Weiterbildung für die Pflegebegutachtung
Berufsbegleitend für die Pflegebegutachtung qualifizieren
Demographische Veränderungen führen zu einem wachsenden Bedarf an Experten für die Beurteilung der Pflegequalität und Pflegebedürftigkeit sowie für die Pflegeeinstufung. Fühlen sich Betroffene nicht richtig eingruppiert, können sie im Auftrag von Privatpersonen oder Richtern an Sozialgerichten ein unabhängiges Gutachten erstellen.
Sie ermitteln auf der Grundlage des geltenden Rechts den Hilfebedarf des Betroffenen und legen den Sachverhalt für einen Laien nachvollziehbar und plausibel in einem Gutachten nieder.
Buchen Sie jetzt online Ihre Weiterbildung!
Wir bieten Ihnen eine fundierte, bundesweit standardisierte Weiterbildung mit anerkanntem Abschluss im Rahmen der Personenzertifizierung:
- Basismodul: Fachkraft für Pflegebedürftigkeit (TÜV)
- Aufbaumodul: Pflegesachverständiger (TÜV) inkl. Fachkraft für Pflegebedürftigkeit
Weiterbildungskonzept mit starkem Partner und Personalzertifizierung
Beide Module schließen mit einer Prüfung vor der unabhängigen Personenzertifizierstelle PersCert TÜV ab. Nach dem Basismodul absolvieren Sie eine schriftliche Prüfung. Ihre Kompetenz als Pflegesachverständiger weisen Sie zum Abschluss des Aufbaumoduls anhand eines Praxisfalls (Gutachten) nach.
Nach bestandener Prüfung verleiht Ihnen PersCert TÜV ein zeitlich nicht befristetes Abschlusszertifikat. Damit sind Sie berechtigt, zu bestimmten Konditionen mit dem TUVdotCOM-Signet für sich zu werben. Hinweise zur Beantragung
Das Weiterbildungskonzept der TÜV Rheinland Akademie wird in fachlicher Zusammenarbeit mit dem Bundesverband unabhängiger Pflegesachverständiger und Pflegeberater e.V. (BvPP) kontinuierlich aktualisiert.
Fortbildungspunkte im Rahmen der Registrierung beruflich Pflegender
Die Initiative „Registrierung beruflich Pflegender“ wird seit 01.04.2006 vom Deutschen Pflegerat e.V. getragen. Die Registrierung ist ein Qualitätsprädikat und dokumentiert für Pflegefachkräfte, Arbeitgeber und Verbraucher die Aktualität der beruflichen Qualifizierung. Sie weist damit hohe Professionalität nach. Weitere Informationen unter: www.regbp.de
Für diese Weiterbildung können 40 Punkte angerechnet werden.
Weitere Lehrgänge, in denen Sie Fortbildungspunkte erwerben können
(PDF, 98 KB)
Pflegesachverständiger: Qualifikation mit Zukunft
Pflegesachverständige (TÜV) werden vor deutschen Gerichten zur Begutachtung von Pflege und Pflegebedürftigkeit sowie zur Feststellung von Pflegefehlern herangezogen. Für Pflegesachverständige gibt es derzeit allerdings nur in Bayern die Möglichkeit, den Status eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen zu erlangen.
Pflegesachverständige (TÜV) verfügen über die Fähigkeiten,
- unter Berücksichtigung der rechtlichen Bestimmungen (pflege)wissenschaftlich zu argumentieren.
- Neutralität bei Befunderhebung, Dokumentensichtung und Bewertung zu wahren.
- die Rolle von Sachverständigen in der Begutachtungssituation wie auch bei der schriftlichen Darstellung bzw. Präsentation (u.a. vor dem Sozialgericht) professionell auszufüllen.
Die Zertifizierung durch die Personalzertifizierungsstelle PersCert TÜV bestätigt die hohe fachliche Qualität der erworbenen Pflegeexpertise.
Pionierarbeit durch TÜV Rheinland
Die Akademie von TÜV Rheinland hat Wesentliches zur Professionalisierung von Pflegeexpertise beigetragen. Durch sie ist eine bundesweite Angebotsstruktur entstanden, die es Pflegefachkräften ermöglicht, sich zu Pflegesachverständigen weiterzubilden und so zu einer fachlich fundierteren Einschätzung von Pflegebedürftigkeit und Pflegequalität beizutragen.
