Pflegeberater, Gesundheitsberater

Aufstiegsqualifizierung für ein professionelles Case Management

Die berufsbegleitende Weiterbildung der TÜV Rheinland Akademie bereitet Sie auf eine Tätigkeit als qualifizierte Fachkraft in der Pflegeberatung oder Gesundheitsberatung vor. Das vermittelte Know-how eröffnet Ihnen gute berufliche Perspektiven in einem weiten Arbeitsfeld mit einem breiten Spektrum von Einsatzmöglichkeiten.

Mögliche Einsatzfelder der Pflege- oder Gesundheitsberater

  • Krankenhaus
      • Patientenschulung für eine zügige Entlassung im Rahmen der DRGs
      • Errichtung eines Patienteninformationszentrums
      • Case Management bzw. Patienten-/ Angehörigenschulung als Bestandteil des Entlassungsmanagements
      • Case Management als neues Pflegekonzept
      • Programme zur Patientenschulung in Ambulanzen bzw. Reha-Einrichtungen
      • Gründung und/oder Begleitung von Selbsthilfegruppen

  • Ambulante Pflege bzw. Therapie
      • Kurse zur Selbst- und Laienpflege z. B. nach § 45 SGB XI
      • Entwicklung von oder Beteiligung an IV-Netzwerken (Wund- oder Palliativversorgung etc.)
      • Überleitungsmanagement
      • Schulungsprogramme für Chronisch Kranke bzw. zur Prävention

  • Ärztliche Schwerpunktpraxen und Praxisnetze
      • Schulungsprogramme

  • Kranken- und Pflegekassen
      • Pflegeberatung nach § 7a SGB XI
      • Telefonhotline z. B. Hilfsmittelberatung etc.
      • Betreuung von Präventions- oder Chronikerprogrammen
      • Angehörigenschulungen

  • Sonstige Einrichtungen
      • Kommunale Beratungsangebote (z. B. Wohnberatung, Aufbau von Selbsthilfestrukturen)
      • Unabhängige Patienten- oder Verbraucherberatung

  • Weitere Optionen
      • Aufnahme einer freiberuflichen Experten-Tätigkeit (Wundmanagement, Case Management etc.)
      • Homecare-Unternehmen
      • Sanitätshandel
      • Apotheken
      • Betriebliche Gesundheitsförderung

  • Anzeigen

Flexibilität durch modularisierte, interdisziplinäre Weiterbildung

Aufbauend auf ihrer jeweiligen Berufsausbildung können Pflegefachkräfte und Angehörige anderer Heilberufe, die Aufgaben in der Beratung übernehmen wollen, folgende Abschlüsse erreichen:

Ihr Profil nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme: Pflegeberater (TÜV), Gesundheitsberater (TÜV), Pflegeberater nach § 7a SGB XI

Die Abschlüsse entsprechen unterschiedlichen Beratungskompetenzen und -schwerpunkten. Diese Tabelle zeigt die einzelnen Profile nach erfolgreicher Lehrgangsteilnahme.

Welcher Abschluss zu Ihrer Berufsqualifikation passt, können Sie der Übersicht (PDF, 104 KB) entnehmen.

Interessiert an einer Berufstätigkeit? Testen Sie Ihre Eignung! (PDF, 51 KB)

Die Weiterbildung ist individuell gestaltbar.

  • Die Weiterbildung befähigt die Lernenden, die angestrebten Beratungstätigkeiten professionell auszuführen. Dazu sind nachweislich erworbene Kenntnisse in dafür wichtigen Themenfeldern unerlässlich.
  • Neben der verpflichtenden Teilnahme an Themenfeldern können bereits vorliegende Qualifikationen bei entsprechendem Nachweis (Ausbildungs- und ggf. Weiterbildungszertifikate mit Inhaltsnachweis) anerkannt werden. Die Prüfung ist komplett zu absolvieren, so dass ein aktueller Kenntnisstand erforderlich ist.

Anerkennung erworbener Qualifikationen (PDF, 111 KB)

Aufgaben der Gesundheits- und Pflegeberatung

Pflegeberater und Gesundheitsberater tragen zur optimalen Patientenversorgung und Prävention bei. Absolventen mit TÜV-Abschluss zeichnen sich über das professionelle Case Management hinaus durch fundierte Schulungskompetenz aus, wie sie für die Anleitung zum gesundheitsbezogenen Selbstmanagement unerlässlich ist.

Die Erfahrungsberichte unserer Absolventen zeigen das weite Arbeitsfeld für qualifizierte Beratungsfachkräfte.

