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Allergien: laufende Nase und juckende Augen
Allergisch bedingte Krankheiten nehmen stetig zu. Vorbeugen lautet hier die Devise. Ein Allergietest hilft, erste Klarheit über Unverträglichkeiten zu gewinnen. Wichtig, denn: Ohne Behandlung können Allergien sich verschlimmern, chronisch werden oder sogar Folgeerkrankungen verursachen.
Heuschnupfen
Eine echte Volkskrankheit. Etwa 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden laut Schätzungen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes an Heuschnupfen.
- Symptome: Niesattacken, laufende, juckende oder verstopfte Nase, tränende Augen, kratzender Rachen. Viele fühlen sich zusätzlich müde und abgeschlagen, ähnlich wie bei einer Erkältung.
- Kreuzallergien: Aus anfänglichem Heuschnupfen kann sich auch ein allergisches Asthma entwickeln. Oft kommt es ebenfalls zu Kreuzallergien: Bei einer Überempfindlichkeit gegen Birkenpollen besteht zum Beispiel oft eine Allergie auf Äpfel und anderes Kern- sowie Steinobst.
- Auslöser: Pollenkörner von Bäumen, Gräsern und Kräutern können, je nach Hochsaison der jeweiligen Pflanzenart, Überreaktionen auslösen. (Pollenflugkalender: http://www.stern.de/allergie/tests/582764.html?art=0)
- Behandlung: Vermeidung der Substanzen, die die Allergie auslösen. Während der Hoch-Zeit der jeweiligen Pollen hilft eine Behandlung mit Medikamenten und Augentropfen. In einigen Fällen ist eine Hyposensibilisierung, auch Immuntherapie genannt, sinnvoll.
Dauerschnupfen
Im Gegensatz zum Heuschnupfen bestehen die Beschwerden das ganze Jahr über.
- Symptome: eine chronisch behinderte Nasenatmung. In einigen Fällen kommt es zu einem Druckgefühl im Kopf- oder Stirnbereich. Zusätzlich sind Symptome wie auch beim Heuschnupfen zu beobachten.
- Auslöser: Der Dauerschnupfen entsteht meist im Kontakt mit Tierhaut oder -haaren, Hausstaubmilben oder Schimmelsporen. Besonders häufig: Reaktionen auf Haare von Meerschweinchen, Katzen, Goldhamstern und Kaninchen.
- Behandlung: In erster Linie müssen die Allergene gemieden werden. Eventuell die vom Schimmel befallene Wohnung sanieren oder auch Haustiere abschaffen. Weitere Therapiemethoden gleichen denen bei Heuschnupfen.
Nahrungsmittelallergien
Entweder der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Äpfel, Birnen und Tomaten, oder auch Kreuzallergien führen häufig zu Nahrungsmittelallergien. Aber Vorsicht: Wenn Lebensmittel nicht vertragen werden, ist nicht immer eine Allergie im Spiel. Oft verbirgt sich dahinter auch eine Unverträglichkeit von bestimmten Nahrungsmittelzusatzstoffen wie zum Beispiel Laktose oder Fruchtzucker.
- Symptome: Bei Nahrungsmittelallergien zeigen sich die Symptome vor allem an Haut und Schleimhaut. Es kommt zu Nesselausschlag, starken Schwellungen, Ekzemen, Juckreiz im Mund- und Rachenraum. Selten treten auch Magen-Darm-Probleme, Kopfschmerzen oder ein allergischer Schnupfen auf.
- Auslöser: Bei Kindern besitzen vor allem tierische Eiweiße (Kuhmilch und Hühnereier) und Weizen ein großes Allergiepotenzial. Bei Jugendlichen und Erwachsenen steht meist die Pollenallergie im Vordergrund. Durch Kreuzreaktionen reagiert der Körper hierbei manchmal auf bestimmte Nahrungsmittel wie Obst, Gemüse oder Nüsse, die in ihren Einweißstrukturen den Pollen ähnlich sind.
- Behandlung: Auf jeden Fall die Nahrungsmittel meiden, die eine allergische Reaktion hervorrufen. In einigen Fällen werden diese in geringen Dosen vertragen. Ein Tipp für Obst: drei Minuten gekocht, können es meist auch Allergiker genießen. Bei einer schweren Allergie, zum Beispiel gegen Schalentiere oder Erdnüsse, raten Experten dazu, immer ein Notfallset bei sich zu tragen. So kann einem allergischen Schock schnell entgegengewirkt werden.