Das Weiterbildungskonzept der TÜV Rheinland Akademie wird in fachlicher Zusammenarbeit mit dem Bundesverband unabhängiger Pflegesachverständiger und Pflegeberater e.V. (BvPP) kontinuierlich aktualisiert.
Erwerben Sie Know-how für die Begutachtung und Einstufung von Pflegebedürftigkeit!
Im Basismodul Fachkraft für Pflegebedürftigkeit (TÜV) befassen Sie sich ausführlich mit Themen wie:
- Rechtsgrundlagen, z.B. Begutachtungs-Richtlinien
- Durchführung von Begutachtungen
- Dokumentenanalyse
- Pflegefachliche Instrumenten zur Begutachtung
- Gesprächsführung
- Betriebswirtschaftlichen Grundlagen.
In den weiterführenden Modulen für den Abschluss als Pflegesachverständiger (TÜV):
- Schreibwerkstatt
- Gutachtenerstellung
- Präsentationstechniken
eignen Sie sich die Fertigkeit eines freien wissenschaftlichen Sachverständigengutachtens an. Als Absolventen sind in der Lage, Pflegestufen zu überprüfen und einzuschätzen sowie Pflege und gegebenenfalls auch Pflegefehler fachlich zu beurteilen.
Legen Sie den Grundstein für Ihre persönliche Laufbahnplanung!
Gerade für Gesundheitspfleger, Krankenpfleger oder Altenpfleger ergeben sich mit dem Abschluss als Pflegesachverständiger neue Aufgaben und Chancen. Sie können in Pflege- und Altenheimen, beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen oder auch als unabhängige Sachverständige tätig werden.
Absolventen unserer Weiterbildung zur Pflegebegutachtung berichten über die Praxistauglichkeit der Weiterbildung.
| Neue Tätigkeit als Fallmanagerin und Gutachterin |
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"Als ich noch vor einigen Jahren Stationsleitung in der Chirurgie war und einen Patienten in den OP brachte, hing im Vorraum eine Information über die Weiterbildung zur flegesachverständigen. Die damalige Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) finanzierte mir den Lehrgang als eine Reha-Maßnahme, die ich wegen meiner Schwerbehinderung in Anspruch nehmen konnte. Die Qualifizierung war zeitlich sehr fordernd, da sie berufsbegleitend stattfand. Von einer Dozentin habe ich während der Weiterbildung u.a. auch die Empfehlung erhalten, die Pflegebedürftigkeit eines Patienten anhand eines 24-Stunden-Tagesablaufs zu ermitteln. In der Praxis hat sich das als eine solide Grundlage für ein Gutachten oder für die Bemessung des Pflegebedarfs erwiesen. Natürlich haben wir auch das Rüstzeug für das Schreiben erworben. Mein erstes Gutachten vermittelte mir eine Ordensschwester, die bei meinem alten Arbeitgeber tätig war. Es brachte der Versicherten damals den erhofften Erfolg, die Anerkennung der Pflegestufe 2. Inzwischen habe ich viele Gutachten geschrieben und begleite zusätzlich Patienten und deren Angehörige bei Widerspruchsverfahren und der erneuten Begutachtung durch den MDK bzw. MEDICPROOF. Auch das Halten von Vorträgen zu Fragen der Pflegeversicherung gehört inzwischen zu meinem Tätigkeitsfeld. Als Selbstständige muss man aber auch auftragsschwache Zeiten überstehen. Ich überbrücke sie konstruktiv - lese Fachliteratur, pflege oder erweitere mein Netzwerk, indem ich z.B. Kontakt zu Pflegediensten oder dem Sozialpsychiatrischen Zentrum Troisdorf aufnehme. Wichtig ist es auch, sich durch Weiterbildungsmaßnahmen auf dem Laufenden der Sozialgesetzgebung zu halten. Erste Erfahrungen konnte ich schon mit den Pflegeberatern der Krankenkassen machen. Sie sind wohl nicht immer sehr qualifiziert und führen bei den Versicherten und deren Angehörigen zu Verunsicherungen durch eine falsche Beratung. Dass ich vorher in einer leitenden Position gearbeitet habe, ist für die Arbeit als Pflegesachverständige ein großer Vorteil. Es hilft mir, z.B. im Krankenhaus oder mit Ärzten Kontakt aufzunehmen, oder bei Begutachtungen meine Position vertreten zu können. Und nicht zuletzt schätzen viele Angehörige meine Erfahrung als langjährige Pflegefachkraft." |
