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Energie sparen – so einfach geht’s

Energiesparen schont Umwelt und Geldbeutel. Mehrere hundert Euro lassen sich Jahr für Jahr ohne viel Aufwand einsparen.


Heizung

Schon eine um ein Grad niedrigere Heiztemperatur spart sechs Prozent der Heizenergie ein. Deshalb Räume nur nach Bedarf heizen: Wohn- und Arbeitsräume auf 20 Grad temperieren; bei Küche und Schlafzimmer reichen 16 Grad. Im Bad braucht es nur morgens und abends warm zu sein. Nachts und bei längerer Abwesenheit kann die Raumtemperatur in der ganzen Wohnung auf 12 bis 15 Grad abgesenkt werden. Das mindert den Energieverbrauch um weitere fünf Prozent. Wichtig ist außerdem:

  • Richtig lüften: Lüften ist für eine gute Raumluftqualität unbedingt notwendig. Am besten mehrmals am Tag für mehrere Minuten das Fenster ganz öffnen. Wer dagegen die Fenster den ganzen Tag auf Kipp lässt, verschwendet unnötig Heizenergie.
  • Nachts Rollläden und Vorhänge schließen – das bringt noch einmal ein Plus an Wärmedämmung.
  • Spalten unter Türen mit selbstklebenden Dichtungsbändern abdichten.
  • Heizung regelmäßig entlüften – durch Luft in den Heizungsrohren geht viel Energie verloren.

Im Bad

Ob fürs Händewaschen, Duschen oder Baden – das Erhitzen von Wasser kostet viel Energie. Auch hier lässt sich einiges sparen.

  • Duschen statt baden: Das Heißwasser eines Vollbads reicht für drei Mal duschen.
  • Für die Dusche zusätzlich einen Durchflussbegrenzer („Sparduschkopf“) besorgen. Der reduziert den Warmwasserverbrauch auf die Hälfte.
  • Einhebelmischer in der Dusche und allen Waschbecken installieren: Auf diese Weise entfällt das langwierige Einstellen der Temperatur.
  • Warmes Wasser beim Zähneputzen nicht unnötig laufen lassen.
  • Mit Wasser grundsätzlich sparsam umgehen – auch die Aufbereitung des Trinkwassers verbraucht Energie.

In der Küche

Herd, Spülmaschine, Kühlschrank – in der Küche sammeln sich die großen Stromverbraucher. Das Einsparpotenzial ist hier enorm.

Kühlen und Gefrieren

  • Im Kühlschrank ist eine Temperatur von plus sieben Grad ideal. In Gefriertruhe oder -schrank reichen minus 18 Grad. Jedes Grad kälter steigert den Energieverbrauch um sechs Prozent.
  • Kontrollieren, ob der Kühlschrank wirklich schließt. Ist das nicht der Fall, braucht das Gerät mehr Strom. Für eingerissene Dichtungen Ersatz im Fachhandel besorgen.
  • Kühlschränke nicht neben Backofen oder Heizung oder in die pralle Sonne stellen – sonst muss das Gerät für die gleiche Kühlleistung mehr Energie aufwenden.
  • Das Gerät regelmäßig enteisen.
  • Beim Neukauf Geräte der Energieeffizienzklasse ‚A‘ auswählen.

Kochen

  • Beim Kochen grundsätzlich den Deckel auf dem Topf lassen, da sonst Wärme entweicht und unnötig Energie verschwendet wird.
  • Töpfe und Pfannen sollten den gleichen Durchmesser wie die Herdplatte haben.
  • Ein ebener Kochtopfboden verringert die Kochzeit.
  • Kochtöpfe nur mit so viel Wasser wie notwendig füllen.
  • Elektroherdplatten frühzeitig ausschalten und zum Fertiggaren die Restwärme nutzen.