  • Tätigkeit in einer Gerontopsychiatrischen Beratungsstelle
    • „Seit meiner Weiterbildung zum Gesundheits- und Pflegeberater teste ich in der LVR-Klinik Mönchengladbach Demenzkranke, berate Angehörige / Betroffene und plane Gesundheitsmessen, Theaterstücke und Erzählcafes zum Thema Demenz. In der regionalen Pflegekonferenz bin ich Sprecher der Arbeitsgruppe Beratungsstellen, die auf meine Initiative hin in Mönchengladbach gegründet wurde. Zudem leite ich die Kooperation mit dem Elisabeth-Krankenhaus zum Thema „Demenzpatienten in der Somatik“. Daneben begleite ich die Ausbildung von ehrenamtlichen Besuchsdienstleitern des DRK. Dabei profitiere ich von der in meiner Weiterbildung erlernten Strukturierung von Unterrichtseinheiten, von den Fortbildungsinhalten zu den rechtlichen Regelungen sowie zu den Instrumenten und zur Medienkompetenz, aber auch von den vielen Praxisübungen und dem sektorübergreifenden Austausch.“
      Stefan Strötges

  • Soziale Betreuung im Altenheim
    • „Als Altenpflegerin hatte ich gesundheitliche Probleme und konnte meinen Beruf nicht weiter ausüben. Durch meine Weiterbildung zur Gesundheits- und Pflegeberaterin, die mir mein Arbeitgeber finanziert hat, erhielt ich die Möglichkeit, nun in der sozialen Betreuung des Altenheimes (600 Altenheimplätze sowie Kurzzeitpflege- und Tagespflegeplätze) tätig zu sein. Meine Hauptaufgaben beinhalten jetzt die Tagesstrukturierung, sensorische Deprivationsprophylaxe sowie Betreuung und Unterstützung der Heimbewohner bei Ernährungsproblemen. Die Weiterbildungsmodule Recht und Instrumente zur Begutachtung und Beratung geben mir fachliche Sicherheit in der Beratung unserer Bewohner und Angehörigen. Die Module Didaktik, Psychologie und Kommunikation bilden die Grundlagen für die nicht immer einfache Kommunikation mit Angehörigen, aber auch mit Dementen. Besonders gut gefallen hat mir der Austausch mit den verschiedenen Berufsgruppen, die irgendwie alle miteinander verzahnt sind.“
      Margrit Hardelauf-Jansen

  • Pflegeberaterin bei einer Krankenkasse
    • „Mit der Weiterbildung beabsichtigte ich mich beruflich zu verändern. Das habe ich geschafft: Ich bin jetzt Pflegeberaterin bei einer großen Krankenkasse und berate Pflegebedürftige in ihrem persönlichen Wohnumfeld in Bezug auf die Leistungen aus dem SGB XI, zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen und zu Fragen der Hilfsmittelversorgung. Dabei vernetze ich Leistungen, besorge z. B. Essen auf Rädern bis hin zum Pflegedienst für Menschen, die dazu nicht alleine in der Lage sind. In Kooperation mit Krankenhäusern und – gegebenenfalls mit Sozialhilfeträgern – versuchen wir eine bessere Überleitung in das häusliche Umfeld zu erreichen. Wenn erforderlich führe ich Pflegekurse vor Ort durch. Besonders wertvoll bei meiner Weiterbildung waren für mich die Woche zum Thema Kommunikation, die Fülle an neuen Erkenntnissen und der Austausch mit Kollegen.“
      Claudia von der Hocht

  • Pflegeberaterin für ein Sanitätshaus
    • „Nach meiner Ausbildung zur Krankenschwester arbeitete ich in einem Krankenhaus. Doch mit dem Schichtdienst kam ich auf Dauer nicht zurecht. Ich hätte zu gerne in einem Sanitätshaus gearbeitet, aber meine Bemühung um eine Anstellung dort scheiterten. So überlegte ich, was ich machen kann, um für Sanitätshäuser interessanter zu werden. Meine Weiterbildung zur Gesundheits- und Pflegeberaterin hat schließlich den Erfolg gebracht. Inzwischen arbeite ich für ein Sanitätshaus in Kamp-Lintfort als Wundmanagerin und Krankenschwester im Außendienst. Ich zeige Patienten und ihren Angehörigen, wie sie zu Hause alleine mit ihrer Situation zurechtkommen können. Ich bin sehr zufrieden, so schnell das erreicht zu haben, was ich wollte. Und ich habe keinen Schichtdienst mehr.“
      Jessica Steinhöfel

  • Schmerzpatienten Ängste nehmen
    • „Ich habe täglich mit Patienten zu tun, die entweder posttraumatische oder chronische Schmerzen haben. Nach meiner Weiterbildung zur Gesundheits- und Pflegeberaterin kann ich viel besser auf sie eingehen. Übrigens auch auf die Befindlichkeiten meiner Kollegen. Das macht meine Arbeit sehr viel befriedigender. Durch das Training von Beratungssituationen verstehe ich Ängste von Schmerzpatienten, die sich vor Abhängigkeit oder Fahruntüchtigkeit durch Medikamente fürchten, viel besser und kann viel gezielter darauf reagieren.“
      Uta Vetter