| Editz Piekatz-Fügenschuh |
| Prüfung der Pflegebedürftigkeit von Menschen in Greiz und Umgebung |
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"Als Leiterin eines Pflegedienstes gehörten Einstufungen der Pflegebedürftigkeit von Patienten schon vor der Weiterbildung zu meinen Aufgaben, aber heute kann ich als Pflegesachverständige im Kampf um Versorgungsleistungen viel qualifiziertere Argumente hervorbringen. Das Ringen um Pflegestufen oder Höherstufungen von Patienten war auch ein Impuls für mich, die Weiterbildung zu machen. Obwohl ich mit meiner jetzigen Erfahrung ganz klar sagen kann: Die behördlichen Gutachter bewerten den Pflegebedarf oft sehr gerecht. Inzwischen übernehme ich regelmäßig auch die Aufgaben der damals anderen Seite, denn knapp einen Monat nach Abschluss der Weiterbildung erteilte mir ein Sozialgericht den Auftrag für das erste Gutachten. Seitdem prüfe ich die Pflegebedürftigkeit von Menschen in Greiz und Umgebung. Um zugleich als Pflegedienstleiterin und Gutachterin arbeiten zu können, braucht man eine klare Haltung. Menschlichkeit steht bei beiden Berufsfeldern im Vordergrund, was allerdings mein Wirken als Gutachterin angeht, so käme ich ohne einen gesunden Pragmatismus nicht aus. In dieser Funktion muss ich in erster Linie gerecht und korrekt sein, denn menschliche Bedürfnisse kann man nur vergleichen und bewerten, wenn man sie mit Zahlen erfasst. Auch die Schwere einer Krankheit muss messbar sein, damit man die gesetzlichen Grundlagen auf sie anwenden kann. Und falls es bei einem Patienten mehr Bedarf an Betreuungszeit gibt, ist das mit den gegebenen Instrumenten gut begründbar. An der Weiterbildung der TÜV Rheinland Akademie haben mir besonders die Arbeit mit den Richtlinien und die zahlreichen Fallbeispiele gefallen. In der Zukunft möchte ich mein Wirken noch auf weitere Bereiche ausweiten: Wenn es die Zeit zulässt, würde ich gern als Ernährungsberaterin Schulungen leiten oder Kurse für pflegende Angehörige geben." |
| Beate Schönfeld |
| Nebenberuflich als gerichtlich bestellter Gutachter für die Sozialgerichtsbarkeit tätig |
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"Zu meinen Aufgaben als Pflegedienstleiter gehörte auch bisher schon die fachliche Beratung unserer Patienten. Infolge meiner Weiterbildung zum Pflegesachverständigen (TÜV) sind nun Tätigkeiten für die Sozialgerichtsbarkeit hinzu gekommen. Nachdem ich mich als Pflegesachverständiger bei diversen Sozialgerichten gemeldet hatte, erhielt ich nach kurzer Zeit die ersten Aufträge als gerichtlich bestellter Gutachter. Dabei stellte sich die Zertifizierung als ein deutlicher Wettbewerbsvorteil heraus, denn ich konnte durch den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung und das Zertifikat die entsprechenden Stellen von meiner Qualifikation überzeugen. Hilfreich waren für mich besonders die in dem Lehrgang erworbenen Fachkenntnisse. Außerdem war reizvoll, sich immer wieder mit aktuellen Veränderungen und der eigenen Betrachtungsweise auseinander setzen zu müssen. Die Vereinbarkeit von Weiterbildung und Familie ist zugegebenermaßen nicht immer leicht. Durch die Unterrichtszeiten in den Abendstunden und am Wochenende konnten die meisten Probleme aber gut gemeistert werden. Die Tätigkeit als Sachverständiger bleibt weiterhin eine Nebenbeschäftigung. Meine beruflichen Schwerpunkte liegen inzwischen in der Lehre und der politischen Tätigkeit." |
| Rainer Petersen |