Spülen

  • Geschirrspüler nur einschalten, wenn er wirklich voll ist, und sooft es geht, das Sparprogramm benutzen. So wird weniger Wasser erhitzt.
  • Auf ausgiebiges Vorspülen unter heißem Wasser verzichten. Nur grobe Speisereste sollten vor dem Einräumen entfernt werden
  • Beim Neukauf Geräte der Energieeffizienzklasse ‚A‘ auswählen.

Waschen

  • Die meisten Waschmaschinen brauchen für kleine Wäscheladungen genauso viel Strom wie für große. Deswegen gilt: Waschmaschine erst anstellen, wenn sie wirklich voll ist.
  • Auf hohe Temperaturen beim Waschen verzichten. 30 bis 60 Grad reichen in der Regel aus. Zudem wird so die Wäsche geschont.
  • Bei nur leicht verschmutzter Kleidung auf die Vorwäsche verzichten.
  • Wäsche am besten im Freien auf der Leine oder im Trockenkeller aufhängen – das verbraucht gar keinen Strom.
  • Beim Gebrauch von Trocknern lange Trockenzeiten vermeiden.
  • Nach jedem Trockengang den Flusenfilter leeren.
  • Beim Neukauf Geräte der Energiesparklasse ‚A‘ auswählen.

Im Wohn- und Arbeitszimmer

Hi-Fi-Anlage, Flachbildschirm und Computer gehören mittlerweile zur Standardausrüstung in deutschen Haushalten. Nachteil: Die Geräte verbrauchen im sogenannten Stand-by-Modus auch dann Energie, wenn sie gar nicht genutzt werden. Diese Leerlaufverluste können sich auf bis zu 100 Euro im Jahr summieren.

  • Bestes Mittel, um diese Kosten zu reduzieren ist eine ausschaltbare Steckerleiste, mit der die Stromzufuhr für den Stand-by-Betrieb unterbrochen wird. Allerdings lassen sich die Geräte dann nicht mehr bequem per Fernbedienung einschalten.
  • Wer auf Stand-by nicht verzichten, aber trotzdem Strom sparen möchte, sollte sich für einen sogenannten „Powersafer“ entscheiden. Dieses Gerät trennt Fernseher und Co. im Stand-by-Betrieb automatisch vom Netz. Trotzdem lassen sich die Geräte weiterhin per Fernbedienung aktivieren.
  • Drucker, Scanner und andere Peripheriegeräte des Computers erst einschalten wenn sie tatsächlich gebraucht werden – auch im Leerlauf verbrauchen diese eine Menge Energie!
  • Ladegeräte etwa für Handys verbrauchen selbst dann noch Strom, wenn das Mobiltelefon schon längst wieder in der Jackentasche verschwunden ist. Deswegen gilt: Netzteile nach dem Ladevorgang grundsätzlich aus der Steckdose ziehen.

Licht

Auf die Beleuchtung lässt sich im Haushalt nur schwer verzichten. Wenige effektive Maßnahmen senken jedoch auch beim Licht den Energieverbrauch deutlich.

  • Energiesparlampen verwenden: Zwar kosten diese in der Anschaffung mehr, verbrauchen dafür aber nur ein Fünftel des Stroms einer herkömmlichen Glühlampe. Beim Kauf auch auf die Energiesparklasse achten: Lampen der Kategorie ‚A‘ sind am sparsamsten.
  • Halogenlampen meiden, da zum Ausleuchten eines Raumes mehrere Strahler notwendig sind. Zudem verbraucht der Transformator zusätzlich Strom.
  • Die einfachste Methode zu sparen: Licht löschen, wenn niemand mehr im Raum ist.

Energiesparklassen

Energie-Label

Seit dem 01.01.1998 müssen in Deutschland verschiedene Elektrohaushaltsgroßgeräte, wie etwa Kühlschränke, mit dem EU-Label gekennzeichnet werden. Das Label teilt Geräte in Energieeffizienzklassen (A bis G). Ein Gerät der Klasse A ist besonders sparsam im Gebrauch von Energie, während Geräte der Klasse G besonders viel Energie verbrauchen und den Geldbeutel unnötig belasten.

Energie-Label