  • Abteilungsleitung im Sana-Klinikum
    • „Nach der Weiterbildung bei der TÜV Rheinland Akademie erfülle ich nachweislich die Empfehlungen des GKV-Spitzenverbands für Pflegeberater. Ich wollte zum einen weitere fundierte Fachkenntnisse erwerben und dadurch noch mehr Sicherheit in der Beratung gewinnen, zum anderen eine zukunftsweisende zusätzliche Weiterbildung mit Zertifizierung erlangen. Dank meines Abschlusses leitet ich jetzt die Abteilung Pflege und Sozialberatung im Sana-Klinikum und bin maßgeblich an der KTQ Zertifizierung dieses Bereichs beteiligt.“
      Amra Chudy

  • Anzeigen

Als Gesundheitsdienstleister mit professioneller Beratung Profil zeigen

Pflege- bzw. Gesundheitsberatung als kompetente Vermittlungsfunktion zwischen Anbietern, Empfängern und Kostenträgern ist ein Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb. Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Praxen, Medizinische Versorgungszentren, Gesundheitszentren, Apotheken, Wellnessanbieter und Fachhandel können damit ihr besonderes Profil herausstellen und mit effizient abgestimmter Versorgung die Zufriedenheit ihrer Kunden steigern.

Prüfungen und Abschlüsse

  • Pflegeberater (TÜV) bzw. Gesundheitsberater (TÜV) - Case Management
      • 5 Klausuren
      • Praktische Prüfung:
        Einzelberatung, Gruppenschulung oder Versorgungsplanung zu einem selbstgewählten Thema (Erstellung eines schriftlichen Konzepts und mündliche Präsentation)
        Bei diesem Abschluss besteht die Möglichkeit, mit dem Markenzeichen von TÜV Rheinland, dem Certipedia-Signet, zu werben.

  • Pflegeberater nach § 7a SGB XI
      • 4 Klausuren
      • Nachweis der im Rahmen der GKV-Richtlinie zur Qualifizierung von Pflegeberatern (29.08.2008) geforderten Praktika von 1 Woche in einer ambulanten Pflegeeinrichtung sowie von 2 Tagen in einer teilstationären Pflegeeinrichtung
      • Nachweis von Kenntnissen in Kommunikation und Gesprächsführung, Moderation (insbesondere von Fallkonferenzen) und Verhandlungstechniken mit Sozialleistungsträgern und Leistungserbringern (kann durch zusätzliche Teilnahme an Modul VII Psychologie/Kommunikation erbracht werden)

  • Anzeigen

Fachlehrgang mit Personenzertifizierung

Die Qualifizierungen zum und Pflegeberater (TÜV) sowie zum Gesundheitsberater (TÜV) - in Abhängigkeit von der jeweiligen beruflichen Ausbildung - schließen mit einer Prüfung vor der unabhängigen Personenzertifizierungsstelle PersCert TÜV ab.

Nach bestandener Prüfung verleiht Ihnen PersCert TÜV ein zeitlich nicht befristetes Abschlusszertifikat. Damit sind Sie berechtigt, zu bestimmten Konditionen mit dem Certipedia-Signet für sich zu werben. Hinweise zur Beantragung

Ihre Qualifikation ist für jedermann nachvollziehbar dokumentiert - auf unserer Internetplattform Certipedia. Die lehrgangsbezogene ID beschreibt die hohen Anforderungen, die Sie erfüllt haben. So sorgen wir für Transparenz in Bezug auf die Leistungen, die ein Absolvent erbringen musste, um ein Zertifikat zu erhalten.

Lehrgangsbezogene ID: Pflegeberater (TÜV) | Gesundheitsberater (TÜV)

Die Weiterbildung findet deutschlandweit an vielen Orten statt.

Die Weiterbildung "Pflegeberater (TÜV). Gesundheitsberater (TÜV). Pflegeberater nach § 7 a SGB XI." findet in unseren Ausbildungszentren in Aachen, Berlin, Dresden, Düsseldorf, Heilbronn und Nürnberg statt.

Fortbildungspunkte im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender

Sie erwerben durch die Teilnahme an der Weiterbildung

  • Pflegeberater (TÜV) 40 Fortbildungspunkte.
  • Pflegeberater nach § 7 a SBG XI 40 Fortbildungspunkte.

Die Initiative „Registrierung beruflich Pflegender“ wird seit 01.04.2006 vom Deutschen Pflegerat e.V. getragen. Die Registrierung ist ein Qualitätsprädikat und dokumentiert für Pflegefachkräfte, Arbeitgeber und Verbraucher die Aktualität der beruflichen Qualifizierung. Sie weist damit hohe Professionalität nach. Weitere Informationen unter: www.regbp.de

Lehrgangsbroschüre

Pflegeberater (TÜV). Gesundheitsberater (TÜV). Pflegeberater nach § 7 a SGB XI.

Die Broschüre informiert umfassend über die Details der Aufstiegsqualifizierung.

Fordern Sie unsere kostenlose Broschüre an! Formular