtwerke weiter. Im Winter beziehen sie gegebenenfalls Energie.

Im Überblick: Heizwärmebedarf von Gebäuden in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr:

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